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Gesellschaft

Hanau: Gauland (AfD) weist Schuldvorwürfe zurück

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Bild (Gauland 2014): blu-news.org via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Nachdem Politiker der verschiedensten Parteien nach dem Amoklauf in Hanau der AfD eine Mitschuld unterstellten, äußerte sich jetzt der Fraktionschef Alexander Gauland. 

Berlin. – Gauland wies die Vorwürfe zurück und sprach von der „Tat eines Verwirrten”. Am Donnerstag unterstellten diverse Politiker der AfD eine Mitschuld am Verbrechen von Hanau.

SPD fordert Beobachtung durch Verfassungsschutz

So bezeichnete die Sozialdemokratin Midyatli die Partei beispielsweise als „politische[n] Arm des Rechtsterrorismus“. Der SPD-Generalsekretär, Lars Klingbeil, legte sogar noch eine Schippe drauf. Im ARD-Morgenmagazin behauptete er, die AfD gehöre zu jenen, welche den Täter „munitioniert” hätten. Außerdem forderte er dem Spiegel zufolge die Beobachtung der patriotischen Partei durch den Verfassungsschutz.

Vorwürfe aus allen Richtungen

Aber auch führende Vertreter anderer Parteien sparten nicht mit scharfen Aussagen. Laut der scheidenden CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dulde die AfD „Nazis in den eigenen Reihen“. Ulla Jelpke (Die Linke) unterstellte der Partei, dass diese „Stichwortgeber für solche rassistisch motivierten Terroranschläge“ sei. Politiker der AfD würden „ganze migrantische Bevölkerungsgruppen und Treffpunkte wie Shisha-Bars stigmatisieren“.

Auch Grünen-Politiker Cem Özdemir bezeichnete die Partei als „politischen Arm des Hasses” und forderte, den „rechten Sumpf mit aller Härte des Rechtstaates ein für alle Mal” trockenzulegen. Das gelte auch für diejenigen, welche das seiner Ansicht nach „ideologisch vorbereiten” würden. Konstantin Kuhle (FDP) behauptete am Freitagvormittag, das „Pamphlet des Täters von Hanau” lese sich „wie eine Rede von Gottfried Curio im Deutschen Bundestag”.

Meuthen und Gauland weisen Vorwürfe zurück

Der Fraktionschef Alexander Gauland gab laut n‑tv an, dass der Täter psychische Probleme gehabt habe. Er könne nicht erkennen, was die „Tat eines völlig geistig Verwirrten“ mit Bundestagsdebatten zu tun hätte. Die Instrumentalisierung der Tat bezeichnete Gauland als „schäbig“. Zuvor äußerte sich auch der Parteivorsitzende Jörg Meuthen zur Tat und den Vorwürfen der politischen Gegenseite. Das Verbrechen sei „weder rechter noch linker Terror, das ist die wahnhafte Tat eines Irren“. 

Am späten Mittwochabend erschoss Tobias R. (43) neun Menschen in zwei Shisha-Lokalen. Anschließend tötete er offenbar seine Mutter sowie sich selbst in seiner Wohnung – Die Tagesstimme berichtete. 

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Horst Lehmann

    21. Februar 2020 at 13:14

    Das ist doch eine ganz üble Masche der Mainstream-Medien und Politiker.
    Immer wenn irgendetwas schief läuft, wird die Schuld reflexartig der AfD in die Schuhe geschoben, obwohl in den meisten Fällen, wie auch hier die völlig verfehlte Migrations-Politik die eigentliche Ursache ist.

  2. Avatar

    Michael Buchholz

    21. Februar 2020 at 13:40

    … das war doch vollkommen klar, das nun alle Dumpfbacken auf die AfD eindreschen. Da wird dann sogleich „Fremdenhass = AfD”, „Verschörungstheorien = AfD”, „Sportschütze = AfD”, „Dummes Zeugs = AfD” gesetzt und der Masse der in diesem Land lebenden Dummköpfen fällt das gar nicht auf … Hauptsache ein Schuldiger ist gefunden und es darf medial wirksam fleißig Hass und Hetze verbreitet werden; Wahrheitsgehalt und tatsächliche Zusammenhänge spielen dabei keinerlei Rolle …

  3. Avatar

    Heimatvertriebener

    21. Februar 2020 at 15:48

    Inzwischen sehe ich schon erschreckende Ähnlichkeiten zur Nazi-Zeit. Damals wurden antürlich viele Menschen für deren Ideologie gewonnen, weil sie am Volksempfänger _ im Volksmund Göbbels-Schnauze genannt – imme rdieselben Phrasen und Parolen hörten, dass elbe in der Kino Wochenschau.
    Heute wird in kaum zuvor erlebter Einigleit von der mainstram Presse und zumindest den Ö/R Sendern überall derselbe verlogene, oftmals nur fast wortgetreu von dpa übernommene Blödsinn den Menschen eingehämmert.
    Als Alternative gab es früher jedoch nur einige ausländische Sender auf Kurzwelle, die von den meisten menschen gar nicht zu empfangen ware und deren Abhören unter Todesstrafe stand.
    Heute haben wir als alternative Information das Internet. Darum wird die Meinungsfreiheit auch hier imme rmehr eingeschränkt.
    Und das betrifft keineswegs nur Hass und Gewalt, was selbstverständlich gut ist

  4. Avatar

    Gerd

    21. Februar 2020 at 21:06

    Die Instrumentalisierung der Opfer von Hanau für Hass- Propaganda gegen die AFD wird gerade hochgefahren.

