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Gesellschaft

Ihr seid verloren”: Video von Xavier Naidoo sorgt für Wirbel

Stefan Juritz

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am

Aktuell sorgt ein Video des deutschen Sängers Xavier Naidoo für reichlich Diskussionen in den sozialen Netzwerken. In dem knapp einminütigen Video richtet sich Naidoo offenbar an die Deutschen und singt über Political Correctness und die negativen Folgen der Asylkrise.

So heißt es in dem Lied etwa: „Ihr seid verloren. Ihr macht nicht mal den Mund für euch auf. So nehmen Tragödien ihren Lauf. Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden. Sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden.” An anderer Stelle singt er: „Weit und breit ist hier kein Mann, der dieses Land noch retten kann. Hauptsache es ist politisch korrekt – auch wenn ihr daran verreckt.” Und der Sänger bezieht sich anscheinend auch auf Morde durch Migranten: „Ich habe fast alle Menschen lieb, aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt?”

 

RTL distanziert sich

Für den Juror der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) könnte das nun aber Konsequenzen haben. Der Privatsender distanzierte sich am Mittwoch „von jeglicher Form von Rassismus”. Man sei „irritiert von dem aufgetauchten Video” und erwarte „klare Antworten” von Xavier Naidoo.

Mehrere Videos aufgetaucht

Neben diesem Video gibt es offenbar noch weitere Clips von Xavier Naidoo, die sich derzeit in den sozialen Netzwerken verbreiten. Wie der „T‑Online”-Journalist Lars Wienand auf Twitter bekannt gab, sei er bei seiner Recherche auf ein weiteres Video gestoßen. Darin äußert sich Naidoo kritisch zur linken „Wir sind mehr”-Kampagne: „Doch in Wahrheit seid ihr einfach nur peinlich und deutschlandfeindlich, denn wir seid leer”, singt der 48-Jährige darin.

Woher die Videos ursprünglich stammen, ist noch nicht geklärt. Allerdings veröffentlichte Wienand Screenshots einer Telegram-Gruppe, in der ein Nutzer namens „Xavier N.” den Clip teilte.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    11. März 2020 at 13:13

    Die reine Wahrheit kommt manchmal um ein paar grobe Worte nicht umhin.
    Hat er was Falsches gesagt?
    Dasselbe Statement pfeifen bereits die Spatzen von den Dächern.

    Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen.
    Galileo Galilei

  2. Avatar

    Klasube

    12. März 2020 at 17:30

    Toller Typ mit wahren Statements!
    Was ist „Rassistisch” an seiner Aussage?
    Gerade bei jemand wie ihm sollte das sehr nachdenklich machen. Diese „political correctness” wird immer unerträglicher…!

  3. Avatar

    Henryk

    12. März 2020 at 19:02

    Xavier, ich war immer dein Fan und werde ich immer bleiben. Danke für die wahre Worte. Ich habe in den 80 Jahren in Polen gelebt, anscheint war damals mehr Demokratie in einem kommunistischen Land als jetzt in Deutschland. Die Musik und Kabarett waren frei. Ganz ehrlich, bei RTL läuft nur Schwachsinn hoch drei, kein Wunder, dass die deiner Kunst nicht gewachsen sind.

  4. Avatar

    Kaiser

    12. März 2020 at 19:27

    Halte bitte durch und lass dich nicht unter kriegen. Deutschland braucht viel mehr von deinem Charakter. Wir lieben dich.

  5. Avatar

    Klasube

    14. März 2020 at 23:57

    Nachdem sich Dieter Bohlen soeben hinter Mainstream-RTL und gegen seinen Mitjuror Naidoo gestellt hat, möchte ich nur soviel sagen: von jemanden wie Herrn Bohlen, der für seine markigen Sprüche unter der Gürtellinie, aber auch für seine konsequenten Urteile bekannt ist, hätte ich mehr Rückgrat, Ehrlichkeit und Loyalität erwartet, denn die Aussagen von Xavier in seinem Video zeigen Realitäten auf und haben nichts mit Rassismus zu tun (gerade von ihm? Ist doch lächerlich!).
    Aber am Ende ist auch Herrn Bohlen das eigene Hemd näher als der Rock. Schade – für mich ist Bohlen und RTL und DSDS gestorben…!

