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Kultur

Statt „Hoamatgsang”: IG Autoren fordert neue OÖ-Landeshymne

Julian Schernthaner

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am

Die Interessensvertretung der heimischen Schriftsteller sprach sich aufgrund der Vita von Franz Stelzhamer für einen Ersatz der beliebten Landeshymne aus – und erntete prompt Kritik dafür.

Linz. – Wie die Presse und der Wochenblick berichten, hat die Generalversammlung der „IG Autorinnen Autoren” die oberösterreichische Landeshymne ins Visier genommen. Sie setzen sich für eine Neuausschreibung des patriotischen Textes ein. Grund ist, dass sie in anderen Werken des Innviertler Autors Franz Stelzhamer (1802–1874) antisemitische Ressentiments entdeckt haben wollen. Das Land brauche stattdessen eine „zeitgemäße Hymne”.

Landeshymne ohne antisemitische Versatzstücke

In ihrer Presseaussendung rechtfertigt die Gruppe den Vorstoß mit einem angeblichen „alarmierenden Erstarken von Rechtsextremismus und Antisemitismus”. Man halte es für „unhaltbar, wenn selbst die offizielle Website des Landes Oberösterreich Franz Stelzhamer als untadelige Persönlichkeit” darstelle. Gleichzeitig würde sich dort kein Wort finden über dessen vermeintlichen „Judenhass, der in einem nur dürftig verbrämten Genozidverlangen gipfelt”. Die Vorwürfe beziehen sich wohl vor allem auf Ausschnitte aus seinem Werk „Das bunte Buch” von 1852.

In der Hymne selbst finden sich freilich keine derartigen Versatzstücke. In unaufdringlicher Weise bekundet es die Verbundenheit zur eigenen engeren Heimat. Der Mundarttext aus dem Jahr 1841 wurde 1952 zur offiziellen Landeshymne erklärt. Stelzhamer selbst stammte aus dem kleinen Ort Großpiesenham (Gemeinde Pramet). Er gilt als bedeutendster Mundartdichter seiner Zeit und zeichnet sich durch ländlich-bäuerliche Sichtweisen aus. In mehreren Städten, darunter in Ried im Innkreis und in der Landeshauptstadt Linz finden sich Denkmäler zu seinen Ehren.

FP-Haimbuchner kritisiert Vorschlag scharf

Kein Verständnis für eine Ablöse der Hymne haben unterdessen Vertreter von FPÖ und ÖVP. Vize-Landeshauptmann Manfred Haimbucher (FPÖ) erteilte dem Ansinnen auf Facebook eine Absage. Der Hoamatgsang schaffe es „wie vielleicht keine andere Landeshymne, den Menschen den Wert der Heimat nahezubringen”. Gerade durch seinen „emotionsgeladenen, vordergründig kindlich wirkenden” Charakter sei es ein „besonders tiefgründiges Werk”, welches „untrennbar” mit dem Bundesland verbunden sei.

Eine „aufgeklärte und erwachsene Gesellschaft” müsse in der Lage sein „unverdächtige Werke […] die unserer Heimat kulturelle Identität gegeben haben, wertzuschätzen”. Dies gelte auch dann, wenn Stelzhamer offenbar „wie viele bedeutende Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts ein Weltbild vertreten habe, das nicht dem der heutigen europäischen Zivilisation entspräche. Den Kampf gegen links- und rechtsextremen sowie islamistischen Antisemitismus gelt es „im Hier und Jetzt zu führen und nicht dadurch, dass man seine Kräfte auf Dichter richtet, die seit fast 150 Jahren tot sind.”

Stelzer: „Kein einziges verwerfliches Wort”

Ähnlich fiel der Tenor von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) aus. Dieser unterstrich, dass sich in der Landeshymne „kein einziges verwerfliches Wort” finde. Mit den umstritteneren Teilen seines Schaffens hätte sich die landesnahe Forschung bereits in der Vergangenheit auseinander gesetzt. Außerdem sei der Dichter im Kontext seiner Zeit zu betrachten, auch wenn man dessen Ausführungen über Juden „weder schönreden, noch gutheißen” könne.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    25. Februar 2020 at 14:15

    Wie unterbeschäftigt und leer muss man im Hirn sein, um sich an die Nationalhymne heranzumachen.

  2. Avatar

    SchweineHirt

    25. Februar 2020 at 16:07

    Die einzige Hymne, die die Linken akzeptieren, ist „Die Internationale”.

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Gesellschaft

Sachsen: Sprachschützer üben Kritik an Gender-Beschluss für Gesetze

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

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Die schwarz-rot-grüne Regierung in Dresden beschloss am Dienstag, künftig all seine Gesetze und Verordnungen zu gendern. Dies ruft den renommierten Sprachverein Deutsche Sprache (VDS) auf den Plan. 

Berlin/Dresden. – Eigentlich ist es ein Entschluss, den man dem ebenso konservativen wie widerständigen Sachsen nicht unbedingt hätte zugetraut. Aber seit die Kenia-Koalition im Amt ist, ticken die Uhren anders. Die grüne Justizministerin Katja Meier (Grüne) freute sich über den Beschluss: Die Sprache der Gesetze stammte aus einer Zeit, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hätten, die sprachliche Sichtbarmachung dieser Gleichberechtigung sei ihr ein „besonderes Anliegen”.

