Connect with us

Kultur

Netflix-Serie 'Ragnarök': Klimawandel und nordische Götter

Stefan Juritz

Published

on

In einer kleinen norwegischen Stadt spitzt sich ein Konflikt zwischen Göttern und Wesen der nordischen Mythologie zu. Ein junger Schüler wird ganz unerwartet zum Helden und muss eine Katastrophe verhindern.

Seit Ende Januar läuft auf Netflix die neue Mystery-Serie „Ragnarök“, die vom Dänen Adam Price produziert wurde. Dass Superhelden-Geschichten und nordische Mythen bei den Zusehern gut ankommen, weiß man bereits seit den „Marvel“-Filmen und der Kultserie „Vikings“. In der neuen dänisch-norwegischen Produktion wird das Ganze aber noch um die aktuelle Klima-Debatte mitsamt ihren Untergangsprophezeiungen erweitert. Dazu passt auch der Titel, schließlich ist Ragnarök in der Mythologie der große Endkampf zwischen Göttern und Riesen, in dessen Folge die Welt untergeht und später neu auferstehen wird.

Ein Außenseiter entdeckt göttliche Kräfte

Die Hauptfigur Magne zieht mit der Familie in die fiktive norwegische Kleinstadt Edda (ursprünglich der Name einer Sammlung nordischer Götter- und Heldensagen), die mit den Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel zu kämpfen hat. Magne ist ein eher introvertierter Typ und ein Außenseiter an der neuen Schule. Allerdings freundet er sich rasch mit einem Mädchen namens Isolde an, die den Ursachen für die Umweltverschmutzung in der Region auf der Spur ist.

Im Visier ihrer Recherchen steht dabei die Firma Jutul Industries, die von einer reichen und extrem einflussreichen Familie geleitet wird. Wie sich im Laufe der Serie herausstellt, handelt es sich bei dieser vierköpfigen Familie um Riesen in Menschengestalt. Doch auch Magne trägt ein Geheimnis mit sich: Seit er bei seiner Ankunft in Edda auf eine mysteriöse alte Frau traf, entwickelt er übermenschliche Kräfte und ähnelt mehr und mehr dem nordischen Donnergott Thor („Magni“ heißt übrigens einer der Söhne Thors). Mit seinen neuen Fähigkeiten will er die Menschen der Stadt vor den Riesen beschützen.

Teenie-Drama, Fridays for Future und nordische Mythologie

Wer sich eine epische Schlacht zwischen Göttern und Riesen erwartet, wird allerdings enttäuscht. Die Serien-Macher unternehmen zwar den interessanten Versuch, die nordische Mythologie in die Gegenwart zu holen und mit aktuellen Themen zu verbinden. Allerdings wirkt die Handlung zeitweise wie eine bemüht zusammengewürfelte Mischung aus Teenie-(Liebes-)Drama, Fridays for Future und nordischer Mythologie. Doch auch wenn Stimmung und Drehbuch nicht immer überzeugen können, hat die Serie sicherlich das Potenzial, die Neugier an den nordischen Göttersagen zu wecken – und wer weiß, wie sich eine (mögliche) zweite Staffel entwickelt. Zwar hat sich Netflix noch nicht dazu geäußert, doch das Ende der ersten Staffel deutet jedenfalls auf eine Fortsetzung hin.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Widerstand.

    15. Februar 2020 at 12:45

    DER MENSCHENGEMACHTE KLIMAWANDEL IST EINE LÜGE:
    https://www.youtube.com/user/EikeKlimaEnergie

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt