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Gesellschaft

Max Raabe: „Da ist MeToo-Alarm in einigen Stücken”

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Max Raabe bei einem Auftritt mit dem Palast Orchester im Jahr 2016 / Bild: Markus Brandhuber [CC BY-SA] (Bild zugeschnitten)

Weil bei einigen seiner Texte „MeToo”-Alarm herrsche, führt der deutsche Sänger Max Raabe diese einfach gar nicht mehr auf.

Berlin. – Bei einer Konferenz der dpa in Berlin sagte der charismatische Sänger Max Raabe gestern, dass er einige seiner Lieder heute so nicht mehr singen würde – und zwar aus politisch-gesellschaftlichen Gründen. Stücke, die er früher mit großer Lässigkeit vorgetragen habe, gingen heute so nicht mehr, sagte Raabe.

Ja und Nein, das kann dasselbe sein”

Da ist MeToo-Alarm in einigen Stücken“, so der Sänger, der bereits mehr als 30 Jahre im Musikgeschäft ist. „Die singen wir einfach gar nicht mehr.” Textzeilen wie „Ja und Nein, das kann dasselbe sein” könne man heute einfach nicht mehr aufführen.

Raabe, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Matthias Otto heißt, wurde mit einem Repertoire aus Schlagern der 1920er und 1930er Jahre und eigenen Titeln im Stil dieser Zeit bekannt. Seinen Durchbruch hatte der staatlich geprüfte Opernbariton 1992 mit dem Lied „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interssiert sich für mich”.

Raabe auf Tour

Erst im November 2019 erschien sein jüngstes Album „Max Raabe & Palast Orchester MTV Unplugged” mit mehr als zwei Dutzend Songs, das in „Clärchens Ballhaus” in Berlin aufgezeichnet wurde. Raabe ist seit Jänner 2020 auf „Guten Tag, liebes Glück”-Tour und wird mit seinem neuen Konzertprogramm in mehreren europäischen Ländern aber auch in den USA zu hören und zu sehen sein.

Einen Beitrag zum Eurovision Song Contest kann sich der 57-Jährige Musiker, der auch außerhalb Deutschlands bekannt ist und in Ländern wie Russland, USA und Japan auftritt, indes nicht vorstellen, wie die Landeszeitung für die Lüneberger Heide online berichtete. „Ich verfolge das mit Interesse”, sagte Raabe. „Ich sehe, dass da gute Leute auftreten, und wenn die dann vorwärts kommen, freue ich mich. Aber ich muss da nicht selbst dabei sein”.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    11. Februar 2020 at 11:54

    Faule Kompromisse des Umsatzes wegen.
    Muss er selbst ertragen, was dabei rauskommt.

    Lege mir satt dessen ein Original aus den 20er Jahren auf (1920) via Clip und genieße die schonungslose Wahrheit.

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    11. Februar 2020 at 16:08

    Klar kann ja und nein dasselbe sein.
    Aber auf die Umstände kommt es an und wie das gesagt wird.
    Spreche aus tiefer Erfahrung (nicht vorbestraft).

  3. Avatar

    Knud Wuchtig

    12. Februar 2020 at 12:21

    Ich falle mal mit der Tür ins Haus: Herr Raabe ist auf die Sprachhygiene des linksalternativen Meinungskartells hereingefallen. Der Philosoph Peter Sloterdijk bemerkte vor einiger Zeit in der Sendung „Sternstunde Philosophie” (Schweizer Fernsehen)völlig zu recht, dass es zurzeit einen Krieg gegen das Ungesagte, das Implizite und gegen das „Versteht sich von selbst gibt”, um gewisse Zivilisationsstandards durchsetzen. Zu diesen Akteuren zählt ohne Zweifel auch die Me-Too-Bewegung. Sloterdijk verwies im Gegenzug ferner auf die Galanterie an den französischen Höfen im 18. Jahrhundert und einen Code zwischen den Geschlechtern, der es sehr gut ermöglichte, zwischen den Zeilen zu lesen. Diese Galanterie, so ergänze ich jetzt laut Wikipedia, erlebte in den Goldenen Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts auch in Deutschland eine Renaissance. „Ja und nein” spielt also in wunderbarer Weise mit Ambivalenzen unseres Lebens und ist frei von jeglicher Unterstellung und Verdächtigung. Herr Raabe sollte das Lied weiterhin singen.

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Gesellschaft

Brief an Merkel: Migrantenverbände präsentieren „Masterplan gegen Rassismus“

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

In dem „Masterplan gegen Rassismus” wird unter anderem auch ein „verpflichtendes Mindestmaß an Diversity” gefordert.

Berlin. – In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert die „Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen“ neue Maßnahmen gegen Rassismus. Darin heißt es, dass in der Bundesrepublik lebende Migranten verlören das „Vertrauen in die Verfassung“, da sie nicht von dieser geschützt würden. Zudem würden sich die Unterpunkte zum Thema Migration und Integration im Koalitionsvertrag „wie der Versuch [lesen], die 6 Mio. Wähler*innen einzufangen, die ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben“. Die Verfasser des Briefes fordern Merkel folglich dazu auf, „aus der Fachkommission ‚Integrationsfähigkeit’ einen ständigen Partizipationsrat Einwanderungsgesellschaft aus Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen von Migrantenorganisationen zu schaffen, der, angesiedelt beim deutschen Bundestag (ähnlich dem Deutschen Ethikrat), für eine dauerhafte Auseinandersetzung mit der Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft Sorge trägt“. Auf dem nächsten Integrationsgipfel wolle man außerdem mit der Kanzlerin persönlich zu Vereinbarungen kommen, die „substanzielle Verbesserungen“ nach sich ziehen.

