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Gesellschaft

Komitee beklagt: Ball wird auf tagespolitische Ebene „gezerrt”

Monika Šimić

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Ein paar Tage vor dem Burschenbundball in Linz teilte das Ballkomitee mit, dass bei ihnen jene Personen unerwünscht seien, die ihre Veranstaltung als „ ‚politische Kleinkunstbühne’ missbrauchen” wollen.

Linz . – Nach dem Grazer und dem Wiener Akademikerball findet am Samstag der 72. Burschenbundball in Linz statt. Dieser gilt als Jahresveranstaltung der in Oberösterreich lebenden Mitglieder von nationalen waffenstudentischen Verbindungen, ihrer Angehörigen und Freunde, wie es auf der dazugehörigen Homepage heißt. In einer Stellungnahme kritisierte das Ballkomitee nun, dass der Ball „bald alljährlich auf eine tagespolitische Ebene gezerrt” werde, „die der Tradition und dem Wesen dieses Balls nicht gerecht wird”.

Wie alle anderen feiern dürfen

Der Ball sei eine Veranstaltung im Zeichen von Traditionsbewusstsein, Heimat Verbundenheit, aber auch Geselligkeit und Fröhlichkeit, heißt es in der Stellungnahme weiter. Man erwarte „von jedem Politiker, von jedem Meinungsmacher und von jedem aufrechten Staatsbürger”, dass man das Fest mit der Familie und den Freunden genauso ungestört und unbehelligt feiern könne, wie es auch jede andere Gesellschaft, Gruppierung oder jeder Verein tue. Im Wesentlichen bestehe diese Erwartungshaltung aus drei Punkten, die für Aktionen vor dem Ball, im Umfeld des Balls und auf dem Ball selbst gelten würden, so das Ballkomitee.

Der Ball als „politischer Gegner”

„Wer glaubt, es sei eine politische Haltung gegen einen Ball zu demonstrieren, dem sei das unbenommen.” Das Komitee weist aber bereits im Vorfeld darauf hin, dass man Übergriffe auf Ballbesucher bedingungslos aufzeichnen, anzeigen und vor Gericht bringen werde. Außerdem lasse man sich parteipolitisch nicht „benützen”. Einen Ball zum „politischen Gegner” auszurufen, sei „perfide und letztlich undemokratisch, weil ein Ball und seine Besucher natürlich weder mit einer Stimme sprechen können noch überhaupt grundsätzlich politisch interessiert sein müssen”.

Aufregung um Foto von Identitärem mit Norbert Hofer

Der dritte wesentliche Punkt, wie es seitens des Ballkomitees heißt, sei der „klare Hinweis darauf, dass wir bei einem Ball im Zeichen der bürgerlichen Freiheit keine Zutrittsbeschränkungen aussprechen und exekutieren wollen, wir aber ausdrücklich festhalten, dass all jene Personen unerwünscht sind, die unsere Veranstaltung als ‚politische Kleinkunstbühne’ missbrauchen und den Ball nur zu dem Zwecke besuchen, weil sie ihn per se desavouieren, oder auch einzelne prominente Ballbesucher mit gemeinsamen Fotos kompromittieren wollen”. Anlass für diese Zutrittsbeschränkung ist vermutlich der Besuch des Wiener Akademikerballs durch Martin Sellner, Leiter der Identitären Bewegung Österreich (IBÖ), und einem weiteren Aktivisten der Bewegung, der sich dort mit Norbert Hofer fotografieren ließ. Das Foto teilte er später auf Twitter und sorgte damit für Aufregung.

Indes kündigte der Geschäftsführer der ÖVP in Oberösterreich, Wolfgang Hattmannsdorfer, an, dass er gehen werde, sollte Sellner kommen, wie es in einem Bericht der Tageszeitung Heute heißt.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Queerbeet

    29. Januar 2020 at 13:24

    Indes kündigte der Geschäftsführer der ÖVP in Oberösterreich, Wolfgang Hattmannsdorfer, an, dass er gehen werde, sollte Sellner [kommenden Samstag zum Burschenbundball in Linz] kommen, wie es in einem Bericht der Tageszeitung Heute heißt.
    Was ist der Hartmannsdorfer doch eine DramaQueen! 😀

  2. Avatar

    Zickenschulze

    29. Januar 2020 at 14:18

    Komitee beklagt: Ball wird auf tagespolitische Ebene „gezerrt”,

    weil diese aufbegehrenden Leute weder Privat noch Beruf auseinanderhalten können.
    Die österreichische Politikbesetzung gleicht einer Kopie eines Armutszeugnisses.
    Kein friedlicher Ausblick mit solchen Proleten.