Sprachverein äußert scharfe Kritik am Vorstoß

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) sieht dies ganz anders: „Wer die Sprache so entstellen muss, ist weit von der Lösung echter Geschlechterprobleme entfernt”. Nach Ansicht seines Vorsitzenden Walter Krämer sei Deutsch bereits geschlechtergerecht, das biologische und grammatikalische Geschlecht stünden in keinem Zusammenhang. Und: „Wer so etwas glaubt, sollte sich mit der deutschen Sprache und Grammatik beschäftigen”, zitiert die Junge Freiheit den obersten Sprachschützer.

Dass ausgerechnet ein Justizministerium sich über „Regeln der amtlichen Rechtschreibung hinwegsetzt”, hält Krämer für ein „starkes Stück”. Dabei müsse gerade ein solches Ressort wissen, „dass man sich Regelungen nicht zurechtbiegen kann, wen sie einem nicht gefallen”. Bislang führte der Freistaat Sachsen in Gesetzestexten das sogenannte generische Maskulinum, Frauen waren mitgemeint.

Junge Freiheit startete Petition gegen „Gender-Sprech”

Mit der verstärkten Berichterstattung über Stimmen, welche sich gegen Gendersprache aussprechen, will die Junge Freiheit als Wochenzeitung auch eine eigene Petition in diese Richtung bewerben. Wie die Tagesstimme in der Vorwoche berichtete, sehen die Initiatoren im ‚Gender-Sprech’ eine „Gefahr für die deutsche Sprache”, alles im Sinne eines „ideologischen Umerziehungsauftrags”. Man richtete sich damit an öffentlich-rechtliche Redaktionen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und Behörden.

All diese Einrichtungen sollen nach Ansicht der Petenten „zum altbewährten Deutsch zurückkehren”. Bis Mittwochnachmittag waren beinahe 15.000 Bürger dem Aufruf gefolgt und unterzeichneten den Appell gegen die umstrittenen, vermeintlich geschlechtergerechten Sprachvarianten.


Weiterlesen:

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache (04.07.2020)


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Gesellschaft

Spotify löscht alle Lieder des rechten Rappers Chris Ares

Stefan Juritz

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Die Streaming-Plattform Spotify beugt sich dem Druck von Antifa und Medien.

Vor wenigen Tagen erschien das erste Album des patriotischen Rappers Chris Ares, mit dem er auch umgehend auf Platz drei der iTunes-Albumcharts einstieg (Die Tagesstimme berichtete). Neben iTunes konnte man das Album „Ares” auch auf der Streaming-Plattform Spotify hören. Doch damit ist nun vorerst Schluss. Das schwedische Unternehmen löschte am Montag alle Lieder des Rappers.

Antifa und Medien

Zuvor hatten Antifa-Aktivisten und Linke auf Twitter eine Kampagne gestartet, damit Spotify die Musik von Chris Ares von der Seite nimmt. Auch die Bild-Zeitung skandalisierte diesen Umstand. „Spotify hat ein Nazi-Problem”, lautete der wenig subtile Angriff der Zeitung.

Doch Chris Ares hat nicht nur Probleme mit dem Spotify. Nur einen Tag vor Erscheinen des Albums hatte Amazon mitgeteilt, die neue CD doch nicht zu vertreiben. Mittlerweile hat der US-Konzern alle Produkte des Rappers aus dem Sortiment gestrichen.


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Kultur

iTunes: Rechter Rapper Chris Ares auf Platz 3 der deutschen Albumcharts

Stefan Juritz

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Mit seinem ersten Album schafft es Chris Ares auf Anhieb auf Platz drei der deutschen iTunes-Charts. Probleme gibt es aber mit Amazon: Der US-Konzern hat sämtliche Produkte des Rappers aus seinem Sortiment gestrichen.

Es sind gerade turbulente Tage für den patriotischen Rapper Chris Ares. Nach seiner Ankündigung, eine Art „patriotisches Jugendzentrum” im sächsischen Bischofswerda aufbauen zu wollen, kam es zum Streit mit der dortigen AfD-Regionalgruppe. Doch auch musikalisch macht der Rapper von sich reden. Seit gestern ist nämlich sein neues Album „Ares” offiziell erschienen und umgehend auf Platz drei der deutschen iTunes-Albumcharts eingestiegen.

Amazon boykottiert Chris Ares

Einen Rückschlag musste Chris Ares dennoch hinnehmen: Wie er in einem Video bekannt gab, habe Amazon am Tag vor der Veröffentlichung mitgeteilt, das neue Album nicht zu vertreiben. Dabei handle es sich um über 1.000 CD-Boxen, alle bisherigen Bestellungen seien vom US-Versandriesen storniert worden. Die Boxen kann man aber noch direkt beim Label Arcadi Musik bestellen.

Die Stornierung von Amazon hat auch Konsequenzen für die Listung in den offiziellen deutschen Charts, da die CD-Verkäufe über das eigene Arcadi-Label nicht zählen. Anders sieht es jedoch bei den iTunes-Downloads aus – und das ist die Hoffnung des Rappers: „Die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir ohne die tausenden, physischen CDs und Boxen charten…Wer aus Trotz jetzt unterstützen möchte, sollte bei iTunes einkaufen, da die zu den Charts zählen”, so Ares in seinem Telegram-Kanal.

Zweiter Chartsturm

Erst im vergangenen Jahr hatte Ares Ares mit seiner EP „2014–2018” die Spitze der Hip-Hop-Charts auf iTunes erklommen. Jedoch löschte die Plattform Ares nur einen Tag später, eine schriftliche Anfrage der Tagesstimme an die deutsche Pressestelle der iTunes-Mutter, den Apple-Konzern, blieb damals unbeantwortet. Mittlerweile ist die EP aber wieder auf iTunes abrufbar.

Ares auf Spotify

Das neue Album „Ares” kann man aktuell auf Spotify hören.


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