 „Mindestmaß an Diversity“

Im Anhang des Briefes befindet sich außerdem der Entwurf für einen „Masterplan gegen Rechtsextremismus“. So solle beispielsweise der Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz gestrichen werden, da dieser ein „pseudowissenschaftliches Konstrukt“ sei. Für die Finanzierung von „Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen“ sollen, ginge es nach den Migrationsverbänden, künftig „mindestens 0,5 Prozent“ des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet werden.

Weiter werden im „Masterplan“ die „gesetzliche Verankerung von Antidiskriminierungsbeauftragten“ , „Schwerpunktstaatsanwaltschaften“ sowie ein Fonds für „Opfer von Hasskampagnen“ vorgeschlagen. Zuletzt wolle man „Gruppendenken” in bestehenden Institutionen  „überwinden“ – mit Hilfe eines verpflichtenden „Mindestmaß an Diversity“.

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OLG bestätigt Urteil: Öllinger verliert gegen Burschenschafter

Stefan Juritz

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Das Oberlandesgericht bestätigt das medienrechtliche Urteil wegen übler Nachrede gegen Karl Öllinger (Grüne). Einem Burschenschafter war fälschlicherweise vorgeworfen worden, den „Hitlergruß” gezeigt zu haben.

Wien. – Der ehemalige Grünen-Abgeordnete Karl Öllinger ist am Oberlandesgericht Wien mit seiner Berufung gegen ein erstinstanzliches Urteil wegen übler Nachrede nach § 6 Mediengesetz gescheitert. Dies gab Öllinger am Donnerstag auf Facebook bekannt, auch Der Standard und Unzensuriert berichteten über das Urteil.

Winken und kein „Hitlergruß”

Der Ex-Nationalratsabgeordnete hatte im Januar 2019 auf seiner Facebook-Seite in einem Screenshot eines Tweets zwei Fotos verbreitet, auf denen ein Burschenschafter mit ausgestrecktem rechten Arm zu sehen ist. Dem Studenten wurde deshalb unterstellt, den „Hitlergruß” in Richtung linker Demonstranten gezeigt zu haben. Der Burschenschafter wies diesen Vorwurf jedoch zurück und erklärte, er habe aus dem Fenster der Wiener akademischen Burschenschaft Gothia gewunken. Videomaterial, das in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, stützte diese Darstellung letztlich auch.

Der Burschenschafter klagte daraufhin unter anderem Öllinger und die heutige Justizministerin Alma Zadić (Grüne), die beide die Bilder verbreitet hatten, und bekam vor Gericht recht. Öllinger wurde am Landesgericht Wien in erster Instanz medienrechtlich wegen übler Nachrede zu einer Entschädigungszahlung von 1.500 Euro verurteilt, weil er dem Burschenschafter nach Ansicht des Gerichts zu Unrecht nationalsozialistische Wiederbetätigung unterstellt hatte.

Öllinger will vor den OGH ziehen

Die Berufung des Ex-Grünen-Abgeordneten wies nun das Oberlandesgericht ab. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Auf seiner Facebook-Seite kommentierte Öllinger das Urteil unter anderem mit den Worten: „Meiner Berufung wurde also nicht stattgegeben.
Ich bin fassungslos über diese Naivität (Ich ergänze noch: ) und Ignoranz!” Ganz vorbei dürfte der Rechtsstreit jedoch noch nicht sein: Öllingers Anwältin Maria Windhager kündigte laut Standard-Bericht bereits an, einen Erneuerungsantrag an den Obersten Gerichtshof wegen Verletzung der Meinungsfreiheit stellen zu wollen.

Weiterlesen:

Kein Hitlergruß: Burschenschafter weist Vorwürfe zurück” (25.01.2019)

Keine NS-Symbolik: Öllinger blitzt mit Anzeige gegen Künstler Wiesinger ab” (21.08.2019)

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Verfassungsgericht: Kopftuch-Verbot für Rechtsreferendarinnen ist rechtmäßig

Joshua Hahn

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Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass Rechtsreferendarinnen auch weiterhin kein Recht darauf haben, im Gerichtssaal Kopftuch zu tragen.

Karlsruhe. – Klägerin war eine in Frankfurt geborene Frau mit marokkanischem Migrationshintergrund. Das Gericht entschied, dass der Arbeitgeber muslimischen Referendarinnen das Tragen eines Kopftuches im Gerichtssaal verbieten darf. Die Frau war bereits 2017 mit einem Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht abgeblitzt.

Kein Kopftuch bei praktischer Ausbildung im Gerichtssaal

Im Gerichtsurteil heißt es, dass zwar in die Religionsfreiheit der Klägerin eingegriffen würde, dies aber aus anderen Gründen von ihr hinzunehmen sei. Ein überwiegender Grund sei beispielsweise die Verpflichtung des Staates zu religiöser Neutralität. Die Entscheidung für eine Pflicht, sich in weltanschaulich-religiöser Hinsicht neutral zu verhalten, sei deshalb obligat.

Wie der Focus berichtet, betrifft das Urteil lediglich das Bundesland Hessen. In Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen gibt es allerdings ähnliche Regelungen. Der bayerische Verfassungsgerichtshof wiederum erklärte ein Kopftuchverbot für Richterinnen im Vorjahr für rechtsmäßig – Die Tagesstimme berichtete. In den meisten anderen Bundesländern gibt es bis dato keine Vorschriften.

Justizministerin Hörmann (CDU): „Urteil ist wegweisend“

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann von der CDU hält das Urteil laut der „Zeit“ für „wegweisend“. In der heutigen Zeit müsse „die staatliche Ordnung mehr denn je Wert auf ihre weltanschauliche Neutralität legen“.

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