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Österreich

Grüne in Wien und Graz wollen mehr Migranten aufnehmen

Julian Schernthaner

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Mit Wortmeldungen, die eine Aufnahme zusätzlicher Kontingente an Migranten von der EU-Außengrenze fordern, sorgten grüne Stadtpolitiker in Österreichs beiden größten Städten für Aufregung.

Wien/Graz. – Zuerst hatte bereits die prononciert linke grüne Wiener Bürgermeisterin Birgit Hebein ihre Absicht betont, insbesondere „Frauen und Kinder“ aufzunehmen. Nun zog auch Judith Schwentner, grüne Stadträtin in Graz, mit einer ähnlichen Forderung nach. Auch Grünen-Vizekanzler Werner Kogler sorgte mit derartigen Aussagen schon für Aufsehen. Nachdem dies beim Koalitionspartner ÖVP aber auf Ablehnung gestoßen war, ruderte er zurück, bezeichnete die Forderung als seine „Privatmeinung“ – Die Tagesstimme berichtete.

Hebein twitterte unter #WirHabenPlatz

Hebein vertrat auf Twitter die Ansicht, dass ihrem Gefühl zufolge Österreicher „offen sind zu helfen, Schutz zu geben“. Wie die „Krone“ später berichtete, bestätigte ihr Büro dies; bei der Aufnahme von Frauen und Kindern sondiere man, „was Wien konkret tun kann“. Außerdem regte sich die grüne Hauptstadt-Chefin über „Sprachbildern, die Angst erzeugen sollen“, auf. Diese gelte es zu vermeiden, es brauchen eine „lösungsorientierte Sprache“. Ihre Ausführungen rundete sie mit dem Hashtag #WirHabenPlatz ab, welchen Vertreter einer offenen Grenzpolitik derzeit rege verwenden.

Auch Grazer Grüne für Aufnahme von Migranten

Am selben Tag meldete sich Judith Schwentner zu Wort, die in der Grazer Proporzregierung als Stadträtin für Umwelt und Frauen agiert. Sie bezog sich dabei auf einen Zeitungsbericht, wonach die türkis-blaue Stadtkoalition sich gegen eine weitere Aufnahme von Migranten ausgesprochen hatte. Sie vertrete die Meinung, dass es „auch in Graz Platz für menschen auf der Flucht gibt, besonders für Frauen und Kinder“. Ihr Graz sei jedenfalls „solidarisch“.

FPÖ: Grüne sollen mit gutem Beispiel vorangehen

Diese Wortmeldung sorgte insbesondere bei Politikern der Freiheitlichen in der Murmetropole für große Ablehnung. FPÖ-Klubobmann Armin Sippel etwa schrieb: „Ich bin der Meinung, alle ‚Refugees-welcome‘ -Klatscher sollten mit gutem solidarischen Bespiel vorangehen und ihre eigenen vier Wände zur Verfügung stellen“. Auch der offizielle Facebook-Account der Grazer Blauen sprach diese Empfehlung aus. Für den Steuerzahler jedenfalls seien „keine weiteren Migranten zumutbar“.

 

 

1 Comment

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    Reiner07

    12. März 2020 at 19:48

    Na dann quartiert doch jeden der kommt bei dienen Vergrünten ein! Das wäre dann endlich einmal aktive und nicht passive Hilfe, welche immer „die Anderen“ (Allgemeinheit) machen soll. Die Heuchler sollen endlich einmal ihren „Wunsch“ selbst bezahlen und nicht permanent „fordern“. Diese Heuchler sollten zuerst einmal ihre eigene „Hilfsmöglichkeiten“ unter Beweis stellen.

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