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BAMF

Eigenes Fehlverhalten häufigster Grund für Entzug des Asylstatus

Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fallen die Schutztitel von Migranten mit Asylstatus deutlich häufiger aufgrund von eigenem Fehlverhalten weg, als wegen Entfalls der Fluchtgründe. 

2 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild (Migrationsströme 2015): Joachim Seidler / photog_at via <a href="https://www.flickr.com/photos/67820677@N07/21152490761">FFlickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Migrationsströme 2015): Joachim Seidler / photog_at via FFlickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Zum Fehlverhalten werden beispielsweise Straftaten sowie Reisen ins Heimatland gezählt.  Im vergangenen Jahr hat das BAMF der Welt zufolge den Status von rund 170.000 anerkannten Asylbewerbern überprüft. Etwa drei Prozent von ihnen wurde anschließend der Schutztitel entzogen.

Asylstatus-Verlust wegen Fehlverhaltens

Grund für den Entzug waren vor allem die Migranten selbst. In den meisten Fällen fielen diese durch ihr Fehlverhalten auf – Bei ihnen ließ sich aufgrund von „individuelle[n] Umstände[n] die Aufrechterhaltung des asylrechtlichen Schutzes nicht mehr rechtfertigen“. Die Hinweise für das Fehlverhalten habe das BAMF überwiegend von den Sicherheits- und Ausländerbehörden erhalten. 

Straftaten und Reisen ins Herkunftsland

Als konkrete Gründe werden beispielsweise die „Täuschung über die Identität“ oder andere begangene Straftaten angegeben. Teilweise verloren die Migranten auch ihre jeweiligen Schutztitel, weil sie die Länder bereisten, aus welchen sie zuvor angeblich flüchteten. Der Großteil der Asylbewerber, denen der Status entzogen wurde, wird bis auf Weiteres vermutlich trotzdem auf bundesdeutschem Boden verweilen.

Dies lässt auch die bisherige Abschiebepraxis vermuten. Derzeit leben etwa 50.000 Migranten alleine aus Afghanistan, Eritrea und Iraker in Deutschland, die nach geltendem Recht eigentlich das Land verlassen müssten. Wie selten dies geschieht, zeigt sich am afghanischen Beispiel – im Vorjahr gab es laut Regierung nur 361 Abschiebungen dorthin.

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