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Gesellschaft

Wien: Flugblatt warnt vor Überfremdung – Grüne empört

Julian Schernthaner

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In der österreichischen Bundeshauptstadt sorgt derzeit ein Flugblatt einer patriotischen Bürgerbewegung für Unmut bei den Grünen.

Wien. – Einem Bericht der Gratiszeitung Heute zufolge sind die Grünen über die Verteilung von Flugzetteln, welche vor Folgen eines „Bevölkerungsaustausches“ – also der Verschiebung der demographischen Mehrheiten zu Ungunsten der einheimischen Bevölkerung – warnen, „entsetzt“. Aus diesem Grund erstattete die in Wien mitregierende Partei nun sogar Anzeige gegen die mutmaßlichen Urheber.

Flugblatt warnt vor Überfremdung & Islamisierung

Bei der Handreichung handelt es sich um Infomaterial der Gruppe ‚Die Österreicher‘ (DO5), welche sich als unabhängige Bürgerbewegung für Patrioten versteht, von Beobachtern aber im Identitären-Umfeld vermutet wird. Deren Leiter Jakob Gunacker bekräftigte kürzlich im Interview mit der Tagesstimme, dass es zwar personelle Überschneidungen gebe und Identitäre willkommen seien, man aber als eigenständige Gruppe agiere.

Das Flugblatt selbst zeigt das Ausmaß demographischer Verschiebungen auf. Die Folge seien Überfremdung, Islamisierung und Kriminalität. Um letzteren Punkt zu untermauern, werden beispielhaft Schlagzeilen aus verschiedenen Medienberichten verwendet. Als Verantwortliche sieht man die Politik von SPÖ und Grünen unter ÖVP-Duldung. Nur eine „konsequente Politik der Leitkultur, Assimilation und Remigration“ könne Wien retten, heißt es in dem Flugblatt.

Grüne wittern Hetze und Rassismus

Kurioserweise ist es nicht einmal so sehr die Urheberschaft des Flugblattes, welche die Grünen besonders zu stören scheint – sondern der Inhalt. Denn Niki Kunrath, Grünen-Menschenrechtssprecher in Wien, befand: „Verhetzende und rassistische Flugblätter, gespickt mit Unwahrheiten, dürfen nicht ohne Konsequenzen in Umlauf gebracht werden.“

‚Die Österreicher‘ weisen Vorwürfe zurück

‚Die Österreicher‘ hingegen weisen diese Anschuldigungen von sich. Ein DO5-Sprecher sagte gegenüber der Tagesstimme: „Genau zur Veränderung dieses Klimas sind wir angetreten: der politische und mediale Mainstream will das Ansprechen wichtiger Themen als ‚Hetze‘ brandmarken und die patriotische Zivilgesellschaft mundtot machen. Nicht mit uns!“

Auf ihrem Telegram-Kanal fügte die Gruppe später hinzu, dass man sich über die unfreiwillige „Gratis-Werbung“ bedanke. Außerdem stellte die patriotische Gruppe in den Raum, ob die Grünen nun auch Politiker und Ex-Politiker anzeigen wollten, welche sich inhaltlich in der Vergangenheit ähnlich geäußert hatten.


Weiterlesen:

Gunacker (DO5): „Wir wollen die schweigende Mehrheit in Österreich vernetzen” (16.2.2020)

1 Comment

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  1. Avatar

    Bastian

    21. Februar 2020 at 16:41

    Wo kann ich denn bitte das Flugblatt einsehen?

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