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Gesellschaft

Zwei Fälle in Tirol bestätigt: Corona-Virus jetzt auch in Österreich

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild: U.S. Air Force via af.mil] [public domain] (Bild zugeschnitten)

Lange schien es wie ein Problem, mit dem sich nur die Nachbarländer konfrontiert sahen. Nun ist es so weit: Am Dienstag bestätigte sich bei zwei Patienten in Innsbruck der Verdacht auf Corona-Virus. 

Innsbruck/Linz. – Bei beiden Personen (24) handelt es sich um Italiener aus der Lombardei, welche in der Tiroler Landeshauptstadt leben. Diese hatten sich nach dem Auftreten von Symptomen selbst an die Leitstelle gewandt. Die Untersuchungen an der Universitätsklinik in Innsbruck bestätigten dann den Verdacht: beide Tests waren positiv.

Corona-Verdachtsfall auch in Oberösterreich

Die beiden Betroffenen befinden sich laut dem ORF aber nicht in einer akuten Situation, seien bereits wieder fieberfrei. Bis zum Wochenende müssen die beiden jungen Patienten noch in Quarantäne ausharren. Möglicherweise bleiben es aber nicht die einzigen beiden Fälle: Auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz gibt es einen Verdachtsfall im Stadtteil Pichling. Die 55-jährige Person begab sich nach einer Italienreise ebenfalls mit einschlägigen Symptomen zum Arzt, das Testresultat stand erst am frühen Abend fest. Gegen 17.30 Uhr konnte zumindest in diesem Fall Entwarnung gegeben werden.

Gleichzeitig sorgte gerade in Oberösterreich – dort gab es bereits am Montag einen Fehlalarm bezüglich eines Passagiers in einem tschechischen Reisebus – für Vorsichtsmaßnahmen. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) brach einen Auslandsaufenthalt ab, außerdem sollen erste Faschingsfeiern sicherheitshalber abgesagt worden sein. Für Kritik, vor allem aus dem patriotischen Lager, sorgt der Umstand, dass die türkis-grüne Regierung kürzlich 50.000 Atemschutz-Masken nach China sandten. Bei heimischen Apotheken sind diese nun offenbar Mangelware.

Ernstzustand in Italien: Öffentliches Leben beeinträchtigt

Sämtliche jüngsten Verdachtsfälle waren nicht mehr selbst in China, sondern könnten sich in Norditalien angesteckt haben. Dort gibt es in den letzten Tagen über 200 Neuerkrankungen und sieben Tote. Damit ist Österreichs südliches Nachbarland unter den EU-Staaten am stärksten vom neuartigen Virus betroffen. Die Suche nach dem „Patienten null” dauert dort an.

In der am stärksten betroffenen Region Lombardei wurden zahlreiche Ortschaften abgeriegelt. Öffentliche Veranstaltungen einschließlich Gottesdienste sind dort bis auf weiteres untersagt. Sogar Fußballspiele der obersten Spielklasse mussten verschoben werden. Auch beim berühmten Karneval in Venedig kam es aus Sicherheitsgründen zu einem vorzeitigen Abbruch.


Aktualisiert (25.02.2020 19:00): Wenige Minuten nach der Veröffentlichung dieses Artikels konnte im Fall in Linz Entwarnung gegeben werden. Wir haben unseren Artikel entsprechend angepasst. 

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Widerstand.

    26. Februar 2020 at 9:47

    Die echte Grippe ist doch um den Faktor tausend gefährlicher, von anderen Krankheiten ganz zu schweigen. Es gibt doch nur eine Frage: WOHER KOMMT DIESER VIRUS. Es gibt Vermutungen, dass er aus einem Labor für biologische Kampfstoffe kommt. DAS IST EINE VERMUTUNG. Seltsam ist auch, dass anscheinend ein gewisser Herr Bill Gates, beteiligt an entsprechenden Impfstofffirmen, schon vor geraumer Zeit vor einem Coronavirus gewarnt hat. Zufälle oder nicht, das werden weitere Recherchen zeigen. In den USA gibt es interessanterweise keinen Infizierten meines Wissens. China und Europa sind im geopolitischen Visier der USA.
    ALLES ZUFÄLLE.

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Gesellschaft

Fall Marcus H.: Opfer starb nach Schlägen – Syrer erhält nur Bewährungsstrafe

Stefan Juritz

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am

Er war wütend, deshalb schlug er zu. Das gestand Sabri H. vor Gericht. Ins Gefängnis muss er trotzdem nicht.

Magdeburg/Wittenberg. – Am Donnerstag ist der Syrer Sabri H. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Weil der Angeklagte behauptet, zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt gewesen zu sein, fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 „Ich war wütend, deshalb habe ich zugeschlagen”

Es geschah im Jahr 2017 vor einem Einkaufszentrum in Wittenberg. An diesem Tag versetzte der Syrer dem 30-jährigen Deutschen Marcus H. mehrere Faustschläge. Dieser schlug daraufhin mit dem Hinterkopf am Asphalt auf und verstarb später an seinen Verletzungen. Wie die BILD berichtet, legte der Angeklagte am letzten Verhandlungstag nun ein Geständnis ab. „Ich war wütend, deshalb habe ich zugeschlagen“, sagte Sabri H. vor Gericht aus.