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Deutschland

Pegida-Gründer Lutz Bachmann will AfD beitreten

Joshua Hahn

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am

Sollte seine Beschäftigung bei Pegida zum Problem werden, wolle er bei den Veranstaltungen der Bewegung künftig nur noch als Gastredner auftreten.

Dresden. – Der Gründer der patriotischen Bürgerbewegung Pegida, Lutz Bachmann, hat sich dazu entschlossen, in der Parteipolitik aktiv zu werden. Aus diesem Grund will er nun der AfD in Sachsen beitreten.

Bachmann: „Partei der Basisdemokratie“

In einem Beitrag auf Facebook teilte Bachmann am Donnerstag einen ausgefüllten Beitrittsantrag der AfD Sachsen. Dazu schrieb er: „Der Mitglieder-Antrag geht morgen früh raus!“ Die AfD bezeichnete der Pegida-Gründer als „Partei der Basisdemokratie”. Sollte es für den Beitritt nötig sein, als Vorsitzender von Pegida zurückzutreten, wolle er dies tun. Ganz will Bachmann seine Präsenz bei Pegida jedoch nicht ruhen lassen: Im schlimmsten Fall werde er eben als „Gastredner“ bei künftigen Veranstaltungen auftreten, kündigte Bachmann an.

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Gesellschaft

Wien: Provokante Impf-Plakate mit Kurz aufgetaucht

Julian Schernthaner

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Da dürften einige Bürger ihren Augen nicht getraut haben: Als sie am Donnerstag in Wien an der ÖVP-Zentrale nahe des Rathauses vorbeigingen, hing dort ein täuschend echt ausschauendes Sujet mit Bundeskanzler Sebastian Kurz. 

Wien. – Auf dem Plakat trägt der Regierungschef dabei einen Arztkittel und hält eine türkise Spritze mit einem Serum. In der typischen Schrift seiner Partei steht darauf geschrieben: „Ich spiele mit eurer Angst und nehme euch eure Rechte” – also wohl eine kreative Protest-Aktion gegen die Maßnahmen der türkis-grünen Koalition. Dass der Kanzler eine Spritze hält, könnte eine Anspielung darauf sein, dass einige Parteigranden wie der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer eine Impfpflicht befürworten.

Rätsel in sozialen Medien um Plakat-Herkunft

Wie der Wochenblick berichtet, verbreitete sich das Fake-Plakat am Freitag wie ein Lauffeuer in sozialen Medien. Und tatsächlich: Das Netz rätselt mittlerweile nicht nur über die Echtheit, sondern auch über die Urheberschaft. Diverse Spekulationen, von politischen Gegnern der Türkisen bis hin zu verärgerten Bürgern, machen dabei die Runde.

Dabei könnte die Aktion tatsächlich aus mehreren Richtungen kommen. Denn galt Österreichs im März dank seiner schnellen Reaktion noch als Vorreiter in Europa, mehren sich mittlerweile kritische Stimmen aus allen Richtungen. Viele halten die Maßnahmen derzeit überzogen, es formiert sich zunehmender Widerstand in Form von Protestkundgebungen – Die Tagesstimme berichtete.

Patriotische Protestgruppe als Urheber?

Eine dünne Spur konnte die Tagesstimme dann aber doch noch bis auf Telegram verfolgen. Dort teilte die Wiener Gruppe von „Die Österreicher” (DO5) das Sujet bereits am Donnerstag in ihrem Kanal. Ob es sich bei der patriotischen Protest-Gruppe tatsächlich um die Urheber der Aktion handelt, ist vorerst noch unklar. Laut dem Posting hätten sie das „neue Werbesujet von Gottkanzler Kurz” selbst „überrascht” bei einem Spaziergang entdeckt.

