Verbinde Dich mit uns

Welt

Frankreich: Islamisten übernehmen immer mehr Stadtviertel

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Muslimische Frauen am Champs-Elysées): zoetnet via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Derzeit sorgt ein Sammelband des renommierten Pariser Islam-Experten Bernard Rougier für Aufsehen. Er dokumentiert darin, wie Islamisten immer mehr Wohnviertel unter ihre Kontrolle bringen.

Paris. – Wie die FAZ berichtet, führt Rougier, der Orientalistik an der berühmten Sorbonne lehrt, auf über 350 Seiten zahlreiche Belege über die „eroberten Territorien des Islamismus” ins Feld. Dabei schildert er die Vorgehensweise der religiösen Extremisten minutiös, zeichnet die Entstehung ganzer migrantischer Paralleluniversen auf, in denen die Regeln der Demokratie nicht mehr gelten.

Umfassende Feldforschung von Rougier

Über vier Jahre lang forschte Rougier laut Deutschlandfunk im Feld über die Gegengesellschaften in diversen Stadtvierteln, in denen ein „salafistisches Verständnis von einem Gott, der ungeteilte Aufmerksamkeit und die ganze Hingabe des Gläubigen fordert”. Zur Erforschung schickte er Studenten mit Migrationshintergrund aus dem islamischen Kulturkreis in die zu untersuchenden Viertel und ließ sie am täglichen Leben teilnehmen.

In den genannten Vierteln finden Predigten und Koranstunden mittlerweile teils auf Arabisch statt, es gibt islamische Bibliotheken. In den sozialen Medien ihrer Moscheen legen die Bewohner ihre Ansichten über die französische Gesellschaft offen. Rougiers Fazit: Es habe sich dort ein „umfassendes islamisches Ökosystem” entwickelt. In diesem gelten autochthone Franzosen prinzipiell als „Eindringlinge”.

Pakt zwischen linken Parteien und Islamisten

Diese Enthüllungen bestätigen, wovor Lehrer aus der Banlieue bereits in den 90ern warnten. Trotzdem galt die Debatte aus Sorge vor Wahlerfolgen rechter Parteien lange als Tabu. Aber die Recherchen legen auch andere brisante Seilschaften offen – denn in diversen französischen Städten bildete sich in den letzten Jahren eine Art Bündnis zwischen Islamisten und weit links stehenden Fraktionen. Die einen erhalten Posten und Mitspracherecht – die anderen bekommen Wählerstimmen.

Als Beispiel nennt er den Fall der Pariser Vorstadt Aubervilliers. Die 80.000-Seelen-Stadt nördlich der Hauptstadt galt bereits in der Vergangenheit als kommunistische Hochburg – ehe sie ihre Vormacht 2008 nach über 60 Jahren einbüßten. Nun sind sie zurück – in Form der Bürgermeisterin Meriem Derkaoui, die algerische Vorfahren hat. Sie kritisierte Rougiers Buch scharf – dessen Einschätzung nach, weil er aufgedeckt habe, dass Kommunisten und Salafisten im Ort gemeinsame Sache machen würden.

Salafismus in Vierteln quasi alternativlos

Diese Pakte seien, so Rougier, ein Tabuthema in Frankreich: „Die französische Gesellschaft ist krank. Sie ist so zerrissen, dass wir uns nicht einmal auf die Diagnose verständigen können.“ Die Übernahme der migrantisch geprägten Viertel wiederum beginne mit der Anweisung, sich von sogenannten Ungläubigen abzugrenzen. Danach beginnt ein Leben der Gebote und Verbote, nach besonders strenger Koranauslegung. In Moscheen warnen Imame sogar vor öffentlichen Kindergärten – die Kleinen könnten ja „verdorben” werden.

Die Islamisten schaffen sich – auch im Angebot der islamischen Buchhandlungen – ein weites Deutungsmonopol. Es entstehe der Eindruck bei den Betroffenen, dass es „keine Alternative zur salafistischen Vision” gäbe. Männer und Frauen dürfen sich die Hand nicht geben, Musik ist verboten, Nacktduschen beim Sport und im Gefängnis ebenfalls. Allmählich werden dann alle Teile der Mehrheitsgesellschaft zurückgewiesen. Wie durchdringend der Befund ist, zeigte kürzlich ein Papier des Inlandesgeheimdienstes DGSI auf: demnach soll es bereits 150 solcher von Islamisten geprägten No-Go-Zonen geben.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    3. Februar 2020 at 17:15

    Und auch die Masse der Franzosen ist weiter im Tiefschlaf versunken.
    Und das ganz ohne Nazi-Vergangenheit als warnendes Schreckgespenst.
    Linke Helfershelfer dienen als Mittel zum Zweck.
    Werden sie aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht mehr benötigt, erhalten sie ihren verdienten „Lohn”. Man liebt den Verrat, aber nicht die Verräter. Das gilt für alle Gruppen.

