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Streit um Migranten-Landungen

Senat hebt Salvinis Immunität auf

Der italienische Senat, jene der beiden Parlamentskammern, denen Lega-Chef Matteo Salvini angehört, hat dessen Immunität aufgehoben.

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<p>Bild (Salvini in Rom 2018): Presidenza della Repubblica via <a href="https://it.wikipedia.org/wiki/File:Meloni_Salvini_Berlusconi.jpg">Wikimedia Commons</a> [Attribution] (Bildausschnitt)</p>

Bild (Salvini in Rom 2018): Presidenza della Repubblica via Wikimedia Commons [Attribution] (Bildausschnitt)

Rom. – Wie der Standard berichtet, stimmte die Mehrheit der Senatoren im Palazzo Madama für die Auslieferung Salvinis. Diese hatte ein Gericht in Catania in Sizilien begehrt, welches ein Verfahren gegen den ehemaligen Innenminister wegen Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung bemüht.

Verweigerung von Migranten-Landgang als Auslöser

Grund für das juristische Ungemach ist ein Fall im Juli des Vorjahres, als Salvini einem Schiff der italienischen Küstenwache, der Gregoretti, die Erlaubnis im sizilianischen Hafen Augusta anzulegen, verweigerte. Diese führte damals mehr als 130 Migranten mit sich, Salvini wollte deren Verteilung auf EU-Staaten geklärt wissen, ließ sie daher nicht einlaufen.

Aus Sicht des Gerichts zu Unrecht – und offenbar auch aus jener des Senats. Dabei hatte dieselbe Kammer im ähnlichen Fall der ‚Diciotti‘ im März 2019 einem Begehr nach Aufhebung der parlamentarischen Immunität noch nicht stattgegeben. Insgesamt mussten die Einwanderer vier Tage länger auf dem Schiff ausharren.

Salvini glaubt an Verfahrenseinstellung

Salvini selbst gab sich kämpferisch und geht mit Zuversicht voran. In einer mehr als halbstündigen Rede vor dem Senat teilte er auch kräftig gegen die Mitte-Links-Regierung aus. Diese schweiße einzig der Kampf gegen seine Person zusammen, wichtige Reformen gehen sie hingegen nicht an. Viele Italiener dürften dies ähnlich sehen: Bei einer Neuwahl könnten Salvini und seine Lega mit mehr als 30 Prozent der Stimmen rechnen.

Auch das bevorstehende Verfahren nimmt der Ex-Vizepremier gelassen auf, glaubt an einen positiven Ausgang: „Wir verändern uns nicht, gehen auch angesichts dieser politischen Aggression stets geradeaus. Ich bin mir darüber sicher, dass die Ermittlungen in einer Einstellung enden. All jene, die heute dafür gestimmt haben, mich vor Gericht zu stellen, werden von der Geschichte besiegt werden.“

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