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Kultur

Andreas Hofer: Sandwirt, Volksheld und zeitloses Leitbild

Julian Schernthaner

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am

Am heutigen Donnerstag jährt sich der Todestag des bekannten Tiroler Volkshelden Andreas Hofer zum 210. Mal. Dennoch bleibt seine Geschichte stets aktuell.

Kommentar von Julian Schernthaner.

Es sind die oftmals verzwickten Umstände, welche einfache Menschen zu unwahrscheinlichen Heldenfiguren machen. Die Lebensgeschichte von Andreas Hofer ist eine solche Geschichte – mit einer Strahlkraft, die bis heute anhält. In den Wirren der napoleonischen Kriege wurde der Wirt aus dem Südtiroler Passeiertal zum Anführer der kämpfenden Tiroler Schützenverbände – und lange nach seinem Tod zum Sinnbild für den Widerstand des einfachen Volkes gegen die herrschenden Zustände.

Hofer: Ein Volksheld wider Erwarten

Man möge mir als gebürtigem Tiroler den etwas schwulstige und theatralischen Einstieg verzeihen – in der heute mittelfernen Heimat ist er allgegenwärtig. Denkmäler, Straßen – ja auch die Landeshymne ist dem sanften Riesen gewidmet. Dabei deutete eigentlich nichts auf eine solche ‚Karriere’ des „Sandwirts” hin, der nach Lehr- und Wanderjahren in Welschtirol das verschuldete Familiengasthaus übernahm, zum Schützenhauptmann wurde und sich in den offenen Landtag wählen ließ.

Dann fiel Tirol nach der Niederlage Österreichs im dritten Koalitionskrieg im Jahr 1805 an die mit Napoleon verbündeten Bayern. Diese machten sich als Landesherren aber keine besonderen Freunde. Eine im tiefgläubigen Tirol höchst unbeliebte Kirchenreform trübte die Stimmung. Als das seit 1511 bestehende Landlibell, das den Tiroler Schützen zusicherte, nur zur Verteidigung der engeren Heimat einrücken zu müssen, gekippt wurde, lief das Fass über – es kam zu insgesamt vier Schlachten am Bergisel südlich von Innsbruck.

Tapfer auch im Angesicht des Todes

Am Ende des Aufstandes stand das Scheitern und ein gebrochener Anführer, der sich im Gebirge versteckt hielt. Dort wurde er schließlich von einem einstigen Getreuen verraten und kam nach Mantua, wo seine Hinrichtung bevorstand. Seine legendären letzten Worte – „Franzosen! Ach, wie schießt ihr schlecht!” – halfen, das Bild eines furchtlosen Mannes zu prägen, den auch im Angesicht des sicheren Todes mit nur 42 Jahren und trotz Frau und Kindern zuhause die Pflicht nicht verließ.

Rein inhaltlich war sein Aufstand in der Nachbetrachtung vielleicht ein fruchtloses Aufbegehren gegen Veränderungen, die kaum aufzuhalten waren. Und auch Kampfschauplätze betrafen auf beiden Seiten am härtesten das einfache Volk. Im blutig von Tirolern und Vorarlbergern unter Hofer geplünderten Allgäu etwa funktioniert die Heldengeschichte der verjagten Besatzer andersrum. Aber weitaus größer als der direkte realpolitische Effekt blieb die Symbolkraft.

Eine Geschichte, die bewegt

Andreas Hofer und sein zeitloser Aufruf – „Mander, s’ isch Zeit” – bewegen zeitlos Jung und Alt gleichermaßen. In Erinnerung an den Tiroler Aufstand wird jeder zum Patrioten mit Herzblut. Zum Landesfestumzug zum 200. Gedenken kamen 70.000 Tiroler. Die Dornenkrone als Zeichen der schmerzvollen Teilung Tirols wurde damals mit Rosen bestückt. Nur einzelne Unkenrufe von den Grünen, die in Hofer eine Art Taliban sehen wollten, trübten die allgemeine Erinnerung.

