Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Lachen fürs Klima: Komiker wollen bei ‚Comedy for Future’ Geld sammeln

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Der Komiker Atze Schröder während eines Auftritts im Jahr 2018. Bild: Sven Mandel [CC BY-SA] [Bild zugeschnitten]

Nun hat die Debatte um den Klimawandel auch die Comedy-Szene erreicht. 17 namhafte deutsche Komiker wollen bei einer Veranstaltung auftreten, deren Erlös in Klimaschutzprojekte fließen soll.

Köln. – Die Künstler, allesamt bekannt aus Film und Fernsehen, haben angekündigt, bei einem Event mit dem Namen ‚Comedy for Future’ auftreten zu wollen. Dabei wollen sich die Komiker je einem der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) widmen. Die Einnahmen der Veranstaltung gehen an Projekte, die sich für diese UN-Ziele einsetzen.

Schröder: „Gesellschaftspolitische Verantwortung”

Im Fall von Atze Schröder ist das etwa das Migrationsthema, sein Beitrag behandelt voraussichtlich die Asylkrise am 2015 humoristisch. Seine Meldung für die Aktion kommentiert er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa damit, dass Comedians eine „gesellschaftspolitische Verantwortung” hätten. Weil man selber „mit dem Arsch in der Butter” hänge, sehe man sich in der Pflicht, etwas zurückzugeben, so Schröder weiter.

Wie der Tagesspiegel berichtet, verzichten die Künstler auf eine Gage. Zu ihnen gehören unter anderem Jaqueline Feldmann, Matze Knop, Markus Krebs, Benaissa Lamroubal, Tobias Mann, Michael Mittermeier oder Olaf Schubert. Einige von ihnen sind dafür bekannt, sich zu aktuellen Themen einzubringen, Lamroumbal und Mittermeier setzten sich am Höhepunkt der Asylkrise für Migranten ein, Letzterer erntete dafür teils herbe Kritik.

Klima: Humor soll Bewusstsein prägen

Auch im vorliegenden Fall steht die Sensibilisierung im Vordergrund. Wie Atze Schröder weiter ausführt, sei die Veranstaltung nämlich eine „gute Möglichkeit, um sowohl Stellung zu beziehen, als auch zu unterstützen”. Sein Ziel und das seiner Kollegen sei es, auch Denkanstöße zu liefern, „wo dem ein oder anderen dann doch das Lachen im Hals stecken bleibt”, so Schröder.

Ein Mitinitiator der Aktion ist der TV-Produzent Wolfgang Link. Der Geschäftsführer des ProSiebenSat.1 Media-Konzerns sieht Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Co bereits seit den 90ern als „Herzensangelegenheit”. Im Humor sieht er „eines der besten Vehikel”, diese Themen im Bewusstsein der Menschen zu platzieren.

Auch kritische Stimmen im Kabarett

Gleichzeitig sind es auch Teile der Kabarettszene, welche die Dauerpräsenz des Klimathemas zunehmend aufs Korn nehmen. So sorgte etwa das ARD-Humor-Urgestein Dieter Nuhr für wochenlange Diskussionen, weil er Witze über die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg machte. Angesichts des überbordenden Gegenwindes sah Nuhr daraufhin die Meinungsfreiheit in Gefahr – Die Tagesstimme berichtete.

Somoncu: Thunberg „gar kein so weiches Ziel”

Die einseitige Debatte ärgert auch den türkischstämmigen Kabarettisten Serdar Somoncu. Dieser ist laut Junge Freiheit Ansicht, dass Menschen wie Thunberg auch Kritik aushalten müssten. In einem Interview betonte er, diese sei „gar kein so weiches Ziel”, er wehre sich gegen „die Oberflächlichkeit, die durch die Figur Greta Thunberg repräsentiert” werde.

Mit Nuhr ist er solidarisch: Dieser habe „das Recht anderer Meinung zu sein als sein Publikum, ohne verunglimpft zu werden”, das „Gelaber” darüber sei „schrecklich”. Es brauche mehr Kenntnis im Kampf gegen das Klimaproblem als nur Sympathie für eine 17-Jährige: „Da hapert’s bei vielen”.


Weiterlesen:

Kabarettist Dieter Nuhr sieht Meinungsfreiheit bedroht (14.12.2019)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Gerard Frederick

    5. Februar 2020 at 14:12

    Diese Wesen welche hier fehlerhaft als ¨Künstler¨ tituliert werden sind so politisch korrekt dass es einem ankotzt.

  2. Avatar

    Reiner07

    6. Februar 2020 at 10:51

    Schön, dass man auch über die Selbstüberschätzung der komischen „Gesellschaftsverantwortung” lachen kann. Was GLAUBEN diese Menschen eigentlich? Wird man in China, Indien, oder den USA irgend etwas ändern, weil sie Geld sammeln fürs Klima? Übrigens ein Klima, das sich noch niemals nicht änderte und von dem kein Mensch mit Hirn und Verstand vorhersagen kann, wie es im kommenden Jahr sein wird. Diese Komiker haben offenbar die Geschichte von Don Quichote nicht begriffen. Also lachen wir sie einfach aus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Fall Marcus H.: Opfer starb nach Schlägen – Syrer erhält nur Bewährungsstrafe

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Er war wütend, deshalb schlug er zu. Das gestand Sabri H. vor Gericht. Ins Gefängnis muss er trotzdem nicht.

