Verbinde Dich mit uns

Welt

19 Tote: Iran versenkt eigenes Schiff

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Bei einer Militärübung in der Straße von Hormuz hat sich ein Unglück ereignet: Iranische Streitkräfte haben ein eigenes Schiff attackiert und so mehrere Matrosen der eigenen Truppen getötet.

Dschask. – Neben den 19 Toten wurden mehrere Soldaten bei dem Raketenangriff teils schwer verletzt. In den iranischen Medien versuchte die Militärführung, den Vorfall herunterzuspielen.

Iranische Militärführung spricht von „Zwischenfall“

So habe es lediglich einen „Zwischenfall“ mit Verletzten gegeben. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist bislang unklar. Offenbar wurde der Abstand von einem der Schiffe nicht wie in der Übung vorgesehen eingehalten. Wie die Zeit berichtet, feuerte am Sonntag die iranische Korvette Dschamaram im Rahmen einer Militärübung eine Rakete ab – diese traf jedoch das Hilfsschiff Konarak.

Insgesamt wurden dabei mindestens 19 Matrosen getötet, 15 weitere Soldaten wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Iranische Militärboote sorgten erst kürzlich für Aufsehen, als diese einen amerikanischen Flugzeugträger bedrängten. Donald Trump gab damals die Anweisung, diese künftig anzugreifen, sollten sich ähnliche Situationen wiederholen.

Klicken zum Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Welt

Ungarn löst Transitzonen auf – Asylanträge nur mehr im Ausland möglich

Gastautor

Veröffentlicht

am

Ungarn hat seine Transitzonen für Asylwerber an der serbischen Grenze aufgelöst. Damit reagierte das Land auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes.

Die beiden ungarischen Transitzonen bestanden seit 2015 an der serbischen Grenze bei Röszke und Tompa. In den dortigen Containersiedlungen waren Asylwerber für die Dauer ihres Asylverfahrens untergebracht. Die Einreise nach Ungarn war für sie erst nach positiv abgeschlossenem Verfahren möglich. Nach Serbien konnten die Asylwerber die Zonen  jedoch jederzeit verlassen.

Gegen das Verbot, nach Ungarn einzureisen, hatten vier Asylwerber geklagt. Nun hat der EuGH ein Urteil gefällt: Die Transitzonen seien zwar legal, jedoch dürfe Ungarn den Asylwerbern nicht länger als vier Wochen die Einreise nach Ungarn verwehren. Ungarn müsste also nach dem Willen des EuGH auch Personen einreisen lassen, über deren Bleiberecht noch nicht entschieden wurde.

Dem kam die ungarische Regierung zuvor, indem sie am 21. Mai die Transitzonen auflöste. Damit leistet Ungarn dem Urteil des EuGH folge und verhindert zugleich die Einreise von Personen, die nicht asylberechtigt sind. Die 280 Migranten in den Transitzonen wurden in drei Aufnahmeeinrichtungen an verschiedenen Orten in Ungarn verteilt. Sie dürfen sich nun frei im Land bewegen.

Ungarn will keine Hintertüren für Illegale zulassen

Mehrere ungarische Regierungspolitiker übten Kritik an dem EuGH-Urteil. Minister Gergely Gulyás nannte das EuGH-Urteil „bedauerlich“, da die Transitzonen die Grenzen Ungarns geschützt hätten. Das Urteil lasse Ungarn keine andere Wahl, als die Zonen aufzulösen. Ungarn wolle selbst entscheiden, mit wem man zusammenleben wolle. Man werde sich weiter am Kampf gegen die Migration beteiligen, unter anderem mit Hilfe des Programms „Hungary Helps“, das Hilfe vor Ort leistet.

Staatssekretär Zoltán Kovács wiederum sagte, den „Brüsseler Bürokraten” sowie den „Soros-Organisationen” gehe es darum, möglichst viele Hintertüren für Ströme von illegalen Einwanderern zu öffnen. Es sei völlig klar, dass Ungarn keinerlei Hintertür in seinem Grenzschutz sowie in seiner konsequenten und erfolgreichen Verteidigungspolitik zulassen werde. Aus diesem Grund habe man die Transitzonen geschlossen. Es sei Unsinn, Migranten, die durch mehrere sichere Länder kommen, den freien Aufenthalt in der EU zu gestatten, wie es das EuGH-Urteil ermöglicht habe.

Asylwerber müssen nun im Ausland auf Entscheidung warten

Ministerpräsident Viktor Orbán warf den EuGH-Richtern unterdessen vor, anstelle der Ungarn entscheiden zu wollen, mit wem diese im eigenen Land zusammenleben müssten. Die „Brüsseler Bürokraten”, hinter denen das „Soros-Netzwerk” stehe, wollten den Ungarn weiterhin gegen ihren Willen die multikulturelle Gesellschaft aufzwingen. Das Urteil bezeichnete Orbán als „gefährlich für ganz Europa“, weil Ungarn nicht nur die eigenen, sondern auch die Grenzen der EU verteidige. Am Balkan warteten derzeit 130.000 Migranten, von denen ein großer Teil nach Ungarn wolle. Es stünden schwere Monate bevor, warnte Ungarns Ministerpräsident.