  2. Avatar

    Henriette

    3. Februar 2020 at 21:03

    Jetzt wissen wir, warum Ludwig XVI. sterben mußte. Nur deshalb konnte es soweit kommen!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Welt

Afghanistan: USA wollen Abkommen mit Taliban unterzeichnen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Wie unter anderem die „Deutsche Welle“ berichtet, wollen die USA die derzeit rund 12.000 eingesetzten Soldaten auf etwa 8.600 reduzieren, sollte das Abkommen ratifiziert werden.

Doha. – Das geplante Abkommen mit den Taliban soll zur Schlichtung des Konflikts in Afghanistan beitragen. Sollte es verabschiedet werden, wollen die USA Teile ihrer Truppen abziehen.

Teilweiser Truppenabzug

Voraussetzung dafür ist, dass sich die Taliban für Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul einsetzen. Diese sollen sicherstellen, dass das Land „kein sicherer Hafen“ mehr für Terrorismus sein wird. Als weitere Bedingung forderte die amerikanische Regierung eine sieben Tage anhaltende „Gewaltreduzierung“, welche offenbar von beiden Seiten eingehalten wurde.

Trump: „Machen erhebliche Fortschritte“

US-Präsident Donald Trump gab an, dass man „erhebliche Fortschritte“ bei der Lösung des Konflikts mache. Er habe dem Volk versprochen „dass ich damit beginnen würde, unsere Truppen nach Hause zu bringen und zu versuchen, diesen Krieg zu beenden“. Die Unterzeichnung soll bereits an diesem Samstag in Doha im Emirat Katar stattfinden. Der US-Außenminister Mike Pompeo werde an der Zeremonie teilnehmen, sagte Trump. Laut Bericht des „Focus“ solle es anschließend eine gemeinsame Erklärung der afghanischen Regierung und des US-Verteidigungsministers Mark Esper geben.

Bereits im August 2019 hatte ein Abkommen verabschiedet werden sollen. Nach einem Angriff der Taliban auf US-Soldaten wurden die Verhandlungen jedoch von US-Präsident Trump abgebrochen.

 

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Welt

Lage spitzt sich zu: Erdogan öffnet Grenzen zu Europa

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Nach den jüngsten Angriffen auf syrische Truppen spitzt sich die Lage in Nordsyrien weiter zu. Es droht eine neue Migrationswelle, die Mitteleuropa erreichen könnte.

Idlib/Ankara. – Am Donnerstagabend hat die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen „hochgrangigen Verantwortlichen” gemeldet, dass die Türkei keine Flüchtlinge aufhalten werde, sollte es zu einer Massenflucht aus der syrischen Rebellenhochburg Idlib in die Türkei kommen. Weder der Land- noch der Seeweg, auf dem die syrischen Flüchltinge in Richtung Europa reisen könnten, würden blockiert werden. Es ist möglich, dass man mit dieser Nachricht die Furcht der Europäer vor einer neuen Massenflucht als Druckmittel nutzten möchte, um den Westen zu einem politischen Eingreifen in der Idlib-Krise zu bewegen.

Türkei stellte Ultimatum

Die Lage in Idlib ist am Donnerstag eskaliert. Wie die Nachrichtenagentur APA meldet, starben türkischen Angaben zufolge bei einem syrischen Luftangriff  mindestens 29 Soldaten, die dort als offizielle Beobachter stationiert waren und die Einhaltung der Waffenruhe einhalten sollten. Bereits seit einigen Wochen kommt es zwischen türkischen und syrischen Truppen immer wieder zu Zusammenstößen. Wie die Welt berichtet, kamen dabei insgesamt rund 20 türkische Soldaten und eine unbekannte Anzahl syrischer Soldaten ums Leben.

Unbestätigten Berichten zufolge waren an einigen dieser Zusammenstöße auch russische Einheiten beteiligt. Die von Russland unterstützten Truppen des Assad-Regimes sind seit einigen Wochen in der Region auf dem Vormarsch. Die Türkei wiederum hat der syrischen Regierung bis Ende Februar ein Ultimatum gestellt, um die Offensive in Idlib zu beenden und andernfalls mit einem Militäreinsatz gedroht.

