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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

1 Kommentar

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    4. April 2020 at 15:45

    Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen.”

    dürfen”

    Wortverdrehung: müssen antreten
    damit die Drückeberger und Sozialklientel des eigenen Saftladens nicht verhungert.

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Gesellschaft

Mehrheit der deutschen Frauen gegen Gender-Sprache

Julian Schernthaner

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am

Eine aktuelle Umfrage bestätigt, was viele Bürger bereits ahnten: Weder bei Frauen noch bei Männern kommt die sogenannte „gendergerechte Sprache” sonderlich gut an.

Berlin. – Wie die Welt unter Berufung auf eine Auftragsbefragung über Infratest-Dimap berichtet, hat die Mehrheit der Deutschen keine Freude am ‚Gendern’. Denn 56 Prozent lehnen dies prinzipiell ab – und sowohl sanfte als auch harte Befürworter der linguistischen Veränderung machen nur ein Drittel aus. Besonders interessant: Auch 52 Prozent der Frauen richten sich gegen die Sprachvariante, die sie angeblich sichtbar machen soll.

Gender: Sogar Mitte-Links-Vertreter nicht nur begeistert

Angestoßen wurde die neuerliche öffentliche Debatte vor etwa einer Woche im Bezug auf die Talk-Sendung „Anne Will”. Nachdem die Moderatorin den weiblichen Aspekt der „Steuerzahler-Innen” betont hatte, legte Grünen-Chefin Anna-Lena Baerbock mit der Unsinns-Schöpfung „Steuer-Innen-Zahler” nach. Diese Äußerung rief vor allem in sozialen Medien diverse ablehnende Rekationen von Unmut bis Belustigung hervor.

Dabei ist selbst im mitte-links positionierten Mainstream keine einhellige Zustimmung vorhanden. ZDF-Talker Markus Lanz erklärte seine kritische Haltung wie folgt: „Die Lage einer verfolgten Minderheit in China wird keinen Deut besser, wenn man von Uigurinnen und Uiguren redet und sich dabei die Zunge verrenkt.” Und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Zeit, resümiert, selbst unter der kritikfreudigen Leserschaft seines Blattes habe sich „in 16 Jahren noch niemand darüber beschwert, dass wir nicht gendern”.

Verändert sprachlicher Wandel wirklich unser Denken?

Aus rein sprachwissenschaftlicher Sicht baut die gesamte feministische Linguistik auf der Annahme der Sapir-Whorf-Hypothese auf, wonach die semantische – also die Bedeutung von Zeichen betreffende – Struktur und der Wortschatz unserer Muttersprache unser Denken beeinflussen. Nach dieser Logik ist eine Veränderung der Gesellschaft nur über eine Veränderung der Sprache möglich. Kritiker wenden ein, dass manche Sprachen ohne grammatischen Genus wie Türkisch oder Persisch eher patriarchale Kulturen begleiten.

Zudem herrscht selbst unter befürwortenden Forscher kein Konsens über die Art und Weise des Genderns. Vom Binnen‑I über das Gender-Sternchen und den Gender-Gap bis hin zu radikalen Ansätzen wie die Ersetzung des Geschlechtsmarkers durch ein „x” gibt es zahlreiche Ansätze, die allesamt ihre Befürworter und Gegner haben. Dass die Bürger mit solchen Spitzfindigkeiten weniger anfangen können, zeigt sich allerdings an dieser jüngsten Umfrage.

Über 110.000 Unterschriften gegen Gendersprache

Bereits im Vorjahr hatte sich Widerstand gegen diesen sprachlichen Trend geregt. Zeitgleich liefen damals zwei Petitionen gegen Gendersprache. Jene des Vereins Deutsche Sprache (VDS), für den sich auch Prominente und sogar ganze Gemeinden engagieren, fand unter dem Titel „Schluss mit dem Gender-Unfug” nicht weniger als 76.000 Unterstützer. Die vordergründig von liberal-konservativen Kräften getragene „Stop Gendersprache Jetzt” schaffte es immerhin auf 35.000 Unterschriften. Beide Initiativen laufen noch.


