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Gesellschaft

Zu linksradikal“: Reisch trennt sich von Mission Lifeline

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Bild: Claus-Peter Reisch / Bild: Rosa Luxemburg-Stiftung [CC BY] (Bild zugeschnitten)

In einem Interview mit der „Zeit“ gab Claus-Peter Reisch als Grund unter anderem an, dass ihm „vieles zu linksradikal“ sei. 

Berlin. –  Unlängst wurde der wegen angeblich mangelhafter Registrierung seines Schiffes angeklagte Reisch im Berufungsverfahren freigesprochen, nachdem er zuvor zu einer Geldstrafe verurteilt worden war – er hatte ein Schiff mit Migranten verbotenerweise in Maltas Gewässer gesteuert. Nun trennt er sich von Mission Lifeline und nennt auch politische Differenzen als Grund.

Reisch stört sich an „politischer Agitation“

Im Interview betont er, dass er „auf jeden Fall“ wieder angebliche „Seenotrettungsmissionen“ fahren wolle, auch wenn er seine Aktivität gerade aufgrund diverser Verfahren sowie drohender Bußgelder auf Eis gelegt habe. Mit der Mission Lifeline habe er jedoch gebrochen, es gebe zu viele Differenzen zwischen ihm und der NGO.

Wörtlich sagte er, dass ihm „vieles zu linksradikal“ sei, generell störe ihn die „politische Agitation“, welche von Mission Lifeline ausgehe. So könne er sich beispielsweise nicht mit der Aussage, der österreichische Kanzler sei ein „Baby-Hitler“, abfinden – dies sei „nicht sein Ding“.

„Ich komme aus bürgerlicher Mitte“

Reisch sieht sich selbst aus der bürgerlichen Mitte kommend. Es sei ihm nie um Politik gegangen, sondern einzig und alleine um „Seenotrettung“. Dass diese mittlerweile eine politische Komponente aufweist, bedauere er. Auch teamintern sei es immer wieder zu Streitigkeiten gekommen, berichtet Reisch jedenfalls.

„Es gibt nun mal Hierarchien auf einem Schiff und manche Leute kommen damit nicht klar“, sagte er. Besonders „bei Windstärke acht“ gebe es keine Zeit, Entscheidungen des Kapitäns auszudiskutieren, auch wenn diverse Persönlichkeiten dies „aufgrund ihrer politischen Einstellung“ nicht verstünden. 

NGO warb einst mit „Team Umvolkung”-Hemd

Ob Reisch die politische Schlagseite wirklich immer ablehnte, ist allerdings ungewiss. Denn als die umstrittene NGO im Herbst 2018 ein T‑Shirt mit seinem Konterfei und der Bezeichnung „Schlepperkönig” auf der Vorder- und der Bezeichnung „Team Umvolkung” auf der Rückseite herausgebracht hatte, bewarb er dieses noch frohen Mutes – Die Tagesstimme berichtete.

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Gesellschaft

Hamburg: Bußgelder für Teilnehmer von unerlaubter Pro-Asyl-Demo

Julian Schernthaner

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am

Eine Demonstration für die Aufnahme von Migranten aus Griechenland im Hamburg kommt einige ihrer Teilnehmer jetzt teuer zu stehen. 

Hamburg. – Am Dienstag hatten sich etwa 200 Menschen an einer Kundgebung im Stadtteil St. Pauli beteiligt. Auf Fahrrädern fuhren die Teilnehmer umher, um für eine Öffnung der Grenzen und eine Verteilung der Asylwerber in griechischen Lagern zu werben. Weil dies aber einen Verstoß gegen die Corona-Maßnahmen darstellt, kommt es nun zu Bußgeldern.

Pro-Asyl-Demo trotz Versammlungsverbot

Allerdings wollen die Ordnungshüter allerdings einige Milde walten lassen. Bei den Organstrafen in Höhe von 150 Euro für 21 Personen handle es sich um Bußen an der unteren Grenze. Weitere Teilnehmer hätten sich der Kontrolle durch ein Fortradeln vom Veranstaltungsort entzogen. In der Hansestadt herrscht wegen den Bemühungen zur Eindämmung des Coronavirus – wie auch im übrigen Staatsgebiet – derzeit ein Versammlungsverbot.