Unabhängig davon, ob sie nun dafür verantwortlich sind, dürfte die Gruppe der Stoßrichtung zustimmen: „Die ÖVP hat scheinbar beschlossen, endlich Klartext mit ihren Untertanen zu sprechen! Keine geheimen Gespräche mehr in denen man plant wie man ihnen Angst einjagt, sondern brutale Offenheit,” so die Protestgruppe süffisant in ihrem Beitrag. DO5 gründete sich im Jänner in Wien unter der Leitung von Jakob Gunacker, auch Identitären-Chef Martin Sellner mobilisiert regelmäßig zu deren Bürgertreffpunkten.


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Gesellschaft

Heimat als Trumpf: Beliebtheit regionaler Produkte bekommt neuen Schub

Monika Šimić

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Zu wissen, woher die einzelnen Produkte und Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, kommen, wird für viele Menschen immer wichtiger. Besondere Bedeutung hat Regionalität und ganz allgemein die Herkunft von Lebensmitteln aber während der Coronavirus-Krise bekommen. Aus diesem Grund möchte die Tagesstimme dieses Thema kurz näher beleuchten, bevor der Fokus in den nächsten Wochen wieder stärker auf lokale und überregionale Nachhaltigkeitsthemen gelenkt wird.

Die Regionalität eines Produktes ist für viele Menschen ein zentraler Faktor beim ökologischen, nachhaltigen Einkaufen von Lebensmitteln. Bereits seit einigen Jahren steht der Begriff im Grunde für ein Gegenmodell zur Globalisierung und damit zur räumlichen und sozialen Entfremdung der Menschen. Auch aufgrund der Coronavirus-Krise war in den vergangenen Wochen und Monaten wieder verstärkt von einem Trend in diese Richtung die Rede, weil vielen erst da bewusst wurde, wie wichtig eine starke regionale Wirtschaft, wie wichtig die Verfügbarkeit regionaler Produkte ist.

Einkaufen in der Krise

Das österreichische Gallup Institut hat Anfang April insgesamt 1.000 Personen befragt, um herauszufinden, wie während der Krise einkauft wird und inwiefern sich die Einkaufsgewohnheiten der Menschen verändert haben. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass der Onlinehandel – wie zu erwarten war – insgesamt zugelegt hat. Auch wenn die heimischen Onlineshops Österreicher nur in einigen Produktgruppen mehr anziehen können als internationale, hat sich gezeigt, dass das Angebot regionaler Produkte das Einkaufsverhalten der Menschen ändern könnte.

Auf die Frage über die Motivation, in Zukunft häufiger bei österreichischen Online-Shops zu kaufen, nannten 61 Prozent das Angebot regionaler oder heimischer Produkte. Zudem gaben 67 Prozent der Befragten an, auch nach der Krise mehr regionale Produkte kaufen zu wollen. Bei heimischen Unternehmen wollen nach der Krise 63 Prozent kaufen. „Die Bedeutung regionaler Produkte und heimischer Unternehmen wird sich auf einem höheren Niveau als vor der Krise einpendeln“, meint Handelsforscher Prof. Dr. Peter Schnedlitz.

Österreicher mit Sympathien für Regionalität

Dass die Mehrheit der Österreicher den Begriff Regionalität sympathisch findet und von einer steigenden Bedeutung der Regionalität ausgeht, hat sich jedoch schon vor Ausbruch der Coronavirus-Krise gezeigt.

In einer vom Institut für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) durchgeführten Umfrage, die vom Österreichischen Genossenschaftsverband in Auftrag gegeben, erklärten 89 Prozent der Befragten den Begriff nicht nur sympathisch zu finden, sondern regionale Produkte und Dienstleistungen auch als Beitrag für die heimische Wirtschaft zu sehen.

