Verbinde Dich mit uns

Deutschland

Bremer AfD-Chef Beck erhält verdächtigen Brief mit weißem Pulver

Christin Schneider

Veröffentlicht

am

Am Sonntagabend fand der Landesvorsitzende der AfD Bremen, Peter Beck, einen verdächtigen Brief mit weißem Pulver in der Post. Die Bundespolizei setzte Delaborierer ein. Die Untersuchungsmaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen.

Bremen. - Am Sonntagabend fand der Bremer AfD-Landesvorsitzende und Mitglied der Bremer Bürgerschaft, Peter Beck, verdächtige Post in dem Briefkasten seiner Privatadresse. Es handelte sich um eine an den AfD-Landesvorstand gerichtete Briefsendung, die weiß-bräunliches Pulver sowie einen Brief mit bisher unbekanntem Inhalt enthielt.

Pulverartige Substanz im Briefumschlag

Als Beck den Briefumschlag nichtsahnend öffnete, fiel ihm sofort die pulverförmige Substanz im Briefkuvert auf. Um seine Kinder, Ehefrau und sich selbst keiner weiteren eventuellen Gefahren auszusetzen, brachte er den Brief umgehend in den Gartenbereich seines Hauses und alarmierte die Bremer Polizei. Diese schickte Delaborierer um Sicherungsmaßnahmen durchzuführen.

Der Einsatz dauerte bis in die späten Abendstunden hinein an. Die Briefsendung war zwar an den Landesvorstand der AfD Bremen gerichtet, befand sich jedoch in dem Briefkasten der Privatanschrift des Landesvorsitzenden, da ihm die Post momentan des Öfteren an diese Adresse übermittelt wird.

Nicht der erste Brief dieser Art für die AfD Bremen

Der Brief vom gestrigen Abend ist nicht der erste dieser Art für die AfD Bremen. Bereits Anfang März erhielt sie eine ähnliche Sendung in ihre Landesgeschäftsstelle. Damals entpuppte sich das weiße Pulver als harmlose Substanz. Im Briefumschlag vom März befanden sich neben dem Pulver ein Ausdruck eines Stickers mit der Abbildung Adolf Hitlers, der sich mit einem Kopfschuss selbst richtet und darunter stehendem Aufruf: „Follow Your Leader“.

Obwohl Anfang dieses Jahres auch schon andere Parteien Bremens ähnliche Briefe mit weißem Pulver erhielten, lag nicht zuletzt mit der Beilegung dieses Ausdrucks damals für die AfD Bremen die Vermutung nahe, dass die Briefsendung aus dem Linksextremen Milieu stammte. Auch bei der gestrigen Sendung bliebe dieser Verdacht bestehen, so der Landesvorsitzende.

Beck: „Konkrete Bedrohungslage gegen Landesverband“

Dies sei kein harmloser Scherz, teile Peter Beck der Tagesstimme mit. Der Landesvorsitzende geht von einer konkreten Bedrohungslage gegen den Bremer AfD-Landesverband aus. Ein möglicher Zusammenhang zum ersten Brief liegt nahe. Genaue Angaben zum Inhalt des gestrigen Briefes und möglichen Hintergründen könne man aber erst machen, wenn die Ermittlungen der Polizei abgeschlossen sind.

Bremer Medien schweigen

Bezeichnend sei für den Landesverband Bremen, dass die lokalen Medien bis jetzt zu der verdächtigen Briefsendung gegen die AfD schweigen würden. Eine Pressemitteilung sei umgehend an alle relevanten Redaktionen in und um Bremen ergangen, so Peter Beck. Es sei befremdlich, dass Vorfälle dieser Art bei einer demokratisch gewählten Partei geschehen könnten, ohne dass es seitens der Presse für nötig erachtet werde, ihrer Pflicht nachzukommen und die Öffentlichkeit über derlei Geschehnisse zu informieren.

Klicken zum Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deutschland

Pegida-Gründer Lutz Bachmann will AfD beitreten

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Sollte seine Beschäftigung bei Pegida zum Problem werden, wolle er bei den Veranstaltungen der Bewegung künftig nur noch als Gastredner auftreten.

