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Deutschland

Berlin: Oberbürgermeister fordert Aufnahme von Kindern aus Lagern

Joshua Hahn

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Der Migrationskonflikt an der EU-Außengrenze spitzt sich weiter zu. Der Oberbürgermeister Berlins, Michael Müller, hat nun eine rasche Aufnahme von Kindern aus Migrantenlagern gefordert.

Berlin. – Zuvor sprach sich bereits der Innenminister Horst Seehofer (CSU) für ähnliche Maßnahmen aus, ruderte anschließend jedoch zumindest teilweise wieder zurück.

Müller will „schnelle und solidarische Hilfe“

Am Mittwoch forderte der Sozialdemokrat Müller in Berlin, dass Städte, welche sich dazu bereit erklären, „schnelle und solidarische Hilfe“ zu leisten, dafür auch die Erlaubnis vom Bund erhalten sollten. Horst Seehofer sprach im Vorfeld laut der Welt bereits von ähnlichen Maßnahmen. So gab er an, möglichst schnell die Ordnung an der griechisch-türkischen Grenze sicherzustellen, um sich anschließend rasch dem „Thema der Humanität“ zuwenden zu können.

So wolle er beispielsweise ebenfalls Kinder aus den Migrantenlagern in die BRD holen. Mittlerweile betonte Seehofer laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung allerdings, sich missverstanden zu fühlen. So sei sein Vorschlag an mehrere Bedingungen geknüpft gewesen, was jedoch nicht ausreichend erwähnt worden sei.

Auch Österreichs Vizekanzler wollte Kinder holen

Die Überlegung, man möge im Zweifelsfall Frauen und Kinder nach Europa bringen, war auch in Österreich schon Gegenstand politischer Debatte. Grünen-Chef Kogler schlug diese Option erst kürzlich vor. Nachdem der Koalitionspartner ÖVP dafür nicht zu haben war, ruderte er zurück. Es handle sich dabei lediglich um eine Privatmeinung, so der Vizekanzler.

Nichtsdestotrotz sprach sich auch sein ehemaliger Parteikollege und nunmehrige Bundespräsident Alexander van der Bellen für eine Aufnahme in einem „gewissen Ausmaß“ aus. Immerhin stünden viele der Asylunterkünfte aus den Jahren 2015-16 derzeit leer. Eine ganz anderen Ansatz befürwortet FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl. Der Ex-Innenminister sprach sich dafür aus, das Asylrecht auf unbefristete Zeit auszusetzen – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen: 

Asylkrise: Aufnahme von Kinder und Frauen nur Koglers „Privatmeinung” (3.3.2020)

5 Comments

5 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    6. März 2020 at 3:12

    „Grünen-Chef Kogler schlug diese Option erst kürzlich vor“

    Wer A sagt, der muss auch B folgen lassen.
    Für jeden gesunden Menschenverstand, der zu Ende denken kann, würde das bedeuten, dass Kindererziehung rund um die Uhr (der Tag hat 24 Stunden) und die volle Verantwortung gegenüber den Kindern bis mindestens 18 Jahren zu folgen haben.

    Wer fühlt sich danach für derlei Kinder (traumatisiert, wegerrissen, entwurzelt ihrer eigenen Ethnie zuständig? Woher die Leute aus einer Gesellschaft nehmen, die ihre eigenen bereits über die Krippe entsorgt?

    Rabeneltern schaffen Rabenkinder und wie wir gerade vorgeführt bekommen mündet der Weg bei Raben-Politikern.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    6. März 2020 at 4:15

    Müller will „schnelle und solidarische Hilfe“

    Abends wird der Faule fleissig.

  3. Avatar

    Klasube

    6. März 2020 at 13:49

    „Der Ex-Innenminister sprach sich dafür aus, das Asylrecht auf unbefristete Zeit auszusetzen.“
    Das halte ich zwar momentan für juristisch bedenklich, in Anbetracht der besonderen Umstände aber für vertretbar.
    Immerhin hat sich ja unsere Bundeskanzlerin 2015 auch auf besondere Umstände bei der Grenzöffnung berufen, an denen sie bis zum heutigen Tage sogar festhält.
    Eine rasche Änderung des Asylrechts ist auf jeden Fall nicht nur wünschenswert, sondern wirtschaftlich unabdingbar…!

  4. Avatar

    Klasube

    6. März 2020 at 13:55

    „Der Oberbürgermeister Berlins, Michael Müller, hat nun eine rasche Aufnahme von Kindern aus Migrantenlagern gefordert.“
    Nein, und nochmals Nein! Hört endlich mit diesem Schwachsinn auf! So leid mir jedes Einzelschicksal tut – wir können uns nicht für die halbe Welt verantwortlich machen lassen und nicht die halbe Welt ernähren.
    Außerdem wäre diese Maßnahme ein Tropfen auf den heissen Stein, der nichts, aber auch gar nichts an der Situation ändert, außer neue Fluchtsignale zu senden.
    Auch sollte Herr Müller zuerst einmal daran denken, seinen defizitären Haushalt zu sanieren, bevor er ständig das Geld anderer Leute ausgibt…!

  5. Avatar

    André Frost

    7. März 2020 at 18:48

    Ja ja… erst sind’s die Kinder und dann die ganze Großfamilie , danke nein…kann ich drauf verzichten!

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