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AfD-Vorstand fordert „Flügel“-Auflösung bis Ende April

Der AfD-Bundesvorstand entschied am Freitag, dass die parteiinterne Organisation „Flügel“ zeitnah zur Auflösung kommen soll. Dass die Partei damit aus dem Visier ihrer Gegner kommt, ist allerdings unwahrscheinlich.

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<p>Bild (Höcke 2019): Vincent Eisfeld / nordhausen-wiki.de via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Landesparteitag_AfD_Thüringen_2019_-_Björn_Höcke_-_1.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Höcke 2019): Vincent Eisfeld / nordhausen-wiki.de via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Wie die Junge Freiheit unter Berufung auf interne Kreise berichtet, geschah der Entschluss mit großer Mehrheit. Elf Ja-Stimmen stand eine Nein-Stimme sowie eine Enthaltung gegenüber. Offiziell erwartet man von dessen Vertretern die zeitnahe Selbstauflösung des nationalkonservativen Parteiflügels.

Entschluss nach internen Querelen

Dies geschieht vor dem Treffen der „Flügel“-Obleute am Samstag in Sachsen-Anhalt. Der zugrundeliegende Antrag erwartet als Ergebnis dessen „eine Erklärung darüber, dass sich der informelle Zusammenschluss“ bis 30. April auflöse. Zuvor hatten die Landeschefs in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hamburg diese mit teils drastischen Worten geäußert. Alle drei Landesverbände stehen eher für einen bürgerlich-konservativen Kurs und schossen schon in der Vergangenheit gerne gegen „Flügel“-Anhänger.

Als Auslöser für diesen Schritt gilt neben der Erklärung des Verfassungsschutzes, diesen zu beobachten, auch ein Video-Mitschnitt einer Rede von Björn Höcke. Bei einem „Flügel“-Treffen vor zwei Wochen hatte der Thüringer AfD-Chef empfohlen, jene Personen, die gegen die Einheit in der Partei arbeiteten, „auszuschwitzen“. Obwohl sich andere Akteure einst über Rechte in der Partei mit derselben Formulierung geäußert hatten, werteten seine Kritiker die Aussage als ungustiöses Wortspiel. Diese Darstellung wies Höcke jedoch umgehend zurück.

 „Flügel“ -Auflösung kein unumstrittenes Wagnis

Das nunmehrige Manöver ist nicht ganz unumstritten. Einige Beobachter, wie etwa der Politikwissenschaftler und Publizist Jonas Schick, werteten einen solchen Schritt bereits im Vorfeld als Maßnahme zur Unzeit.

Außerdem gibt es den Einwand, dass sich die AfD der Sorgen um eine Beobachtung der Gesamtpartei durch eine Flügel-Auflösung nicht entledigen würde. Dass diese Sichtweise durchaus Berechtigung hat, illustrierte die rechtsintellektuelle Zeitschrift Sezession mit dem Hinweis auf die Reaktion eines  Journalisten aus der etablierten Medienlandschaft.


Weiterlesen: 

„Ausgeschwitzt” & Co.: Flügel-Kämpfe zur rechten Unzeit (Kolumne, 19.3.2020)

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