Dresden. – Der Gründer der patriotischen Bürgerbewegung Pegida, Lutz Bachmann, hat sich dazu entschlossen, in der Parteipolitik aktiv zu werden. Aus diesem Grund will er nun der AfD in Sachsen beitreten.

Bachmann: „Partei der Basisdemokratie“

In einem Beitrag auf Facebook teilte Bachmann am Donnerstag einen ausgefüllten Beitrittsantrag der AfD Sachsen. Dazu schrieb er: „Der Mitglieder-Antrag geht morgen früh raus!“ Die AfD bezeichnete der Pegida-Gründer als „Partei der Basisdemokratie”. Sollte es für den Beitritt nötig sein, als Vorsitzender von Pegida zurückzutreten, wolle er dies tun. Ganz will Bachmann seine Präsenz bei Pegida jedoch nicht ruhen lassen: Im schlimmsten Fall werde er eben als „Gastredner“ bei künftigen Veranstaltungen auftreten, kündigte Bachmann an.

Weiterlesen

Deutschland

Wegen Stimme von AfD: SPD will Bürgermeister aus Partei werfen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Weil der sozialdemokratische Bürgermeister einer mittelfränkischen Kleinstadt unter anderem mit der Stimme eines AfD-Politikers in sein Amt gewählt wurde, will ihn die Bayern-SPD nun aus der Partei ausschließen.

Höchstadt an der Aisch. – Der Bürgermeister Günter Schulz gab an, keinen Grund für einen freiwilligen Parteiaustritt zu sehen und bezeichnete die Entscheidung als „hirnrissig”.

Bayern-SPD fordert Ausschluss

Wie unter anderem die Welt berichtet, wurde Schulz am 11. Mai mit 13 zu zwölf Stimmen gewählt und ist nun zweiter Bürgermeister von Höchstadt an der Aisch. Für Unmut sorgte bei der Partei jedoch die Tatsache, dass sich unter den Stimmen auch die des AfD-Politikers Christian Beßler befand – sie sei das „Zünglein an der Waage“ gewesen. Der Landesverband der SPD veröffentlichte daraufhin ein Schreiben, in welchem dem Landesverband nahegelegt wird, ein Ordnungsverfahren gegen Schulz einzuleiten.

Natascha Kohen, Landeschefin der SPD, verteidigte diesen drastischen Schritt. Man habe „diesen harten Schritt unternommen, weil wir in der SPD eine sehr klare Haltung zum Umgang mit der AfD haben – und die lautet: keine Zusammenarbeit auf egal welcher Ebene“.

Schulz: „Bin mir keiner Schuld bewusst“

Der Beschuldigte betonte, dass es auf der Landesebene eben um Sachpolitik ginge. Er sei sich deshalb keiner Schuld bewusst. Generell sei er der Meinung, dass führende Parteimitglieder überhaupt nicht wüssten, „was läuft und welche Probleme hier auftauchen“. Die Idee, Stimmen der AfD zu verbannen, halte er für „hirnrissig“.

Christian Beßler, der besagte AfD-Politiker, gab ebenfalls an, zu seiner Entscheidung zu stehen. Er halte Schulz „für den kompetenteren Kandidaten mit mehr Erfahrung und Menschenkenntnis“.


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Deutschland

Causa Kalbitz: Meuthen offen für Sonderparteitag zur „Klärung der Mehrheitsverhältnisse”

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

AfD-Chef Jörg Meuthen zeigte sich in einem Interview mit dem Magazin Cicero überzeugt davon, dass es aufgrund des aktuellen Streits nicht zu einer Spaltung der Partei kommen werde. Die Aufregung werde sich „schnell wieder legen”, so Meuthen.

Berlin. – Im Partei-Streit um den Ausschluss vom brandenburgischen Landespolitiker Andreas Kalbitz hat sich AfD-Chef Jörg Meuthen nun offen gezeigt, den Richtungsstreit in der Partei auf einem Sonderparteitag auszutragen. Der ZEIT Online sagte Meuthen, dass er selbst zwar keinen Sonderparteitag anstrebe. „Ich habe aber kein Problem, mich als Vorsitzender dem Votum der Parteitagsdelegierten zu stellen, wenn das gewünscht wird, und fürchte es in keiner Weise”, betonte der AfD-Bundessprecher.

