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Wegen COVID-19

Protest vor Migrantencamp auf Lesbos

Am Samstag sollen über 1.000 Migranten aus dem Lager Moria auf das griechische Festland gebracht werden. Der Protest hägt damit anscheinend zuammen.

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<p>Bild: Migrantenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos / Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/oscepa/34318078781">flickr</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a> (Bild skaliert und zugeschnitten)</p>

Bild: Migrantenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos / Bild: flickr CC BY-SA 2.0 (Bild skaliert und zugeschnitten)

Mytilini/Athen. – Wie lokale Medien heute berichteten, haben Hunderte Menschen aus Angst vor einem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie den Eingang des größten Migrantenlagers Europas, des Camps Moria auf der griechischen Insel Lesbos, blockiert. Dabei trugen sie Transparente mit dem Spruch: „Freiheit für alle. Wir sind Covid-19 ausgesetzt.“ In den Lagern auf den griechischen Inseln sind bisher noch keine Coronavirus-Infektionen bekannt  geworden.

Migranten werden aufs Festland gebracht

In drei Camps auf dem griechischen Festland seien Berichten zufolge in den vergangenen Tagen allerdings zahlreiche Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Einrichtungen wurden unter Quarantäne gestellt. Nach Informationen der Medien auf Lesbos hängen die Proteste mit der für Samstag geplanten Entlastung des Lagers von Moria zusammen. Rund 1.500 Migranten – mehrheitlich Ältere und Kranke – sollen nämlich zum griechischen Festland gebracht werden. Nach Angaben der Regierung in Athen sollen in den kommenden Tagen außerdem auch rund 900 Personen aus den Camps der Inseln Chios und Samos zum griechischen Festland gebracht werden.

Zusätzliche Gesundheitskontrollen

Ärzte befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis es zu den ersten Coronavirus-Infektionen in den Camps auf den Inseln komme. Athen hat die Gesundheitskontrollen um die Zentren auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos mit zusätzlichem Personal und Containerisolierstationen verstärkt. Zudem dürfen die Migranten die Lager nur begrenzt und mit Genehmigung der Polizei verlassen. Zu Beginn der Woche hat Österreich der griechischen Regierung eine Lieferung von 181 Containern für die Unterbringung und sanitäre Einrichtungen zugesichert. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus in Migrantenlagern eingedämmt werden.

Auf den griechischen Ägäis-Inseln halten sich aktuell rund 38.500 Migranten auf. In den vergangenen drei Monaten hatten die Behörden bereits rund 11.000 Menschen aus den völlig überfüllten Lagern auf das Festland gebracht. Mitte März hatte sich schließlich eine „Koalition der Willigen“ gebildet, die insgesamt 1.600 unbegleitete Migrantenkinder von den griechischen Lagern aufnehmen will, darunter etwa Frankreich, Portugal, Finnland, Kroatien, Deutschland und Luxemburg. Mittlerweile sind die ersten Migranten bereits in Deutschland und Luxemburg angekommen.

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