Magdeburg/Wittenberg. – Am Donnerstag ist der Syrer Sabri H. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Weil der Angeklagte behauptet, zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt gewesen zu sein, fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 „Ich war wütend, deshalb habe ich zugeschlagen”

Es geschah im Jahr 2017 vor einem Einkaufszentrum in Wittenberg. An diesem Tag versetzte der Syrer dem 30-jährigen Deutschen Marcus H. mehrere Faustschläge. Dieser schlug daraufhin mit dem Hinterkopf am Asphalt auf und verstarb später an seinen Verletzungen. Wie die BILD berichtet, legte der Angeklagte am letzten Verhandlungstag nun ein Geständnis ab. „Ich war wütend, deshalb habe ich zugeschlagen“, sagte Sabri H. vor Gericht aus.

Dass es überhaupt zu einem Prozess kam, war nicht von Anfang an klar. Kurz nach der Tat hatte die Staatsanwaltschaft Dessau noch von Notwehr gesprochen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten jedoch ein ganz klar anderes Bild. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg brachte den Fall schließlich vor Gericht und klagte Sabri H. wegen Körperverletzung mit Todesfolge an.

 „Er hat im Gerichtssaal mehrfach gelacht”

Karsten H., Vater des Opfers und Nebenkläger in diesem Fall, zeigte sich sehr enttäuscht über das am Donnerstag gefällte Urteil. „Er hat meinen Sohn getötet, zugegeben, dass er aus Wut handelte, aber dafür hat er nicht einen einzigen Tag in Haft gesessen. Er hat im Gerichtssaal mehrfach gelacht. Er lebt sein Leben weiter, als wäre nichts geschehen“, sagte er der BILD.


Mehr Details zu diesem Fall findet man auf der Homepage von Ein Prozent. Das patriotische Bürgernetzwerk hat den Fall seit Beginn verfolgt und unterstützt Karsten H. Ein-Prozent-Leiter Philip Stein spricht von einem „Skandalurteil”. Hier lesen: „Skandalurteil: Täter im Fall Marcus H. kommt davon”

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Rizin-Bombe gebaut: 10 Jahre Haft für Islamisten

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Er wollte in Deutschland einen Sprengstoffanschlag mit dem Kampfstoff Rizin verüben. Nun wurde der Tunesier Sief Allah H. zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Düsseldorf. – Im Jahr 2018 wurde der Islamist gemeinsam mit seiner Frau von Spezialkräften der Polizei festgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten Utensilien zum Bombenbau sowie des Giftstoffs Rizin. Das Gericht verurteilte den Tunesier nun laut „n‑tv“ zu zehn Jahren Haft wegen der Herstellung einer Biowaffe sowie der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Die Verteidigung hatte zuvor ein Maximalstrafmaß von acht Jahren gefordert. Eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft betonte, dass es das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sei, dass wegen der Planung eines Attentats mit einem biologischen Kampfstoff verhandelt wurde.

Täter bestritt Anschlagspläne

Vor Gericht bestritt der Tunesier, welcher 2016 nach Deutschland kam, die Pläne. Mit den Utensilien habe er lediglich für seine künftige Zeit beim „Islamischen Staat“ üben wollen. Einen konkreten Anschlagsplan habe er jedoch nicht verfolgt. Vor Gericht sagte er außerdem, dass der Dschihad nicht barbarisch sei – „er ist im Islam eine Pflicht“. Wie die „Bild“ berichtet, wurde im Vorfeld der Verhandlung das Verfahren gegen seine Ehefrau Yasmin abgetrennt, weil das Gericht ihren Verteidigern Prozessverschleppung vorwarf.

Vor Gericht erklärte ein BKA-Beamter, man hätte mit Hilfe der fertiggestellten Bio-Waffe im schlimmsten Fall bis zu 13.500 Menschen umbringen können.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Wegen Coronavirus: NRW entlässt Häftlinge vorzeitig

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Konkret sollen Häftlinge entlassen werden, wenn sie eine Strafe unter 18 Monaten verbüßen müssen.

Düsseldorf. – Aus Sorge vor einem Krankheitsausbruch des neuartigen Coronavirus in Gefängnissen will Nordrhein-Westfalen Häftlinge früher entlassen.

Freie Zellen benötigt

Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, erklärte der Justizminister Peter Biesenbach (CDU), dass man bis zu 1.000 freie Zellen benötige. Man brauche die Kapazitäten, um gegebenenfalls auch innerhalb der Gefängnisse Quarantänezonen errichten zu können. Die Insassen, welche weniger als eineinhalb Jahre Haft verbüßen müssen, sollen deshalb vorzeitig entlassen werden, sollten die Strafe regulär bis Ende Juli auslaufen. Durch diese Maßnahme soll nun Platz geschaffen werden.

Keine Entlassung für Schwerverbrecher

Für Sexual- und andere Schwerverbrecher gelte diese Regel jedoch nicht. Ausgenommen sind außerdem flüchtige Häftlinge, welche beispielsweise aus einem Hafturlaub nicht freiwillig zurückkehrten. Wie die „Bild“ berichtet, stellte der Justizminister zudem klar: „Es gibt keinen Corona-Rabatt für Straftäter. Alle Bundesländer arbeiten an vergleichbaren Regelungen“.

Laut „Focus“ gibt es bis jetzt keinen einzigen bestätigten Virusfall in Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sind dort 16.000 Personen inhaftiert.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Werbung

Beliebt