Aber nicht nur in der engeren Heimat wurde er zum gefeierten Volkshelden. In zahlreichen Städten in Österreich erinnert man mit Straßen und Plätzen des bärtigen Hünen aus dem Passeier. Und selbst im katholischen Irland rezipierte man seine Geschichte. Der frühe irische Nationalismus instrumentalisierte das Vorbild eines einfachen, katholischen Mannes vom Land, der sich gegen verhasste Besatzer auflehnt.

Ein Leitbild, das zu begeistern vermag

Was bleibt, ist also ein Symbol für Generationen, auch 210 Jahre danach. Und vielleicht ein klein bisschen der Wunsch von Patrioten jeder Zeit, dass sich Männer vom Kaliber Hofers, Speckbachers oder Haspingers unter uns befinden, sich – friedlich, aber bestimmt – von deren Beispiel leiten lassen, und sich für die Verteidigung von Heimat und Tradition einsetzen.

Zu Mantua in Banden, der treue Hofer war – und im widerständigen Andenken jener, die nach ihm kommen lebt sein Opfer weiter. Vielleicht auch deshalb, weil er seinen Zeitgenossen zufolge immer bodenständig blieb und somit genauso gut einer von uns sein könnte. Im tapferen Herzen ist er es ohnehin schon lange. Und mit ihm sein Land Tirol.

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Gesellschaft

Sachsen: Sprachschützer üben Kritik an Gender-Beschluss für Gesetze

Julian Schernthaner

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Die schwarz-rot-grüne Regierung in Dresden beschloss am Dienstag, künftig all seine Gesetze und Verordnungen zu gendern. Dies ruft den renommierten Sprachverein Deutsche Sprache (VDS) auf den Plan. 

Berlin/Dresden. – Eigentlich ist es ein Entschluss, den man dem ebenso konservativen wie widerständigen Sachsen nicht unbedingt hätte zugetraut. Aber seit die Kenia-Koalition im Amt ist, ticken die Uhren anders. Die grüne Justizministerin Katja Meier (Grüne) freute sich über den Beschluss: Die Sprache der Gesetze stammte aus einer Zeit, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hätten, die sprachliche Sichtbarmachung dieser Gleichberechtigung sei ihr ein „besonderes Anliegen”.

Sprachverein äußert scharfe Kritik am Vorstoß

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) sieht dies ganz anders: „Wer die Sprache so entstellen muss, ist weit von der Lösung echter Geschlechterprobleme entfernt”. Nach Ansicht seines Vorsitzenden Walter Krämer sei Deutsch bereits geschlechtergerecht, das biologische und grammatikalische Geschlecht stünden in keinem Zusammenhang. Und: „Wer so etwas glaubt, sollte sich mit der deutschen Sprache und Grammatik beschäftigen”, zitiert die Junge Freiheit den obersten Sprachschützer.

Dass ausgerechnet ein Justizministerium sich über „Regeln der amtlichen Rechtschreibung hinwegsetzt”, hält Krämer für ein „starkes Stück”. Dabei müsse gerade ein solches Ressort wissen, „dass man sich Regelungen nicht zurechtbiegen kann, wen sie einem nicht gefallen”. Bislang führte der Freistaat Sachsen in Gesetzestexten das sogenannte generische Maskulinum, Frauen waren mitgemeint.

Junge Freiheit startete Petition gegen „Gender-Sprech”

Mit der verstärkten Berichterstattung über Stimmen, welche sich gegen Gendersprache aussprechen, will die Junge Freiheit als Wochenzeitung auch eine eigene Petition in diese Richtung bewerben. Wie die Tagesstimme in der Vorwoche berichtete, sehen die Initiatoren im ‚Gender-Sprech’ eine „Gefahr für die deutsche Sprache”, alles im Sinne eines „ideologischen Umerziehungsauftrags”. Man richtete sich damit an öffentlich-rechtliche Redaktionen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und Behörden.

All diese Einrichtungen sollen nach Ansicht der Petenten „zum altbewährten Deutsch zurückkehren”. Bis Mittwochnachmittag waren beinahe 15.000 Bürger dem Aufruf gefolgt und unterzeichneten den Appell gegen die umstrittenen, vermeintlich geschlechtergerechten Sprachvarianten.


