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Gesellschaft

Jena: Brandanschlag auf Burschenschaft Germania

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Eines der Fahrzeuge am Grundstück der Burschenschaft steht in Flammen. Bild: Facebook / Jenaische Burschenschaft Germania.

Die Burschenschaft fordert nun die Politik zum Handeln auf: „Es darf keine Verharmlosung oder gar Hofierung mehr von Linksextremen in Jena, Thüringen und Deutschland geben!”

Jena. – In der Nacht auf Donnerstag sind zwei private Fahrzeuge am Grundstück der Burschenschaft Germania ausgebrannt. Wie die Burschenschaft auf Facebook mitteilte, seien beide Fahrzeuge gegen 3:45 Uhr in Flammen aufgegangen. „Mehrere Personen, darunter ein Bundesbruder, der von den lauten Knallen der bei der Hitze platzenden Reifen aufmerksam wurde, riefen Feuerwehr und Polizei herbei, die innerhalb von fünf bis zehn Minuten bei uns eintrafen und den Brand löschten”, berichtet die Germania.

Fahrzeuge und Haus beschädigt

Bei dem mutmaßlichen Brandanschlag wurden jedoch nicht nur die beiden Fahrzeuge zerstört, sondern es kam auch zu Schäden an Fassade, Fenster und Dämmung des Hauses, wie Fotos, welche die Burschenschaft veröffentlichte, zeigen. Laut Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von etwa 25.000 Euro. Wie es zum Ausbruch des Feuers kommen konnte, sei noch nicht bekannt, heißt es in einer Polizeimeldung. Auf Nachfrage der Tagesstimme erklärte eine Polizeisprecherin, die Kriminalpolizei ermittle aktuell „in alle Richtungen”.

Burschenschaft verurteilt Angriff

Die Burschenschaft geht unterdessen von einem linksextremen Brandanschlag aus: „Wir als Jenaische Burschenschaft Germania verurteilen diesen feigen und höchstkriminellen Angriff auf das Eigentum und die Sicherheit unserer Mitglieder und das Eigentum unseres Vereins aufs Schärfste.”

Dass die weitere Ausbreitung des Feuers auf das Wohnhaus – und damit auch ein Personenschaden – verhindert werden konnte, sei „nur dem beherzten Einsatz einiger Bundesbrüder” sowie „dem schnellen und professionellen Eingreifen der Einsatzkräfte” zu verdanken.

Linksextremes Motiv

Den mutmaßlichen Brandanschlag sieht die Burschenschaft in einem Zusammenhang zu den gestern erfolgten Protesten gegen die Ministerpräsidenten-Wahl. „Auch wenn die Jenaische Burschenschaft Germania selbstredend nichts mit den politischen Vorgängen zu tun hat, liegt es nahe, dass der Brandanschlag mit diesem Ereignis in Verbindung steht und ihm ein linksextremes Motiv zugrunde liegt. Die Wut und der Hass der Linksextremen richten sich gegen alles, was auch nur annähernd den Anschein hat, bürgerlich, konservativ oder gar patriotisch zu sein. Wir waren für die Chaoten vermutlich nur eben zufällig am besten greifbar, um der Niederträchtigkeit freien Lauf zu lassen”, mutmaßt die Burschenschaft, die auch die zahlreichen linksextremen Übergriffe in der Vergangenheit in Erinnerung ruft. Dieser Brandanschlag habe jedoch „eine neue Qualität”.

Die Studentenverbindung sieht nun die Politik gefordert, „unser Vereinsleben gegen die Feinde der Demokratie und der Freiheit [zu] verteidigen”. „Es darf keine Verharmlosung oder gar Hofierung mehr von Linksextremen in Jena, Thüringen und Deutschland geben! Mit der Hetze gegen Burschenschafter muss Schluss sein!”, heißt es in der Mitteilung weiter, in der man abschließend betont, sich „nicht vertreiben” zu lassen.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    6. Februar 2020 at 21:12

    Wann taucht denn endlich mal im Ö/R Rundfunk der erste „Experte gegen Linksextremismus” auf? Hier scheint ja der Fachkräftemangel geradezu eklatant zu sein.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    7. Februar 2020 at 13:43

    Eine Polizei in Fesseln, linksseitig gehandikapt wie gelähmt und kein Bimmeln zu den Aufklärungsraten zuvor.
    Wir sollten uns keinen weiteren Illusionen hingeben.

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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am

Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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am

Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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am

Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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