Weiterlesen:

Zehntausende Unterschriften für Petitionen gegen Gender-Sprache (11.3.2019)

Sprachexperten rufen zum „Widerstand” gegen „Gender-Unfug” auf (7.3.2019)

Hannover und die Gender-Debatte: Frauen, Feuer und gefährliche Ideologie (Kolumne, 24.1.2019)


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Gesellschaft

Identitäre werfen Gewerkschaftsbund Mitschuld an Antifa-Überfall vor

Stefan Juritz

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am

Die Identitären geben dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eine Mitschuld am brutalen Tötungsversuch auf ein Mitglied von Zentrum Automobil. Der DGB bezeichnet die Aktion der Identitären als „feigen Anschlag” und erstattet Anzeige.

Stuttgart. – Aktivisten der Identitären Bewegung Deutschland (IBD) haben am Samstag kurzzeitig das Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) besetzt und dabei Kunstblut verschüttet. Außerdem brachten die Aktivisten ein Transparent mit der Aufschrift „DGB hat mitgeschossen!” auf. Damit übten die Identitären scharfe Kritik am DGB und machten auf Verstrickungen zwischen Antifa und Gewerkschaften aufmerksam.

Wie eine Polizeisprecherin gegenüber der Stuttgarter Zeitung berichtete, hatten sich mutmaßlich fünf Personen Zugang zum Vordach des DGB-Hauses verschafft und das Banner dort aufgehängt. Mit Unterstützung der Feuerwehr wurden die Aktivisten nach kurzer Zeit wieder vom Dach geholt. Die Polizei nahm anschließend die Personalien der Beteiligten auf.

Hintergrund: Tötungsversuch bei Antifa-Überfall

Hintergrund der Aktion ist ein brutaler Antifa-Überfall auf ein Mitglied der alternativen Gewerkschaft Zentrum Automobil in Stuttgart. Am 16. Mai hatten bis zu 50 vermummte Linksextremisten eine Gruppe von drei Personen am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen angegriffen. Alle drei wurden verletzt, einer von ihnen, Andreas Ziegler, liegt seither mit einem Schädelbruch im Koma. Augenzeugenberichten zufolge hätten die linksextremen Gewalttäter ihm sogar eine Gaspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt. Die Polizei ermittelt aktuell wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Zentrum Automobil hatte vor einigen Tagen Recherchen veröffentlicht, die zahlreiche Verstrickungen zwischen Antifa-Szene und den etablierten Gewerkschaften zeigen. Auf Bildern ist etwa zu sehen, wie Funktionäre der IG Metall hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Antifa und Gewerkschaften – Gemeinsam gegen rechts” stehen. Daneben sieht man auch Banner, auf denen „Zentrum Automobil zerschlagen” steht.

IB: „Wir konfrontieren die geistigen Brandstifter”

Die Identitären werfen den Gewerkschaften nun eine Mitschuld am brutalen Tötungsversuch auf Ziegler vor. „Die etablierten Gewerkschaften haben ein Klima der Ausgrenzung geschaffen, aus welchem die roten Gewalttäter die Rechtfertigung für ihre Taten ziehen. Wir sagen: Es reicht. Andreas Ziegler kämpft um sein Leben, wir konfrontieren die geistigen Brandstifter. Ihre Handlanger haben sein Blut vergossen – wir tragen es vor ihre Haustür!”, heißt es auf einem Flugblatt, das die Identitären bei ihrer Aktion am Samstag verteilten.

DGB erstattet Anzeige wegen Hausfriedensbruch

Der DGB verurteilte die Aktion und bezeichnete sie als „feigen Anschlag”. „Wir haben Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet und Strafantrag gestellt. Wir wollen, dass diejenigen, die für diese Aktion verantwortlich sind, strafrechtlich verfolgt werden”, teilte DGB-Landeschef Martin Kunzmann in einer Presseaussendung mit.