Das ungarische Asylsystem sieht nach dem Ende der Transitzonen laut Orbán nun so aus: Asylanträge könnten nur mehr in einer ungarischen Botschaft, zum Beispiel in Belgrad, gestellt werden. Die Botschaften würden die Asylanträge dann zur Bearbeitung nach Ungarn weiterleiten. Währenddessen müssten die Migranten „irgendwo außerhalb des Grenzzauns, keinesfalls auf ungarischem Staatsgebiet“ auf die Entscheidung warten. Die Lage für die Migranten habe sich durch das Urteil verschlechtert, aber wenn die „Brüsseler Bürokraten” dies so wollten, werde man ihre Wünsche erfüllen, erklärte Orbán.

Der ungarische Ministerpräsident betonte weiter, dass sich Ungarn nicht auf Kosten der Nachbarländer vor den Migranten schützen wolle. Als Ausgleich dafür, dass Personen, die Asylstatus in Ungarn beantragen, nun in den Nachbarländern auf ihre Asylentscheidung warten müssen, bot Orbán Serbien, Kroatien und Rumänien Hilfe beim Grenzschutz an. Ungarische Kräfte stünden bereit und könnten innerhalb von 24 Stunden eingesetzt werden.

Weiterlesen

Welt

Türkei schiebt IS-Anhängerinnen nach Deutschland ab

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Am Donnerstag hat die Türkei zwei als IS-Anhängerinnen geltende Frauen samt ihren Kindern nach Deutschland abgeschoben. 

Ankara/Berlin. – Beide schlossen sich vor mehreren Jahren der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien an. Ihre Kinder wurden erst im Kriegsgebiet geboren.

Frauen kommen aus Berlin und Hamburg

Wie der Spiegel berichtet, handelt es sich bei den zwei Terrorhelferinnen um Zeynep G. aus Berlin sowie Daniela G. aus Hamburg. Sie sind 33 und 23 Jahre alt und reisten vor Jahren nach Syrien, um sich am Kampf des IS zu beteiligen. Beide Frauen sollen mehrere Terroristen geheiratet haben – jeweils nachdem der vorherige Mann im Kampf fiel. Sie zeugten mit diesen insgesamt vier Kinder, welche nun mit ihnen in die Bundesrepublik abgeschoben wurden.

Nur eine Frau wurde festgenommen

Weil nur gegen Zeynep G. ein Haftbefehl vorliegt, wurde die andere Frau nicht verhaftet – die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt jedoch. Inwiefern sie aktiv am Kampfgeschehen beteiligt war, gilt demnach als nicht gesichert. Dies ist bei Zeynep G. nicht der Fall, sie kämpfte gesichert an erster Front. Ihr Kind soll laut dem Focus in einer Pflegefamilie untergebracht werden.

Wie bereits in vergangenen Fällen dürften sich die Suche nach den passenden Beweisen aufgrund der allgemeinen Situation in Syrien jedoch schwierig gestalten.

Weiterlesen

Welt

Ungarn: Orban gibt Sonderbefugnisse an Parlament zurück

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Bis Ende Mai will Premier Orban die Notstandsbefugnisse wieder abschaffen – und er verlangt eine Entschuldigung von seinen Gegnern, die ihm vorgeworfen hatten, ein autoritäres Regime errichten zu wollen.

Budapest. – Laut Bericht der Nachrichtenagentur MTI hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban angekündigt, die Sondervollmachten seiner Regierung demnächst wieder an das Parlament abzugeben. Seiner Einschätzung nach werde die Regierung ihre Notstandsbefugnisse noch in diesem Monat abschaffen, sagte Orban am Freitag nach einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic in Belgrad.

Orban verlangt Entschuldigung

Am 11. März war die ungarische Regierung Orbans vom Parlament mit Notstandsbefugnissen ausgestattet worden, um anlässlich der Coronakrise unbegrenzt per Verordnungen regieren zu können (Die Tagesstimme berichtete). Die Opposition und Orban-Gegner hatten daraufhin scharfe Kritik an den Vorgängen geübt und sogar vor einer Diktatur gewarnt. Solchen Vorwürfen nimmt der ungarische Ministerpräsident nun ein wenig Wind aus den Segeln. Dieser Schritt werde allen, die Ungarn unfair kritisiert hätten, „die Gelegenheit geben, sich zu entschuldigen”, erklärte Orban. Darüber hinaus zeigte sich der Premier überzeugt davon, dass Ungarn in den kommenden Wochen moralisch und psychisch gestärkt aus den EU-Debatten hervorgehen werde.

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt