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Kurz-Auftritt im Kleinwalsertal sorgt für Entrüstung

Am Mittwochabend stattete Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dem Kleinwalsertal in Vorarlberg einen Besuch ab. Nachdem er dort ein Bad in der Menschenmenge nahm, häuft sich die Kritik – vor allem vonseiten der Opposition. 

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<p>Bild: Screenshot YouTube / (C) Vorarlberger Nachrichten [Bildzitat b. Inhaltsberichterstattug]</p>

Bild: Screenshot YouTube / (C) Vorarlberger Nachrichten [Bildzitat b. Inhaltsberichterstattug]

Mittelberg/Wien. – Die Gemeinde hatte in sozialen Medien den Besuch des Regierungschefs in der funktionalen Exklave angekündigt. Dabei hatte man darauf hingewiesen, dass kein persönlicher Empfang möglich sei, die Bürger aber gerne die Flagge aus dem Fenster hängen mögen. Eine größere Anzahl von Schaulustigen ließ sich die einmalige Gelegenheit aber dennoch nicht nehmen.

Opposition übt scharfe Kritik an Menschenbad

Nun kursieren daher die Videos der Vorarlberger Nachrichten, wie sich Kurz inmitten der Menschenmenge aufhält. Dabei tragen die meisten Leute keine Maske und halten keinen Mindestabstand ein – und auch der Kanzler wagt sich ungeschützt nah an die Bürger heran, genießt die Aufmerksamkeit, ehe er eine spontane Rede hält. Die Bilder sorgen nun bei Kritikern für Empörung, sowohl in der Bevölkerung als auch in Medien und Politik. Ein Kolumnist des Wochenblick bezeichnete den Aufmarsch etwa als „größte Corona-Party Österreichs“.

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Groß war die Aufregung auch beim politischen Mitbewerber: So sprach FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz von „Heuchelei und Doppelmoral“. Der Kanzler führe „seine eigenen Regeln ad absurdum“ und wäre nach Diktion seines Innenministers und Parteifreunds Karl Nehammer wohl ein „Lebensgefährder“, so Schnedlitz.

Die NEOS wollen sogar eine Anzeige gegen den Regierungschef prüfen. Und auch die SPÖ wies auf die schiefe Optik hin, sprach von einer „Verhöhnung“.

Bundeskanzleramt sieht Verantwortung bei Bürgern

Das Bundeskanzleramt wiederum sieht die Sache anders. Wie unter anderem die Krone berichtet, habe man ja ohnehin im Vorfeld sowie vor Ort auf die Einhaltung des Mindestabstandes hingewiesen, so die Rechtfertigung. Und tatsächlich, am Anfang seiner improvisierten Rede weist Kurz darauf hin, diesen „so gut es geht“ einzuhalten. Die Kommunikation, dass Bewohner und der Medienvertreter „teilweise den Mindestabstand leider nicht eingehalten“ hätten, dürfte trotzdem für Diskussionsstoff sorgen…

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