Dass es überhaupt zu einem Prozess kam, war nicht von Anfang an klar. Kurz nach der Tat hatte die Staatsanwaltschaft Dessau noch von Notwehr gesprochen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten jedoch ein ganz klar anderes Bild. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg brachte den Fall schließlich vor Gericht und klagte Sabri H. wegen Körperverletzung mit Todesfolge an.

 „Er hat im Gerichtssaal mehrfach gelacht”

Karsten H., Vater des Opfers und Nebenkläger in diesem Fall, zeigte sich sehr enttäuscht über das am Donnerstag gefällte Urteil. „Er hat meinen Sohn getötet, zugegeben, dass er aus Wut handelte, aber dafür hat er nicht einen einzigen Tag in Haft gesessen. Er hat im Gerichtssaal mehrfach gelacht. Er lebt sein Leben weiter, als wäre nichts geschehen“, sagte er der BILD.


Mehr Details zu diesem Fall findet man auf der Homepage von Ein Prozent. Das patriotische Bürgernetzwerk hat den Fall seit Beginn verfolgt und unterstützt Karsten H. Ein-Prozent-Leiter Philip Stein spricht von einem „Skandalurteil”. Hier lesen: „Skandalurteil: Täter im Fall Marcus H. kommt davon”

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Gesellschaft

Rizin-Bombe gebaut: 10 Jahre Haft für Islamisten

Joshua Hahn

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Er wollte in Deutschland einen Sprengstoffanschlag mit dem Kampfstoff Rizin verüben. Nun wurde der Tunesier Sief Allah H. zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Düsseldorf. – Im Jahr 2018 wurde der Islamist gemeinsam mit seiner Frau von Spezialkräften der Polizei festgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten Utensilien zum Bombenbau sowie des Giftstoffs Rizin. Das Gericht verurteilte den Tunesier nun laut „n‑tv“ zu zehn Jahren Haft wegen der Herstellung einer Biowaffe sowie der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Die Verteidigung hatte zuvor ein Maximalstrafmaß von acht Jahren gefordert. Eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft betonte, dass es das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sei, dass wegen der Planung eines Attentats mit einem biologischen Kampfstoff verhandelt wurde.

Täter bestritt Anschlagspläne

Vor Gericht bestritt der Tunesier, welcher 2016 nach Deutschland kam, die Pläne. Mit den Utensilien habe er lediglich für seine künftige Zeit beim „Islamischen Staat“ üben wollen. Einen konkreten Anschlagsplan habe er jedoch nicht verfolgt. Vor Gericht sagte er außerdem, dass der Dschihad nicht barbarisch sei – „er ist im Islam eine Pflicht“. Wie die „Bild“ berichtet, wurde im Vorfeld der Verhandlung das Verfahren gegen seine Ehefrau Yasmin abgetrennt, weil das Gericht ihren Verteidigern Prozessverschleppung vorwarf.

Vor Gericht erklärte ein BKA-Beamter, man hätte mit Hilfe der fertiggestellten Bio-Waffe im schlimmsten Fall bis zu 13.500 Menschen umbringen können.

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Gesellschaft

Wegen Coronavirus: NRW entlässt Häftlinge vorzeitig

Joshua Hahn

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Konkret sollen Häftlinge entlassen werden, wenn sie eine Strafe unter 18 Monaten verbüßen müssen.

Düsseldorf. – Aus Sorge vor einem Krankheitsausbruch des neuartigen Coronavirus in Gefängnissen will Nordrhein-Westfalen Häftlinge früher entlassen.

Freie Zellen benötigt

Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, erklärte der Justizminister Peter Biesenbach (CDU), dass man bis zu 1.000 freie Zellen benötige. Man brauche die Kapazitäten, um gegebenenfalls auch innerhalb der Gefängnisse Quarantänezonen errichten zu können. Die Insassen, welche weniger als eineinhalb Jahre Haft verbüßen müssen, sollen deshalb vorzeitig entlassen werden, sollten die Strafe regulär bis Ende Juli auslaufen. Durch diese Maßnahme soll nun Platz geschaffen werden.

Keine Entlassung für Schwerverbrecher

Für Sexual- und andere Schwerverbrecher gelte diese Regel jedoch nicht. Ausgenommen sind außerdem flüchtige Häftlinge, welche beispielsweise aus einem Hafturlaub nicht freiwillig zurückkehrten. Wie die „Bild“ berichtet, stellte der Justizminister zudem klar: „Es gibt keinen Corona-Rabatt für Straftäter. Alle Bundesländer arbeiten an vergleichbaren Regelungen“.

Laut „Focus“ gibt es bis jetzt keinen einzigen bestätigten Virusfall in Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sind dort 16.000 Personen inhaftiert.

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