In der unter 1.000 Befragten durchgeführten Umfrage zeigte sich somit ein deutlicher Trend hin zum regionalen Wirtschaften, wie auch Peter Haubner, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Genossenschaftsverbandes, erklärte.

Bonus für regionale Produkte geplant

Doch auch die heimische Politik widmet sich dem Thema Regionalität nun anscheinend intensiver. Mitte Mai trafen nämlich Vertreter der türkis-grünen Regierung bei einem „Regionalitätsgipfel“ mit Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger und Vertretern der Gastronomie, Nahrungsmittelindustrie und des Lebensmitteleinzel- und Lebensmittelgroßhandels zusammen, um über das Erzielen von mehr regionaler Wertschöpfung in der und über die Coronavirus-Krise zu sprechen.

Geplant ist nun ein „Regional-Bonus“, an dem die Regierung aktuell noch arbeitet. Damit soll der Konsum regionaler Produkte gestärkt werden, wodurch folglich auch die gesamte Volkswirtschaft profitieren würde.

Regionale Produkte auch via Internet kaufen

Aufgrund der Coronavirus-Krise konnten sich verschiedene Plattformen, die Informationen über regionale Unternehmen geben oder regionale Produkte auch direkt anbieten, kürzlich wachsender Beliebtheit erfreuen. Ein Beispiel ist hier etwa die Plattform „Netzwerk Kulinarik“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, nicht nur Produkte, sondern auch Leistungen aus österreichischen Regionen „noch bekannter“ zu machen, wie es auf der Website heißt.

Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die Plattform „markta“, die urbane Konsumenten direkt mit regionalen Lebensmittelproduzenten verbindet. Kunden können ihre frischen Produkte einfach über die Plattform bestellen und direkt nach Hause liefern lassen. So werden regionale Bio-Bauernhöfe, Familienbetriebe und Kleinproduzenten, die gegen die etablierte Konkurrenz und die großen Lebensmittelketten kaum Chancen haben, unterstützt und gefördert.

Herkunftskennzeichnung immer wieder Thema

Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch die Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln eine wichtige Rolle. Bereits des Öfteren hat etwa die FPÖ eine Verbesserung in diesem Bereich gefordert. Erst am Mittwoch stand ein Antrag betreffend die lückenlose Herkunftskennzeichnung auf der Tagesordnung im Landwirtschaftsausschuss des Nationalrates.

Bis jetzt sei eine Verbesserung bei der Herkunftsauslobung insbesondere von der ÖVP abgelehnt worden, erklärte der freiheitliche Landwirtschaftssprecher und Nationalratsabgeordnete Peter Schmiedlechner. „Wir hoffen diesmal auf breite Unterstützung, es wurde nämlich wiederholt während der Corona-Krise versprochen, die heimischen Betriebe zu unterstützen. Wie wertvoll unsere Lebensmittel sind, haben wir jetzt alle gesehen“, so Schmiedlechner.

Abwarten, ob sich Bewusstsein ändert

Auf die Wichtigkeit der Herkunftskennzeichnung wies auch der freiheitliche Tourismussprecher Gerald Hauser hin. Für viele Touristen würde der Einsatz regionaler Landwirtschaftsprodukte das Erlebnis erst so richtig abrunden. Zudem würde durch die Land- und Forstwirtschaft auch Pflege der Kulturlandschaft betrieben.

Letztendlich bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit sich die durch die Coronavirus-Krise ins Rollen geratenen Entwicklungen etwa auf die Wirtschaft oder auch das Bewusstsein der Menschen bezüglich der Fragen etwa zu Globalisierung, Regionalität und auch der damit einhergehenden Nachhaltigkeit auswirken werden.


Weiterlesen: 

Österreichische Regierung plant „Regional-Bonus” für heimische Lebensmittel (13.5.2020)

Heimat und Regionalität dürfen keine reinen Worthülsen sein! (Kolumne, 13.5.2020)


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