AfD-Chef Chrupalla bei Brandanschlag leicht verletzt

Mutmaßlich linksextreme Täter schlichen sich auf das Privatgrundstück des AfD-Vorsitzenden und zündeten dessen PKW an. Beim Löschversuch wurde Chrupalla leicht verletzt. Der Staatsschutz ermittelt.

2 Minuten
<p>Symbolbild: Christoph Scholz via <a href="https://www.flickr.com/photos/140988606@N08/28411573033">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Christoph Scholz via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Görlitz. – In der Nacht auf Montag kam es zu einem mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf das Privatfahrzeug des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla. Bei dem Versuch, das Auto selbständig zu löschen, erlitt der 44-Jährige eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Mehrere Stunden später entließ sich der AfD-Politiker selbst.

Laut Medienberichten wurde Chrupallas VW-Caddy gegen 23.20 Uhr von Unbekannten in Brand gesteckt. Die später eintreffende Feuerwehr konnte die Flammen am Fahrzeug löschen und ein weiteres Ausbreiten des Brandes verhindern. Am Fahrzeug entstand dennoch einen Totalschaden. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Enthüllungen über die ÖVP

Chrupalla: „Diese Eskalation muss aufhören“

Gegenüber der Bild-Zeitung teilte Chrupalla am Montagmorgen mit: „Bei aller Schärfe in der politischen Auseinandersetzung, aber das ist ein direkter Angriff auf meine Familie. Das überschreitet alle nur denkbaren Grenzen. Diese Eskalation muss aufhören.“

Immer wieder kommt es zu Brandanschlägen auf Fahrzeuge der AfD. Ende Dezember gab es in Dresden einen Anschlag auf einen AfD-Politiker, wobei dessen Fahrzeug komplett ausbrannte. Außerdem war unter anderem bereits im vergangenen Oktober in Thüringen ein Wahlkampf-LKW der Partei angezündet worden. Einen Monat zuvor hatte es in Sachsen einen Brandanschlag auf den Fuhrpark der AfD gegeben. Allgemein ist die AfD jene Partei, deren Einrichtungen und Repräsentanten am öftesten Ziel von politischen Anschlägen werden.

Weiterlesen:

„Dresden: Mutmaßliche Linksextremisten zünden Auto von AfD-Politiker an“ (30.12.2019)

„AfD-Fahrzeug auf Privatgrund in Thüringen abgefackelt“ (19.10.2019)

„Anschlag auf AfD-Fuhrpark: Behörden gehen von politischem Motiv aus“ (20.09.2019)

„Pasemann (AfD): ‚Linksextremismus ist kein aufgebauschtes Problem'“ (31.10.2019)

Cover der Freilich-Ausgabe #10
AfD. Aber normal! - Neue Ausgabe unseres Magazins erschienen!
Die AfD komplettiert die Demokratie als parlamentarische Rechte. Wir erklären, was das freiheitliche Lager in Deutschland ausmacht und sprechen mit Alice Weidel und Tino Chrupalla über ihre Visionen für Deutschland und den Druck des Establishments.
Jetzt abonnieren