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FPÖ fordert sofortige Öffnung von Lokalen mit Gastgärten

Monika Šimić

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Der aktuelle Fahrplan in der Corona-Krise sieht eigentlich vor, dass Cafés und Restaurants erst ab Mitte Mai wieder öffnen.

Wien. – FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl befürchtet als Auswirkung der Maßnahmen gegen das Coronavirus ein „massives Wirtshaussterben“ in Österreich. „Gerade in der Gastronomie ist die Kapitaldecke oft sehr dünn. Der Bürokratie-Irrsinn bei den wirtschaftlichen Unterstützungen setzt schon jetzt vielen Unternehmern hart zu“, so Kickl in einer aktuellen Aussendung.

„Gastgärten sofort öffnen“

Laut Kickl seien immer noch viele Kurzarbeits-Anträge nicht genehmigt, weshalb die Betriebe die Gehälter der Mitarbeiter voll finanzieren müssen. Und auch die Banken seien bei den zugesagten Überbrückungskrediten eher zurückhaltend. „Einen weiteren Beitrag zum wirtschaftlichen Ruin vieler Gastronomen werden die von der Regierung geplanten Beschränkungen bei der Wiedereröffnung liefern. Erst ab Mitte Mai und dann mit Kellnern in Schutzmasken und Zeitbegrenzungen für das Verweilen in Lokalen – unter diesen Bedingungen wird der Lokalbesuch den Menschen wohl wenig Freude bereiten“, meint Kickl.

Er forderte daher als ersten Schritt, Lokale mit Gastgärten sofort wieder aufsperren zu lassen und den Betrieb im Freien zu erlauben. „Es ist ja nicht einzusehen, warum man bei warmem Frühlingswetter nicht im Freien sitzen soll, wenn es andererseits kein Problem ist, dass Menschen stundenlang hintereinander auf Baumarkt-Parkplätzen stehen“, begründet Kickl seine Forderung.

Bundesregierung darf Chance nicht „verschlafen“

Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp teilt Kickls Meinung und fordert die sofortige Öffnung der Gastgärten in der Bundeshauptstadt. Denn die Experten seien sich einig: „Eine Ansteckung mit dem Corona-Virus ist im Freien extrem unwahrscheinlich“, sagte er gegenüber der APA.

Den Vorschlag, die Hälfte der Tische freizuhalten, um Sicherheitsabstände zu schaffen, hält er für „völlig absurd“. Dort, wo eine Entlastung der Unternehmer und eine Rückkehr zum normalen Leben möglich sei, solle dies auch schnellstmöglich geschehen, findet Nepp. Die Gastgärten würden eine solche Chance bieten. Diese „darf von der Bundesregierung nicht verschlafen werden.“ Eine Öffnung ab Mitte Mai ist für Nepp zu spät. Auch der Vorschlag, dass die Hälfte der Tische in den Gastgärten leer bleiben müssten, ist für ihn nicht sinnvoll. „Das wäre ein weiterer Faustschlag ins Gesicht aller österreichischer Gastronomen“. Er kann sich stattdessen vorstellen, Gastronomen während der derzeitigen Ausnahmesituation mehr Fläche zur Verfügung zu stellen. Dadurch könnte mehr Abstand zwischen den einzelnen Plätzen geschaffen werden.

Aktuell wird die Situation für die Öffnung von Kaffeehäusern und Restaurants in Österreich noch evaluiert. Ziel ist die schrittweise Öffnung ab Mitte Mai.

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