  3. Avatar

    BackDoor

    29. Januar 2020 at 14:23

    Hattmannsdorfer auf einem Ball?
    Müsste er dazu nicht mit einer Partnerin kommen, also zumindest Tanzpartnerin? Und wer von den beiden führt dann beim Tanzen? *kopfkratz*

  4. Avatar

    Justus

    29. Januar 2020 at 15:35

    Wolfgang Hattmannsdorfer weiß ja eh, dass Sellner kommt, also plant er mit dessen Namen zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zunächst sucht er mit der Androhung politisches Kleingeld zu wechseln, zum anderen nach einem Vorwand, um so schnell wie möglich von dem Ball wegzukommen, bei dem Burschen Madeln den Arm reichen.

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Gesellschaft

Weltumwelttag: Österreich gefährdet durch Verbauung sein „Naturkapital”

Monika Šimić

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Während sich die Coronavirus-Krise mittel- bzw. langfristig sogarpositiv auf manche Bereiche der Umweltpolitik auswirken könnte, zerstört die fortschreitende Verbauung des Landes den Lebensraum vieler Tierarten.

Wien. – Angesichts des heutigen Weltumwelttags mahnt der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, vor dem fortschreitenden Verlust an Boden und gleichzeitig vor der Zuspitzung der Umweltkrise durch Bodenverbrauch, Ressourcenschwund und dem Biodiversitätsverlust. Die Therapie in diesem Zusammenhang sei langwierig, der Erfolg nicht vielversprechend. Man müsse jetzt handeln, fordert Weinberger.

Gefahren durch Verbauung

Dabei sollte uns die Erfahrung der Corona-Krise Mut machen: „Nötige Veränderungen und Maßnahmen zum Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität werden ebenfalls alle Lebensbereiche betreffen, aber keineswegs so dramatische Einschnitte bringen wie die Corona-Maßnahmen, die in hohem Maße akzeptiert werden. Beginnen wir mit dem Schutz unserer Lebensgrundlage, dem brennendsten Umweltproblem Österreichs”, so Weinberger.

In einer Aussendung nannte er die drei größten Gefahren durch den Flächenverbrauch, nämlich die Senkung des Selbstversorgungsgrades, die negativen Auswirkungen auf Österreich als Tourismusland, und den Rückgang der Artenvielfalt.

Mehrheit will keine weitere Verbauung

Durch die Verbaaung von Flächen würde der Selbstversorgungsgrad Tag für Tag sinken und Österreich durch Importe zunehmend verletzbar, betont Weinberger. „Beim Brotgetreide haben wir mittlerweile nur noch einen Selbstversorgungsgrad von 87 %, bei Spargel von 49 % und bei Erdbeeren von 35 %”, heißt es dazu in der Aussendung. Der Boden sei aber essentiell für die Lebensmittelproduktion, das hätte auch die Coronavirus-Krise deutlich gezeigt. „Von Beton kann man nicht abbeißen.”

Aber auch die Kulturlandschaft und somit das Tourismusland Österreich leide unter etwa dem Baggerschaufeln. Laut einer market-Umfrage kritisieren 4 von 5 Österreichern die „Verschandelung” Österreichs und wollen keine weitere Verbauung. Durch diese nimmt auch die Artenvielfalt ab. So leben rund 1,5 Millionen Regenwürmer in einem Hektar Boden. Pro Tag werde also die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Regenwürmern zubetoniert, kritisiert Weinberger.

„Es gibt keine zweite Chance”

„Faktum ist: Wir brauchen den Boden zum Leben wie die Luft zum Atmen. Der Boden ist die Haut der Erde, und weder Erde noch Mensch sind ohne Haut überlebensfähig”. Wir bräuchten daher einen Wandel hin zu einem „intelligenteren Wirtschaftsdenken”, erklärt Weinberger. Der Wohlstand einer Volkswirtschaft sei nicht nur an der Kennzahl des Bruttoinlandsprodukts, sondern auch am Erhalt seines Naturkapitals wie Boden, Luft oder Wasser zu beurteilen. Auch das Humankapital gehöre als Messgröße in die Beurteilung miteinbezogen. „Diese Lehren müssen wir ziehen und diese Chance müssen wir für unsere nachfolgenden Generationen nützen – eine zweite gibt es nich”, appelliert Weinberger anlässlich des heutigen Weltumwelttages.