    Statement der AFD zum Irren von Hanau und der sofortigen Instrumentalisierung der Opfer durch die Altparteien:

            
             https://www.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/photos/a.554885501326826/1551518178330215                     

         
       

    Sicherung Archive:

            http://archive.is/IGXPk                               

         
          
      

            
          https://mobile.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/photos/a.554885501326826/1551518178330215/

     

    Es wird sicher auch einen Staatstrauerakt geben.. .  mit weiteren Spaltungs- und Hassreden gegen die AFD (und deren 10 Millionen bürgerlichen Wählern).
    Es wird sicher der Türkische Präsident  kommen..

    Zum Vergleich:

    Nach dem islamistischen Terror –  Massaker in Berlin am Breitscheidplatz gab es EiN GANZES JAHR lang Schweigen!

    Erst auf Druck der Angehörigen der Opfer des islamistischen Anis Amri Terroristen  (Anzeigen in der FAZ für 10.000 Euro) hatte sich Merkel mit den Angehörigen überhaupt getroffen…

    • Avatar

      André Frost

      29. Februar 2020 at 11:26

      Ist doch völlig logisch,der Täter vom Breitscheidplatz hatte die falsche Religion und die falsche Staatsbürgerschaft, man kloppt sein neues Volk nicht in die Tonne, das macht man nur mit seinem alten Volk das den eingeschlagenen Kurs nicht mehr mitgehen will und sich sträubt.
      War doch mit Halle genau das gleiche Thema,von dem Moslem der ne Woche vorher in Berlin mit Messer über den Synagogenzaun geklettert ist und erst im Innenhof durch die bewaffneten Sicherheitsleute gestoppt werden konnte, hat kaum ein Mainstream Blatt berichtet,im TV wurde es sogar komplett verschwiegen.

  5. Avatar

    André Frost

    29. Februar 2020 at 11:18

    Ja ja, Schuld sind immer die anderen,jene die einem die Futtertröge streitig machen können.
    Inzwischen komme ich mir in Deutschland vor wie zwischen 33 und 45,wo die NSDAP alles platt machte was nicht ihrer Meinung und Gesinnung war,nur heut wird das vom Einparteienblock CDUCSUSPDLINKEGRÜNEFDP fabriziert…die haben nichts gelernt aus der Geschichte.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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BKA-Chef nennt Attentat von Hanau „eindeutig rechtsextremistisch”

Stefan Juritz

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Das Bundeskriminalamt (BKA) hält das Attentat von Hanau doch für rassistisch motiviert. Medienberichte über einen anderslautenden BKA-Abschlussbericht wies der Chef der Behörde zurück.

Berlin/Hanau. – Vor wenigen Tagen hatten mehrere deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung und der NDR unter Berufung auf einen Abschlussbericht des Bundeskriminalamts (BKA) berichtet,  dass die Ermittler den Anschlag von Hanau nicht als rechtsextremistisch bewerten. Demnach hätte der Schütze Tobias R. seine Opfer so ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungstheorien über Geheimdienste zu bekommen, Rassismus sei jedoch nicht das Hauptmotiv gewesen. Auch die Tagesstimme übernahm diese Informationen in ihrer Berichterstattung.

BKA-Chef dementiert

Am Dienstag wies BKA-Chef Holger Münch entsprechende Meldungen zurück. Auf Twitter dementierte er, dass einen solchen Abschlussbericht derzeit gebe und betonte, dass die Ermittlungen weiter andauerten. Trotz der laut Münch weiter laufenden Ermittlungen ist für ihn jedoch klar: „Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven.“

Attentat von Hanau

Mitte Februar hatte Tobias R. an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später fand die Polizei ihn und seine Mutter tot in seiner Wohnung auf. Die Ermittler gehen davon aus, dass er zuerst seine Mutter und dann sich selbst erschoss. In einem 24-seitigen Bekennerschreiben fanden sich fremdenfeindliche Passage und verschwörungstheoretische Ansichten, die auf eine psychische Störung hindeuten. So glaubte Tobias R., er werde von einem Geheimdienst überwacht, der sogar Gedanken lesen („mind controll”) und Menschen steuern könne.

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Wegen Coronavirus: Islamrat fordert Geld für Moscheegemeinden

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Aufgrund der anhaltenden Krise hat der Islamrat in Deutschland die finanziellen Folgen für seine Gemeinden bemängelt und Hilfe von der Regierung gefordert.

Berlin. – Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Vorsitzende des Islamrats, Burhan Kesici, gegenüber der „Islamischen Zeitung“, dass die gegenwärtig geltenden Einschränkungen des Alltagslebens die Moscheegemeinden hart treffen würden: „Sie brauchen jetzt finanzielle Unterstützung, um die nächsten Wochen und Monate zu überstehen“. Trotzdem unterstütze man die Ausgangsbeschränkungen „uneingeschränkt“. Man habe bereits vor der offiziellen Einführung eigene Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus getroffen, denn „der Schutz des Lebens und die Gesundheit sind uns von Allah anvertraut und genießen höchste Priorität“.

Kein Geld mehr wegen ausbleibenden Gebeten

Seitdem die Gemeinden geschlossen sein müssen und somit auch die Freitagsgebete entfallen, sei ein „beträchtlicher Teil der Spenden“ weggefallen. Folglich sorge man sich um die künftige Finanzierung der Imame und die Bezahlung von Mietkosten. Um größeres Übel abzuwenden, solle nun die Bundesregierung handeln: „Viele Moscheegemeinden leisten einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft, tragen zum Zusammenhalt bei und engagieren sich in Städten und Kommunen“. Die muslimische Gemeinde nun finanziell alleine zu lassen, wäre „fatal“.

Kesici ist seit 2015 Vorsitzender des Islamrates für Deutschland. Außerdem ist er tätig im Beirat für islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen.

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