Meuthen sieht Mehrheit hinter seinem Kurs

Er wisse die Mehrheit der Parteimitglieder hinter seinem Kurs, erklärte er gegenüber dem Magazin Cicero. Einen politischen Rückenwind würde man momentan zwar noch nicht so sehr merken. Doch: „Wenn die Leute, die unzufrieden sind, merken, dass ihre Argumentation, die Entscheidung werde rechtlich keinen Bestand haben, in sich zusammenfällt – und das wird sie – dann werden sie merken, dass wir uns durchgesetzt haben”. Und das sei elementar wichtig für die AfD. Auf die Frage in Bezug auf Kalbitz’ Vergangenheit und ob dieser ein Rechtsextremist sei, meinte Meuthen: „Er hat sich von seiner rechtsextremen Vergangenheit nicht glaubhaft distanziert.”

Brandmauer nach Rechtsaußen”

Vor wenigen Tagen hatte auch der Verleger Götz Kubitschek scharfe Kritik an den Vorgängen in der AfD geübt. „Einer von zwei Bundessprechern der AfD führt vor, wie man seine eigene Partei anzündet: Was Meuthen tat, wird in der AfD zu einem Flächenbrand werden”, schrieb er auf Sezession im Netz. Auf die Frage von Cicero, ob Kubitschek damit nicht Recht habe, antwortete Meuthen, dass auch bei „Herrn Kubitschek der Wunsch Vater des Gedankens” sei. Er würde die AfD zu einer anderen Partei machen wollen. „Das ist die Kubitschek-Höcke-Kalbitz-Linie”, so Meuthen.

Im Interview zeigte sich der AfD-Chef gleichwohl überzeugt davon, dass es zu keiner Spaltung der Partei kommen werde: „Ich glaube, dass wir in kurzer Frist sehen werden, dass sich die Aufregung in der Partei wieder legen wird, weil wir eine Brandmauer nach Rechtsaußen wirksam und dicht machen.”

Meuthen zu Sonderparteitag: „Nur zu”

Meuthen gab sich in dem Interview auch unbesorgt über seiner Wiederwahl bei einem möglichen Sonderparteitag. „Wenn manche einen Sonderparteitag wollen, dann kann ich nur sagen: Nur zu. Ich weiß die Mehrheit der Partei hinter meinem Kurs.” Im Gegensatz dazu habe die „Haltungsgemeinschaft”, die sich um das „Gedankengut” des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke schare, in der Partei noch nie eine Mehrheit gehabt. „Hätte sie die, hätte Höcke auf dem Parteitag kandidiert”. Er könne das aber auf dem nächsten Parteitag gerne tun. „Vielleicht ist ein Sonderparteitag dahingehend sogar eine ganz gute Idee zur Klärung der Mehrheitsverhältnisse”, gab sich Meuthen selbstbewusst.

Im Cicero kritisierte er auch den AfD-Fraktionschef im Bundestag, Alexander Gauland. Dieser habe „seine Hand immer schützend” über Kalbitz und den „Flügel” in der AfD gehalten. Dies tue Gauland auch jetzt. Erst vor wenigen Tagen hatte Gauland Kritik an der Entscheidung des Bundesvorstandes geübt. Er halte diese für falsch und „gefährlich für die Partei”, wie er erklärte.

Kalbitz bleibt Fraktionsmitglied

Meuthen hatte zuletzt den Richtungsstreit in der AfD forciert, indem der Bundesvorstand auf sein Betreiben hin den Parteiausschluss von Kalbitz beschlossen hatte. Er begründete dies damit, dass Kalbitz beim Eintritt in die AfD seine frühere Mitgliedschaft in der mittlerweile verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) und in der Partei Die Republikaner angeblich verschwiegen hatte.

Am Montag stimmte die brandenburgische Landtagsfraktion jedoch mit deutlicher Mehrheit dafür, dass Kalbitz ihr Mitglied bleibt. Den Fraktionssitz lässt Kalbitz ruhen, bis der Streit um seine AfD-Mitgliedschaft rechtlich geklärt ist.

Mehr zum Thema:


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt