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Marburg

Linke Studentengruppen fordern Verbot von Islam-Vortrag

Die Islam-Expertin Susanne Schröter soll am Mittwoch einen Vortrag zum politischen Islam an der Marburger Uni halten – nicht zur Freude linksgerichteter Studentengruppen.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild (Schröter 2014): Dontworry via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Roemerberggespraeche-april-2014-susanne-schroeter-ffm-759.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Schröter 2014): Dontworry via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Marburg/Lahn. – An der traditionsreichen Philipps-Universität in Marburg sprachen über die Jahrhunderte bereits Redner der unterschiedlichsten Denkrichtungen. Dass sich auch Schröter in diese illustre Liste einreiht, wollen nun der SDS, die Linke, der Vorstand des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) und dessen Autonomes Schwulenreferat mit einem Aufruf verhindern. Das berichtete die Junge Freiheit am Montag.

„Populismus und rassistische Pauschalurteile“

Darin zweifeln die Studentengruppen die Wissenschaftlichkeit des Vortrags an. Man denke nicht, dass dieser eine sachliche Abhandlung würde. Vielmehr befürchte man, dass „der Vortrag von Populismus und rassistischen Pauschalurteilen“ geürägt sein würde. Die Studentengruppen werfen der Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam in Frankfurt vor, vermeintlich antimuslimische oder rassistische Veranstaltungen organisiert zu haben.

Die Kritik dürfte sich dabei auch auf ihr Umfeld beziehen. Denn Schröter gehört zu den Personen, welche hinter der „Initiative säkulärer Islam“ stehen. Weitere Mitglieder derselben sind der bekannte Islamkritiker Hamad Abdel-Samad sowie der Islamismus-Experte Ahmad Mansour, der dem Islam vor zwei Jahren eine Mitverantwortung für die Zunahme religiösen Mobbings attestiert hatte.

Frankfurt: Wirbel um Schröter-Veranstaltung im Vorjahr

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Auftritt von Schröter im universitären bereich von Protesten begleitet wird. Im Vorjahr organisierte Schröter an der Frankfurter Goethe-Universität eine Podiumsdiskussion zum Thema Kopftuch im Islam. Daraufhin kam es ebenfalls zu Protesten gegen die Forscherin, linke Studenten forderten damals ihre Entlassung aufgrund angeblicher „anti-muslimischer Ressentiments“ – Die Tagesstimme berichtete. Schröter agiert in der Mainmetropole seit 2008 als Professorin für Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen“.

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