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Brexit

Jetzt ist Großbritannien raus aus der EU

Vor dem Parlament in London feierten gestern mehrere Tausend Menschen den Austritt aus der Europäischen Union.

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<p>Bild: Demonstranten im Londoner Stadtbezirk Westminster / Bild: ChiralJon [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brexit_Protestors_Westminster.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Demonstranten im Londoner Stadtbezirk Westminster / Bild: ChiralJon [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

London. – Seit genau zehn Stunden ist Großbritannien kein EU-Mitglied mehr. 47 Jahre nach dem Eintritt in die Union und dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum sind die Briten aus der EU ausgetreten. Damit ist erstmals in der Geschichte der Europäischen Union ein Mitgliedsland aus der Staatengemeinschaft ausgeschieden. Nun zeichnen sich harte Verhandlungen über künftige Beziehungen ab.

Johnson sieht Brexit als „Anfang“

Bis in die Nacht auf Samstag hinein feierten mehr als 5.000 Brexit-Befürworter vor dem Parlament in London den Abschied aus der Union. Indes wurden bereits am Freitagnachmittag am Gebäude des Europäischen Rats in Brüssel sowie an den beiden Sitzen des EU-Parlaments in Brüssel und Straßburg die britischen Flaggen eingeholt. Für Premier Boris Johnson, der sich in einem Video an die Bevölkerung richtete, sei das aber kein Ende, sondern ein Anfang. „Das ist der Moment, wenn das Morgengrauen anbricht und der Vorhang für einen neuen Akt aufgeht. (…) Trotz aller Stärken und bewundernswerter Qualitäten hat sich die EU in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr zu diesem Land passt. Zu diesem Schluss ist die Bevölkerung gekommen“, so Johnson.

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Übergangsphase und wichtige Verhandlungen

Nun beginnt aber eine Übergangsphase bis zum Jahresende, in der über die künftigen Beziehungen verhandelt wird. Bis dahin bleibt Großbritannien noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. So lange haben beide Seiten Zeit, sich zu einigen, sonst droht wieder ein harter Bruch mit schweren Folgen für die Wirtschaft. Die Frist ist allerdings sehr knapp bemessen. Theoretisch könnte die Übergangsphase auch bis 2022 verlängert werden. Diese Verlängerungsoption lehnte Premier Johnson aber bereits kategorisch ab. Er will mit der EU ein Freihandelsabkommen nach dem Vorbild Kanadas aushandeln und damit die Notwendigkeit von Zöllen und mengenmäßigen Beschränkungen weitgehend eliminieren.

Am 23. Juni 2016 entschieden sich 52 Prozent der Briten für den EU-Ausstieg – ursprünglich wollte man schon im Frühling 2019 ausscheiden, letztendlich wurde der Termin mehrmals auf den 31. Jänner 2020 verschoben.

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