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Burgenland-Wahl

Doskozil holt Absolute, FPÖ neuerlich mit Einbußen

Mit einem Erdrutschsieg der andernorts gebeutelten Sozialdemokraten endete die Landtagswahl im Burgenland am Sonntag.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Hans Peter Doskozil (SPÖ) / EU2017EE Estonian Presidency [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Informal_meeting_of_defence_ministers_(FAC)._Arrivals_Hans_Peter_Doskozil_(36939029621).jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Hans Peter Doskozil (SPÖ) / EU2017EE Estonian Presidency [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Eisenstadt. – Hans Peter Doskozil konnte offenbar auch mithilfe des Amtsbonus dem Bundestrend der SPÖ trotzen und fuhr einen fulminanten Wahlsieg ein. Dabei schaffte er es sogar, die unter seinem Vorgänger Hans Niessl vor zehn Jahren verlorene absolute Mehrheit knapp zurückzuholen.

SPÖ-Erdrutsch, FPÖ-Absturz, Grüne & ÖVP konstant

Die SPÖ schafft es dem vorläufigen Endergebnis zufolge auf 49,9 Prozent der Stimmen – das bedeutet 19 von 36 Mandaten. Die ÖVP konnte zwar 1,5 Prozent zulegen und kommt auf 30,6 Prozentpunkte, behält aber ihre 11 Sitze. Die FPÖ stürzt dem Bundestrend folgend auf 9,8 Prozent ab und verliert zwei Mandate, ist nunmehr mit vier Abgeordneten im Landtag vertreten.

Die Grünen wiederum konnten aufgrund des starken SPÖ-Ergebnisses im Burgenland nicht reüssieren und stagnieren bei 6,8 Prozent (plus 0,2 Prozent), verteidigen gleichermaßen ihre bisherigen zwei Sitze. Die Liste Burgenland verfehlte den Wiedereinzug klar (1,3 Prozent). Auch für die NEOS (1,7 Prozent) bleibt das östlichste Bundesland ein schweres Pflaster – sie werden weiterhin nicht im Landesparlament vertreten sein.

Doskozil als Wahlmotiv

Gleichermaßen bedeutet der überzeugende Wahlsieg am Sonntag aber keineswegs, dass nun bei den Genossen Ruhe einkehrt. Denn der ehemalige Verteidigungsminister und jetzige burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gilt als Vertreter des „rechten“ Parteiflügels, tat sich in der Vergangenheit öfters als scharfer interner Kritiker von Parteichefin Pamela Rendi-Wagner hervor.

Die Wahlmotive am Sonntag dürften den Befund nicht entkräften. Denn laut Bericht des ORF gaben nicht weniger als 41 Prozent der Rotwähler bei einer Wahltagsbefragung des Meinungsforschungsinstituts OGM an, dass die Personalie Doskozil bei der Wahlentscheidung überzeugend wirkte. Von solchen Werten konnte die SPÖ in den vergangenen Jahren bei wichtigen Wahlen nur träumen.

Rendi-Wagner angezählt?

Außerdem gaben drei Viertel der Befragten SPÖ-Wähler an, ihre Entscheidung sei eine rein burgenländische. Der vergleichbare Wert für die ÖVP steht bei nur 26 Prozent, ebenso wichtig war dort der Bundesparteichef Sebastian Kurz als Wahlmotiv. Ob die Trendwende im Burgenland bei den Roten also auch eine Stärkung der Bundesparteiobfrau bedeutet, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren.

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