Weiterlesen:

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache (04.07.2020)


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Gesellschaft

Spotify löscht alle Lieder des rechten Rappers Chris Ares

Stefan Juritz

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Die Streaming-Plattform Spotify beugt sich dem Druck von Antifa und Medien.

Vor wenigen Tagen erschien das erste Album des patriotischen Rappers Chris Ares, mit dem er auch umgehend auf Platz drei der iTunes-Albumcharts einstieg (Die Tagesstimme berichtete). Neben iTunes konnte man das Album „Ares” auch auf der Streaming-Plattform Spotify hören. Doch damit ist nun vorerst Schluss. Das schwedische Unternehmen löschte am Montag alle Lieder des Rappers.

Antifa und Medien

Zuvor hatten Antifa-Aktivisten und Linke auf Twitter eine Kampagne gestartet, damit Spotify die Musik von Chris Ares von der Seite nimmt. Auch die Bild-Zeitung skandalisierte diesen Umstand. „Spotify hat ein Nazi-Problem”, lautete der wenig subtile Angriff der Zeitung.

Doch Chris Ares hat nicht nur Probleme mit dem Spotify. Nur einen Tag vor Erscheinen des Albums hatte Amazon mitgeteilt, die neue CD doch nicht zu vertreiben. Mittlerweile hat der US-Konzern alle Produkte des Rappers aus dem Sortiment gestrichen.


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Kultur

iTunes: Rechter Rapper Chris Ares auf Platz 3 der deutschen Albumcharts

Stefan Juritz

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am

Mit seinem ersten Album schafft es Chris Ares auf Anhieb auf Platz drei der deutschen iTunes-Charts. Probleme gibt es aber mit Amazon: Der US-Konzern hat sämtliche Produkte des Rappers aus seinem Sortiment gestrichen.

Es sind gerade turbulente Tage für den patriotischen Rapper Chris Ares. Nach seiner Ankündigung, eine Art „patriotisches Jugendzentrum” im sächsischen Bischofswerda aufbauen zu wollen, kam es zum Streit mit der dortigen AfD-Regionalgruppe. Doch auch musikalisch macht der Rapper von sich reden. Seit gestern ist nämlich sein neues Album „Ares” offiziell erschienen und umgehend auf Platz drei der deutschen iTunes-Albumcharts eingestiegen.

Amazon boykottiert Chris Ares

Einen Rückschlag musste Chris Ares dennoch hinnehmen: Wie er in einem Video bekannt gab, habe Amazon am Tag vor der Veröffentlichung mitgeteilt, das neue Album nicht zu vertreiben. Dabei handle es sich um über 1.000 CD-Boxen, alle bisherigen Bestellungen seien vom US-Versandriesen storniert worden. Die Boxen kann man aber noch direkt beim Label Arcadi Musik bestellen.

Die Stornierung von Amazon hat auch Konsequenzen für die Listung in den offiziellen deutschen Charts, da die CD-Verkäufe über das eigene Arcadi-Label nicht zählen. Anders sieht es jedoch bei den iTunes-Downloads aus – und das ist die Hoffnung des Rappers: „Die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir ohne die tausenden, physischen CDs und Boxen charten…Wer aus Trotz jetzt unterstützen möchte, sollte bei iTunes einkaufen, da die zu den Charts zählen”, so Ares in seinem Telegram-Kanal.

Zweiter Chartsturm

Erst im vergangenen Jahr hatte Ares Ares mit seiner EP „2014–2018” die Spitze der Hip-Hop-Charts auf iTunes erklommen. Jedoch löschte die Plattform Ares nur einen Tag später, eine schriftliche Anfrage der Tagesstimme an die deutsche Pressestelle der iTunes-Mutter, den Apple-Konzern, blieb damals unbeantwortet. Mittlerweile ist die EP aber wieder auf iTunes abrufbar.

Ares auf Spotify

Das neue Album „Ares” kann man aktuell auf Spotify hören.


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