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Gesellschaft

Fall Lübcke: Deutschlandweite Razzien wegen Hasspostings

Joshua Hahn

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Am Donnerstag gab es in insgesamt 12 Bundesländern Razzien wegen mutmaßlicher „Hasskommentare“ in Bezug auf den ermordeten Politiker Walter Lübcke (CDU).

Frankfurt am Main. – Wie die „Tagesschau“ berichtet, werden die vernommenen Personen verdächtigt, „strafrechtlich relevante Äußerungen zum Nachteil“ des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke getätigt zu haben. In 12 Bundesländern wurden 40 Männer und Frauen vernommen. Bei den anschließenden Hausdurchsuchungen wurden unter anderem Computer und Laptops von Verdächtigen beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern offenbar bereits seit dem Jahr 2019 an und gehen ursprünglich vom Hessischen Landeskriminalamt aus. Über die Zeit habe man Kommentare „gesichert“. In diesen sollen die Verdächtigen unter anderem zu Straftaten aufgefordert haben.

Verdächtigen drohen Freiheitsstrafen

Sollte es zu Verurteilungen kommen, drohen den Personen Geld- und Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich laut der „Süddeutschen Zeitung“ überzeugt von der Sinnhaftigkeit der Razzien: „Das deutliche Signal der Maßnahmen lautet: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum!“ Sowohl „menschenverachtende Äußerungen“ als auch „fremdenfeindliche und antisemitische Hetze“ im Internet müssten gleich geahndet werden wie in der „analogen Welt“, betonte der SPD-Politiker.

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Gesellschaft

Urteil gegen „Liebig34”: Linksradikale müssen besetztes Haus räumen

Joshua Hahn

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Der Rechtsstreit dauert bereits seit dem Vorjahr an und wurde von Ausschreitungen der Antifa überschattet.

Berlin. – Die anliegende Rigaer Straße ist bekannt für  die von Linksradikalen und Linksextremisten besetzten Häuser. Zum erweiterten Umfeld dieser Häuser zählt auch das „Projekt Liebig 34“, welches sich mit Adresse in der Liebigstraße in einem Eckhaus zur berüchtigten „Rigaer” befindet. Dieses muss nun geräumt werden.

Mietvertrag lief aus – Besetzer blieben einfach

Ursprünglich hatten die Initiatoren der „anarcha-queer-feministischen“ Wohngemeinschaft einen Mietvertrag mit dem Eigentümer des Hauses. Dieser lief im Jahr 2018 aus. Da sich jedoch sämtliche Bewohner weigerten, auszuziehen, zog der Vermieter vor Gericht – mit Erfolg. Wie unter anderem die Welt berichtet, gab das Landesgericht jetzt der Räumungsklage statt.

Zudem müssen die rund 20.000 Euro Mietschulden abbezahlt werden. Wie bereits beim Prozessauftakt gab es auch im Vorfeld der Verhandlung Übergriffe aus dem gewaltbereiten Antifa-Milieu.

Auto von Anwalt mit Säure übergossen

Mutmaßliche Linksextremisten verübten unlängst einen Anschlag auf das Auto des Anwalts vom Kläger, indem sie dieses mit Buttersäure übergossen. In einem mutmaßlichen Bekennerschreiben auf einer einschlägigen linksextremen Plattform wurde vom Anwalt als dem Vertreter „eines der größten Immoarschlöcher der Stadt“ gesprochen.

Bereits beim Prozessauftakt kam es zu Ausschreitungen im Landgericht. Die Verhandlung wurde anschließend ins Kriminalgericht verlegt, um Sicherheit gewährleisten zu können.

Das Viertel um die Rigaer Straße ist bekannt für linksautonome Umtriebe. In der jüngeren Vergangenheit wurden dort mehrfach Polizisten attackiert und teils gezielt verletzt. – Die Tagesstimme berichtete regelmäßig über diese Übergriffe.

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