Bundestag hebt Immunität von AfD-Fraktionschef Gauland auf

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wirft dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland Steuerhinterziehung vor.  Die AfD hält die Ermittlungen für „ungerechtfertigt und unverhältnismäßig“.

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<p>Alexander Gauland: By Olaf Kosinsky [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Landtagsprojekt_Brandenburg_Plenum_by_Olaf_Kosinsky-33.jpg">from Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Alexander Gauland: By Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Am Donnerstag hat der Bundestag die Immunität des AfD-Abgeordneten Alexander Gauland aufgehoben. Laut Bericht der „Tagesschau“ wirft die Staatsanwaltschaft dem AfD-Politiker Steuerhinterziehung im privaten Bereich vor. Bereits seit Mitte März des letzten Jahres laufen die Ermittlungen. Sämtliche Fraktionen des Bundestags außer der AfD stimmten nun für die Aufhebung der Immunität.

Gauland selbst gab gegenüber mehreren Medien an, dass der Ermittlungsgrund ein möglicher Fehler bei der Geldanlage sei. 

Enthüllungen über die ÖVP

Hausdurchsuchungen in mehreren Immobilien

Bereits kurz nach der Abstimmung gab es mehrere Hausdurchsuchungen. Durchsucht wurden laut „Focus“-Bericht ein Wohnhaus in Potsdam sowie eine weitere Wohnadresse in Frankfurt am Main. 

Die AfD-Fraktion hält die Ermittlungen laut Angaben des Fraktionssprecher Christian Lüth für „ungerechtfertigt und unverhältnismäßig“. Man könne davon ausgehen, dass man es mit „politisch motivierten Handlungen“ zu tun habe. Lüth gab außerdem an, dass er davon überzeugt sei, dass die Maßnahmen vor allem dazu dienen sollten, „der AfD mit diesen Vorwürfen zu schaden“. 

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