Die Identitären reagierten wenig später auf die Stellungnahme des DGB und kritisierten dabei das Verhalten der Gewerkschaft: „Während die DGB-Führung die letzten 14 Tage komplett geschwiegen hat, spricht sie nun im pathetischen Ton von einem vermeintlichen ‚Anschlag’ auf ihr Gewerkschaftshaus. Keine Worte der Entschuldigung zu dem feigen Überfall auf Andreas Ziegler, kein Beileid, keine Distanzierung von militanten Antifa-Gruppen”, heißt es von Seiten der Identitären. Ihre eigene Aktion sei hingegen friedlich und gewaltfrei verlaufen. „Ein Anschlag war das, was Andreas Ziegler widerfahren ist, der immer noch im Krankenhaus um sein Leben ringt”, betont die IBD.

Zu Worte meldete sich auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann. „Der @DGB_BW beklagt eine friedliche Protestaktion als ‚feige und hinterhältig’. Feige und hinterhältig war der Mordanschlag auf Andreas #Ziegler von der Gewerkschaft Zentrum Automobile, der auf dem Weg zu einer friedlichen Protestkundgebung war”, schrieb der AfD-Politiker auf Twitter.

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Gesellschaft

Straßentheater gegen Kurz: Provokante Aktion sorgt für Aufsehen

Julian Schernthaner

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Mit einem provokanten Straßentheater in Wien meldet sich die Protestbewegung ‚Die Österreicher’ (DO5) aus der Corona-Pause zurück. 

Wien. – Die Inspiration bei früheren aktionistischen Gruppen im patriotischen Lager wie den Identitären oder der Konservativ-Subversiven Aktion (KSA) ist unverkennbar – und dennoch hat die Aktion durch ihre tagesaktuelle Thematik eine gewisse Eigenständigkeit. Gewandet in Arztkittel und hinter Masken mit den Konterfeis von Regierungs-Mitgliedern begaben sich die Aktivisten am Freitag auf die Straße.

Straßentheater: Kanzler als Impf-Arzt mit Riesen-Spritze

Das Video der Aktion spielt sich zu großen Teil im Wiener Stadtpark ab. Der als ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz posierende Protagonist läuft dabei mit einer Riesen-Spritze umher  – und rückt den Bürgern auf die Pelle. Dabei verabreicht er den Passanten eine Impfung gegen das Corona-Virus und redet ihnen Angst vor der Pandemie ein.

Auch Alexander van der Bellen nach seinem Sperrstunden-Fauxpas und Grünen-Kanzler Werner Kogler beim Burger-Essen werden aufs Korn genommen. Dazu gesellen sich obligat auch Krankenschwestern mit den viel kritisierten Schutzmasken vor dem Gesicht.

Protest „gegen Regierung und Regiment des Gottkanzlers”

Als Motivation gaben DO5 in ihrem Telegram-Kanal an, dass man „gegen die Regierung und das Regiment unseres Gottkanzlers” protestieren wolle. Dabei weisen sie darauf hin, dass die hohe Politik die eigenen Regeln nicht einhalte: „Ein Kanzler, der bei einer Huldigungsfeier die Abstandsregeln bricht. Ein Vizekanzler, der ohne Masken einkaufen geht. Und ein Präsident, der trotz Sperrstunde nach Mitternacht beim Edel-Italiener zecht”. Gleichzeitig hätte die Regierung „allen Österreichern Hausarrest verordnet”.

Forderung nach Rücktritt der Bundesregierung

Aber nicht nur die Bilanz bei der Corona-Krise sehen die Aktivisten als kritikwürdig. Denn die Regierung stehe zudem „für Ersetzungsmigration, Islamisierung, Überfremdung und Globalismus”. So gehorche Technokraten und pfeife auf das eigene Volk. Daher fordern sie Konsequenzen – „Kurz: diese Regierung ist rücktrittsreif!”

Es ist übrigens nicht die erste derartige Aktion in Wien: Erst in der Vorwoche tauchten Plakate mit demselben Tenor an der ÖVP-Zentrale in die Wiener Lichtenfelsgasse auf – Die Tagesstimme berichtete. Gut möglich, dass hier auch bereits Leute aus dem Umfeld von DO5 am Werk waren – Bekenntnis dazu gab es von der Gruppe damals keines, aber sehr wohl einen zustimmenden Kommentar.


Weiterlesen: 

Wien: Provokante Impf-Plakate mit Kurz aufgetaucht (22.5.2020)


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