Wir können die Flüchtlinge nicht mehr aufhalten”

Der Sprecher der regierenden AKP, Ömer Celik, sagte am späten Donnerstagabend im türkischen Fernsehen, die NATO müsse an der Seite der Türkei stehen. An Syrien richtete Celik eine Drohung: „Das Mörder-Regime und alle, die es ermutigen, werden für diesen Verrat teuer bezahlen.” Zudem kündigte er kaum verhohlen an, den Flüchtlingen die Grenzen zu öffnen. „Unsere Flüchtlingspolitik ist dieselbe, aber hier haben wir eine Situation. Wir können die Flüchtlinge nicht mehr aufhalten”, sagte er. Damit bestätigte er indirekt die Reuters-Meldung.

Indes rief NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Konfliktparteien in Nordwestsyrien zur Deeskalation auf. Sie müssten die „gefährliche Lage” entschärfen und eine weitere Verschlimmerung der „schrecklichen humanitären Lage” in der Region vermeiden, erklärte Stoltenberg nach Angaben seiner Sprecherin Oana Lungescu.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Welt

Volkmarsen: Opferzahl auf 52 gestiegen

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt teilte nun mit, dass der 29-jährige Tatverdächtige, der gestern in Volkmarsen in eine Menschenmenge raste, nicht alkoholisiert war. Die Ermittlungen laufen weiter „auf Hochtouren”.

Volkmarsen/Kassel. – In Volkmarsen in Nordhessen ist ein Autofahrer in einen Rosenmontagsumzug gefahren und hat dabei 52 Menschen verletzt. Die Behörden gehen dabei von Vorsatz aus und sprechen von einem „versuchten Tötungsdelikt”. Der 29-jährige deutsche Staatsbürger stammt selbst aus dem Ort und war der Polizei bereits bekannt.

Hintergründe immer noch unklar

Von den 52 Verletzten befanden sich noch 35 in stationärer Behandlung, wie die Polizei in Kassel am Dienstagmorgen mitteilte. 17 weitere Menschen wurden demnach ambulant behandelt und konnten das Krankenhaus verlassen. Laut Ermittlern sind auch 18 Kinder unter den Verletzten. Die Hintergründe zu der Tat sind allerding immer noch unklar. Am Montagabend schrieb die Polizei Nordhessen auf Twitter „aufgrund vermehrter Nachfragen”, ihr lägen „keine konkreten Hinweise auf eine anhaltende Gefährdung” vor. „Wir ermitteln in alle Richtungen”, sagte der Sprecher der Behörde, Alexander Badle. Über den Zustand des Fahrers und zur Frage, ob dieser am Dienstag vernehmungsfähig sei, wollte Badle keine Auskunft geben.

Nach ersten Erkenntnissen war der Fahrer den Behörden nicht als Extremist bekannt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montagabend aus Sicherheitskreisen. Allerdings war er der Polizei nach dpa-Informationen in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen.

Zweite Festnahme wegen „Gaffervideos”

Nach dem Vorfall beim Umzug in Volkmarsen hatte die Polizei auch einen zweiten Mann festgenommen. Zunächst war noch unklar, was es mit der Festnahme auf sich hatte. Mittlerweile wurde bekannt, dass der Mann deshalb festgenommen wurde, weil er ein Gaffervideo gefilmt haben soll, wie ein Sprecher sagte. Gegen den Festgenommenen werde wegen „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen” ermittelt. Ob es eine Verbindung zu der Tat des Verdächtigen gebe, sei gegenwärtig Teil der Ermittlungen.

Zudem warnte die Polizei Nordhessen am Montagabend auf Twitter vor dem Verbreiten angeblicher Fotos des Täters. „Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter. Teilen Sie keine Falschnachrichten!“, hieß es in dem Tweet. Dazu stellte sie ein Bild, auf dem mehrere Menschen zu sehen sind, die neben einem Auto stehen. Ihre Gesichter wurden unkenntlich gemacht.

Weiters teilte die Polizei Nordhessen via Twitter mit, dass sie die Veranstalter „sensibilisiere”, ihre Sicherheitskonzepte zu prüfen, auch wenn es derzeit „keine Hinweise darauf gibt, dass sich die Gefährdungslage nach Volkmarsen erhöht hat”. Gleichzeitig wird die polizeiliche Präsenz noch einmal geprüft und lagegepasst erhöht, wie es weiters in einer Pressemitteilung von Dienstagvormittag hieß.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Werbung

Beliebt