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Gesellschaft

Brandanschlag auf FPÖ: Tatverdächtiger Afghane jetzt in Strafhaft

Julian Schernthaner

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Aufgrund eines Urteils in einem anderen Fall ist ein Afghane, dem eine Beteiligung am Brandanschlag auf die FPÖ-Landesgeschäftsstelle in St. Pölten vorgeworfen wird, jetzt in Strafhaft.

St. Pölten. – Der Fall sorgte österreichweit für Entsetzen: Vier vermummte Personen attackierten im Schutz der Nacht auf den 12. August eine Immobilie der Freiheitlichen mit Molotow-Cocktails. Kurz darauf kam es zur Festnahme eines Mannes, der aufgrund auffälliger Brandwunden im fraglichen Zeitraum ins Visiert der Ermittler geriet. Nun geht er ins Gefängnis – allerdings aufgrund eines anderen Vorfalls.

Versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt

Denn wie der Standard am Mittwoch berichtet, bestätigt die zuständige Staatsanwaltschaft, dass der zum Tatzeitpunkt 20-jährige Afghane wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt nun rechtskräftig zu neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Dasselbe Rechtsgut wird ihm – neben der Brandstiftung – auch noch in einem weiteren Fall vorgeworfen.

Zur mutmaßlichen Beteiligung des Mannes am Brandanschlag im August gibt es hingegen vorerst keine neuen Erkenntnisse. Nachdem keine DNA-Spuren am Tatort zu finden waren – nach Ansicht der Ermittlungsbehörde weil er möglicherweise dabei Handschuhe trug – blieb auch die Auswertung seiner Telefondaten ohne neue Erkenntnisse.

Brandanschlag: Suche nach Verdächtigen dauert an

Als mögliches Motiv für eine Tatbeteiligung wurde damals Wut auf die Ausländerpolitik ins Spiel gebracht. Nachdem die Vorwürfe gegen den Mann, dessen Identität offiziell weiterhin unter Verschluss bleibt, aufkamen, forderten die Freiheitlichen, welche wissen wollten, dass es sich dabei um einen subsidiär Schutzberechtigten handle, dessen sofortige Abschiebung – Die Tagesstimme berichtete.

Die Partei lobte damals auch 5.000 Euro an Belohnung für Hinweise aus, welche zur Ergreifung der Täter führen könnten. Trotzdem gibt es offenbar weiterhin keine Anhaltspunkte, welche die drei übrigen Tatverdächtigen auch nur ansatzweise identifizieren könnten. Für Wirbel sorgten damals auch Behauptungen eines damaligen SPÖ-Kommunalpolitikers aus Langenzersdorf, der eine Inszenierung des Anschlages für möglich hielt.


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