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AfD-Vorstand

Kalbitz soll Kontakte zu Organisationen offenlegen

Nach den letzten internen Streitigkeiten kehrt in der AfD noch immer keine Ruhe ein. Nachdem der „Flügel-Streit“ eigentlich für beendet erklärt wurde, soll nun der Politiker Kalbitz seine Kontakte zu anderen Organisationen offenlegen.

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<p>Auch parteiinternen Gegnern ein Dorn im Auge: Andreas Kalbitz und Björn Höcke. Bild: Metropolico (Bild zugeschnitten)</p>

Auch parteiinternen Gegnern ein Dorn im Auge: Andreas Kalbitz und Björn Höcke. Bild: Metropolico (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat der AfD-Bundesvorstand bei einer Telefonkonferenz am Freitag den Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz dazu aufgefordert, eine Liste vorzulegen, auf welcher sämtliche Vereine und Organisationen aufgezählt sein sollen, zu welchen er in der Vergangenheit Kontakt hatte oder bei welchen er Mitglied war. Sieben der Vorstandsmitglieder stimmten für diese Entscheidung, vier dagegen. Zwei enthielten sich.

Vorwürfe gegen Kalbitz

Gegner werfen Kalbitz vor, früher in Organisationen wie der mittlerweile verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) Mitglied gewesen zu sein – die im übrigen auch auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht. Dies schade dem Ansehen der Partei und deshalb müsse sich der Bundesvorstand selbst ein „Bild über die Kontakte und Beziehungen von Andreas Kalbitz“ machen, heißt es in der Begründung.

Doch nicht alle AfD-Politiker begrüßen die Forderung des Bundesvorstandes. Hans-Thomas Tillschneider, Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt, sieht darin einen strategischen Fehler. „Das Wühlen in der vermeintlich parteischädigenden Vergangenheit von Andreas Kalbitz durch den Bundesvorstand macht objektiv viel mehr Schaden, als ihn die Vergangenheit von Andreas Kalbitz jemals anrichten könnte“, schrieb Tillschneider auf Twitter.

Kalbitz selbst hatte in der Vergangenheit zwar eingeräumt, 2007 an einem „Pfingstlager“ der HDJ teilgenommen zu haben, zugleich aber auch betont, niemals Mitglied des Vereins gewesen zu sein.

Keine Maßnahmen gegen Höcke

Gegen den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke wurden indes keine Ordnungsmaßnahmen verhängt. Er geriet intern wegen einer Rede bei einem „Flügel“-Treffen in Kritik. Wie bereits verschiedene Politiker anderer Parteien vor ihm hatte Höcke dort davon gesprochen, dass man Parteimitglieder, die der Einheit der Partei entgegenstünden, „ausschwitzen“ müsse. Politische Gegner und einige Parteikollegen unterstellten ihm daraufhin eine Anspielung auf den Holocaust. Höcke wies die Vorwürfe zurück und gab am Freitag bei der Konferenz laut Medienberichten an, sich „in Rage geredet“ zu haben. Der Vorstand sprach ihm nun eine offizielle Missbilligung aus, auf weitere Maßnahmen wurde jedoch verzichtet.

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