Verantwortlich für die unerlaubte Demo war die Initiative #LeaveNoOneBehind. Dieses Motto war bereits die Parole, unter welcher schon vor einigen Tagen in mehreren deutschen Städten ähnliche Proteste stattfanden. In Frankfurt fand dabei eine Menschenkette von etwa 400 Personen statt, die sich – kontaktlos und anderthalb Meter auseinander – aufgestellt hatten.

Seebrücke-Untergruppe empfahl Rechtsberatung der „Roten Hilfe”

Das Bündnis Seebrücke, welche sich hinter die Aufrufe stellte pochte auf seine Grundrechte und übte Kritik an der Vorab-Untersagung der Demonstrationen. Die Braunschweiger Untergruppe riet Personen, welche Repressionen erfahren hätten, in der Folge, sich mit der linksextremen Roten Hilfe bezüglich deren Rechtshilfeangebot in Verbindung zusetzen  In einigen Städten sollen sich laut Bericht der Jungen Freiheit auch „Fridays for Future“, „Sea-Watch“ und „Ende Gelände” an den Demonstrationen beteiligt haben.

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Gesellschaft

Bank kündigt AfD-Politiker Björn Höcke das Girokonto

Stefan Juritz

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Die Direktbank ING (früher ING-DiBA) hat dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke und dessen Frau die Girokonten gekündigt.

Das gab der AfD-Politiker am Montagabend auf seiner Facebook-Seite bekannt und veröffentlichte dazu den auf 23. März 2020 datierten Kündigungsbrief der Bank. Darin heißt es: „Sehr geehrte Frau Höcke, sehr geehrter Herr Höcke, hiermit kündigen wir ihre Konten nach Ziffer 19 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit einer Frist von 2 Monaten zum 29.05.2020.” Einen Grund für die Kündigung teilte die Bank nicht mit, „eine Rücknahme der Kündigung und eine Verlängerung der Frist” sei jedoch nicht möglich, wie es in dem Schreiben heißt.

Nicht der erste Fall

Es ist nicht der erste Fall, dass einem AfD-Politiker das Privatkonto gekündigt wird. Vor zwei Jahren war auch der EU-Abgeordnete Nicolaus Fest davon betroffen. Damals kündigte ihm die Deutsche Bank sämtliche Konten – auch damals ohne Angabe von Gründen. „Eine Kontenkündigung ohne erkennbaren Anlass ist extrem ungewöhnlich. Außer meinem Engagement für die AfD fällt mir nichts ein, was die Deutsche Bank zur Kündigung veranlasst haben könnte”, sagte Fest damals zur Jungen Freiheit.

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Gesellschaft

Animal Crossing”: Für PETA ist das Nintendo-Spiel nicht vegan genug

Stefan Juritz

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Die Tierrechtsorganisation stört es, dass man in dem Nintendo-Spiel unter anderem Fische angelt und Insekten fängt. 

Das neue Nintendo-Videospiel „Animal Crossing: New Horizons” ist aktuell sehr beliebt und gilt eigentlich als äußerst kinderfreundlich. In der Inselaufbau-Simulation leben Menschen und Tiere eigentlich friedlich zusammen. Doch für die Tierschutzorganisation PETA ist das Spiel nicht vegan genug, weil man dort zum Beispiel Fische angeln und Insekten fangen kann. Aus diesem Grund hat PETA eine Anleitung veröffentlicht, wie man „Animal Crossing” richtig vegan spielt und keinen Tieren schadet.

Vegan leben auch im Videospiel

In dem veröffentlichten „PETA’s Vegan Guide to ‘Animal Crossing: New Horizons’” schreibt die Tierschutzorganisation etwa: „Fischen ist nicht vegan! Du solltest im wirklichen Leben nicht fischen, also solltest du das auch nicht im Spiel tun.” PETA kritisiert, das Spiel fördere missbräuchliches Verhalten gegenüber Fischen und Insekten, anstatt sie als „lebende, atmende und fühlende Individuen” zu betrachten. „Deine Insel sollte ein sicherer Ort für alle Tiere sein, egal ob groß oder klein”, heißt es in der Anleitung. Außerdem finden sich in dem „Guide” weitere Tipps, wie man sich als Veganer im Spiel gegenüber Tieren richtig verhält, was man essen und wie man sich kleiden sollte.

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