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Elmar Brok (CDU) vergleicht WerteUnion mit „Krebsgeschwür“

Die innerparteilichen Fronten bei den Christdemokraten verschärfen sich weiter. Nachdem am Montagmittag Annegret Kramp-Karrenbauer den Chefposten abgab, schossen nun mehrere CDU-Politiker erneut in Richtung WerteUnion.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild (Elmar Brok): <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Elmar_Brok_CDU_Parteitag_2014_by_Olaf_Kosinsky-3.jpg" title="via Wikimedia Commons">Olaf Kosinsky</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 DE</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Elmar Brok): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Elmar Brok forderte nun zum Beispiel ein härteres Vorgehen gegen die konservative Strömung innerhalb der CDU und beschimpfte diese wüst. Gegenüber der Welt forderte das ehemalige Mitglied des EU-Parlaments, dass man die WerteUnion „rauswerfen“ müsse, sollte diese weiter gegen die „Prinzipien der CDU“ verstoßen. 

Brok will „klare Kante gegen Abweichler“

Laut Brok würde die CDU „klare Kante gegen solche Abweichler machen müssen, nach rechts und nach links.“ Man könne als Partei der Mitte nicht aus taktischen Überlegungen mit diesen beiden Seiten gehen – auch vor dem Risiko eines Wahlverlustes. Politiker, welche einer Zusammenarbeit mit der AfD trotzdem positiv gegenüberstehen, hätten in der Partei jedenfalls keinen Platz.

„Wer es trotzdem fordert oder gar tut, muss die CDU verlassen“, so Brok weiter. Immer wieder werden vereinzelt Stimmen laut, gerade in den neuen Bundesländern, wo die AfD stark ist, dieses Paradigma zu überdenken. Reif scheint diese Zeit freilich nicht: In Thüringen reichte bereits die Wahl eines FDP-Kandidaten zum Ministerpräsidenten mithilfe der Stimmen auch der AfD, um eine bundesweite politische Krise auszulösen.

„Krebsgeschwür mit aller Rücksichtslosigkeit bekämpfen“

Weiter gab Brok an, dass man die WerteUnion „mit aller Rücksichtslosigkeit“ bekämpfen müsse – sie sei ein „Krebsgeschwür“, das ansonsten „in die Partei hineinkriechen“ könne. Wenn man „diesen Leuten einen Finger“ gebe, nähmen sie „die ganze Hand“.

Vor dem Hintergrund des Wahljahres in den USA verwies der Christdemokrat dem Spiegel zufolge zudem auf das angeblich „tragische“ Schicksal der Republikaner, welches man mit der aktuellen Situation bei den Christdemokraten vergleichen könne. Rechtspopulisten hätten in Amerika „die einst so stolzen Republikaner zur Trump-Partei gemacht“.

Unlängst forderte Christian Bäumler, Vizepräsident der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dass es einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der WerteUnion geben müsse – die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen:

Bäumler (CDU) fordert Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der „Werteunion“ (8.2.2020)

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