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Zweiter „Lock-down“ für ÖÄK-Präsident Szekeres unrealistisch

Ein zweiter „Lock-down“ wäre nicht aus medizinischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen unrealistisch, meint der Chef der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres. Die Bevölkerung würde einen solchen nicht akzeptieren.

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<p>Symbolbild: Mariahilfer Straße in Wien / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wien_07_Mariahilfer_Stra%C3%9Fe_Shopping_f.jpg" title="via Wikimedia Commons">Gugerell</a> / CC0 (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Mariahilfer Straße in Wien / Bild: Gugerell / CC0 (Bild zugeschnitten)

Wien. – Ähnlich wie in anderen Ländern der Welt werden auch in Österreich Covid-19-Verordnungen nach und nach gelockert. Nun müsse aber alles getan werden, um eine zweite Erkrankungswelle zu verhindern, wie Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres heute betonte. Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten sich europäische Staaten gar auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen.

Bundesregierung sollte Vorkehrungen treffen

Szekeres ist der Meinung, dass Österreich in der Zurückdrängung der Coronavirus-Pandemie bisher gut unterwegs sei. Infolge der schrittweisen Lockerungen würden die Covid-19-Erkrankungen aber naturgemäß wieder ansteigen. „Dass das Virus verschwunden ist, glauben wir nicht.“ Der Chef der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) mahnte, auch weiterhin einen Sicherheitsabstand einzuhalten, regelmäßig die Hände zu desinfizieren und in geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen. Denn es schaue nicht danach aus, dass warmes Wetter dazu führe, dass SARS-CoV-2-Übertragungen nicht mehr stattfinden.

Eine zweite Welle zu verhindern sei wichtig, denn: „Ich kann mir keinen zweiten ‚Lock-down‘ vorstellen. Nicht, weil er aus medizinischen Gründen nicht notwendig sein könnte, sondern aus wirtschaftlichen Gründen und weil ihn die Bevölkerung nicht akzeptieren würde“, so Szekeres. Er appellierte auch an die Bundesregierung, notwendige Vorkehrungen für eine etwaige zweite Welle bzw. für eine künftige Pandemie zu treffen. Das betrifft vor allem die rechtzeitige Anschaffung und dezentrale Lagerung von Schutzausrüstung. Zu Beginn der Krise hatte es hier bekanntlich große Probleme gegeben.

WHO: „Für zweite Welle rüsten“

Europäische Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation indes bereits jetzt auf eine zweite Coronavirus-Welle einstellen. Es sei an der „Zeit für die Vorbereitungen, nicht für Feierlichkeiten“, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, heute der britischen Zeitung The Telegraph. Damit reagiert er auf die Lockerungen von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres kritisierte die uneinheitliche Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Pandemie. „Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien verfolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür“, so Guterres. Er beklagte auch, dass es „sehr wenig Einigkeit“ gegeben habe und „viele Länder die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ignoriert“ hätten.

 


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