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Frontex verstärkt Einheiten an griechisch-türkischer Grenze

Immer noch versuchen Tausende Migranten über die griechische Grenze und damit in die EU zu gelangen. Nun treffen aber weitere Sicherheitsbeamte ein und auch der Schutz an der griechischen Grenze wird verstärkt.

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<p>Bild: Einsatzkräfte der griechischen Polizei / Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/laoulaou/3563757703">flickr</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC BY-ND 2.0</a> (Bild skaliert und zugeschnitten)</p>

Bild: Einsatzkräfte der griechischen Polizei / Bild: flickr CC BY-ND 2.0 (Bild skaliert und zugeschnitten)

Kastanies. – Heute sind an der Grenze Griechenlands zur Türkei zusätzliche Frontex-Sicherheitsbeamte zum Einsatz gekommen. Neben Einsatzkräften aus Österreich und Zypern, die bereits seit einer Woche an Ort und Stelle sind, werden ab sofort auch Polen und Tschechen dabei sein, teilte das griechische Ministerium für Bürgerschutz mit. Seit Tagen warten an der griechisch-türkischen Grenze Tausende Migranten darauf, in die EU zu gelangen.

Mehrere Tausend Migranten drängen in Richtung EU

„Es kann jeden Moment wieder losgehen“, sagte ein griechischer Beamter des Zolls am seit mehreren Tagen geschlossenen Grenzübergang der Nachrichtenagentur dpa. Auf der türkischen Seite der Grenze befänden sich nämlich nach Schätzungen des Militärs mehr als 6.000 Migranten, die auf die nächste Gelegenheit warten, die Grenze zu überqueren. Nach drei Tagen Ruhe war es am Mittwochabend erneut zu schweren Zusammenstößen am Grenzübergang von Kastanies/Pazarkule gekommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Migranten schleuderten Dutzende Brandflaschen, Steine und andere Gegenstände über den Zaun und versuchten, ihn niederzureißen, um über die Grenze nach Griechenland zu gelangen. Die griechischen Sicherheitskräfte setzten daraufhin Tränengas ein. Die Lage beruhigte sich am späten Mittwochabend wieder.

Sicherung der griechischen Grenze

Politische Beobachter in Athen gingen davon aus, dass es in den nächsten Tagen immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen kommen könne. Damit solle Druck auf die EU ausgeübt werden, türkischen Forderungen entgegenzukommen.

Indes beobachteten Reporter ein großes gepanzertes Fahrzeug der österreichischen Polizei, das sich entlang der Straße zum Grenzfluss Evros nahe der Kleinstadt Orestiada bewegte. Es wurden auch mehrere Lastwagen gesichtet, die Stacheldraht sowie große Zementhindernisse in die Pufferzone zwischen Griechenland und der Türkei brachten.

Türkische Grenze bleibt weiter offen

Am Dienstag soll in Istanbul ein Gipfeltreffen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron stattfinden. „Bis dahin müssen wir äußerst vorsichtig sein“, sagte ein Polizeioffizier der dpa in der Hauptortschaft der Grenzregion Alexandroupoli am Donnerstagmorgen.

Erdogan hatte am Mittwochabend noch mitgeteilt, dass die Türkei ihre Grenze zur EU weiter für Migranten offen halten werde. Sie würden so lange geöffnet bleiben, bis die Europäische Union ihre Versprechungen aus dem Flüchtlingspakt von 2016 umsetze. Merkel hatte erst am Montag gesagt, dass sie für eine „neue Stufe“ des EU-Türkei-Abkommens sei, sprich für eine Weiterentwicklung des Pakts. Sie kritisierte allerdings die türkische Grenzöffnung scharf. Es sei zwar verständlich, dass die Regierung in Ankara mehr Unterstützung von der EU erwarte, sagte die Kanzlerin. Es sei aber „völlig inakzeptabel“, dass dies „auf dem Rücken der Flüchtinge“ ausgetragen werde.

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