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Deutschland

AfD: Björn Höcke kündigt Auflösung des „Flügels“ an

Stefan Juritz

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In einem Interview mit der Zeitschrift Sezession nahm Thüringens AfD-Chef Björn Höcke Stellung. Er und sein Parteikollege Andreas Kalbitz betonten auf Facebook zudem, dass es noch keinen „Beschluss zur Auflösung des Flügels“ gebe. Man beschäftige sich derzeit aber mit der „fristgerechten Umsetzung des Bundesvorstandsbeschlusses“.

(Beitrag aktualisiert, 22:06 Uhr)

Der rechte „Flügel“ in der AfD wird aufgelöst. Das hat „Flügel“-Mitinitiator Björn Höcke heute in einem Interview mit der Zeitschrift Sezession angekündigt. Am Freitag hatte der AfD-Bundesvorstand in Berlin mit großer Mehrheit die Auflösung des „Flügels“ bis Ende April gefordert (Die Tagesstimme berichtete), nachdem der parteiinterne Zusammenschluss zuvor vom Verfassungsschutz zum Beobachtungsfall erklärt worden war. „Der Bundesvorstand ist das höchste Exekutivorgan der Partei. Als Konservativer pflege ich die Institutionen, auch wenn ich weiß, welche irrationalen Dynamiken in mehrstündigen Sitzungen solcher Gremien ablaufen können“, so Höcke im Gespräch mit dem Verleger Götz Kubitschek.

Höcke: „Forderung kommt zum falschen Zeitpunkt“

Über den Beschluss des AfD-Vorstandes zeigt sich Höcke „peinlich berührt“, da diese Forderung seiner Ansicht nach zum falschen Zeitpunkt komme und einen Vorgang unterlaufe, der längst umgesetzt werde. „Nun geht das, worüber wir längst nachdenken, eben schneller. Unsere Arbeit weist über den Flügel hinaus, Andreas Kalbitz, ich selbst und alle anderen politikfähigen ‚Flügler‘ werden ihren politischen Kurs im Sinne der AfD weiterführen. Diejenigen aber, die den ‚Flügel‘ missverstanden haben und ihn verfilzen wollten, werden nicht mithalten können – genausowenig wie diejenigen in der Partei und im Bundesvorstand, die auf Kosten ihrer Parteifreunde allzu gute Kontakte zum Establishment suchen“, so Höcke.

Der „Flügel“ sei vor fünf Jahren gegründet worden, „um den Einbau der AfD ins Establishment zu verhindern“, blickt der Thüringer AfD-Chef zurück. Dies sei notwendig gewesen und seither habe sich die AfD sehr gut entwickelt. „Nun brauchen wir einen Impuls, der über den Flügel hinausweist und die Einheit der Partei betont.“

Kalbitz: Noch kein Beschluss zur Auflösung

Am Samstagabend meldete sich auch der Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz auf Facebook zu Wort. Er wies Medienmeldungen, wonach  es bereits einen „Beschluss zur Auflösung des Flügels“ gebe als „unzutreffend“ zurück. „Zutreffen ist, dass wir uns derzeit intensiv mit der Bewertung und möglichen fristgemäßen Umsetzung des Bundesvorstandsbeschlusses zum Flügel beschäftigen“

Die kursierenden Medienmeldungen über einen angeblich heute gefassten "Beschluss zur Auflösung des Flügels" sind…

Gepostet von Andreas Kalbitz am Samstag, 21. März 2020

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