Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Coronavirus: Weltärztepräsident fordert Impfpflicht

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Für Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sind Impfgegner ein „hohes Risiko” für Mitbürger. „Wir müssen deshalb möglichst viele Menschen impfen”, betont er. 

Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine allgemeine Impfpflicht zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus ausgesprochen. „Ich war für die Impfpflicht bei Masern. Ich bin auch hier für eine Impfpflicht”, sagte er gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Montgomery: Impfgegner sind Risiko für Mitbürger

Der Weltärztepräsident warnte in diesem Zusammenhang davor, dass Impfverweigerer ein hohes Risiko für jene Mitbürger seien, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten. „Wir müssen deshalb möglichst viele Menschen impfen”, betonte Montgomery.

Die deutsche Bundesregierung spricht sich laut offiziellen Angaben jedoch weiterhin gegen eine generelle Impfpflicht aus. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) betonte etwa, jeder müsse über eine Impfung selbst entscheiden können, dann aber auch „das Risiko einer Infektion selbst tragen”. Ähnlich hatte sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits Anfang Mai geäußert: „Mein Eindruck ist, dass sich die allermeisten Bürgerinnen und Bürger sofort freiwillig impfen lassen würden, sobald es eine Impfung gegen das Coronavirus gibt. Wo Freiwilligkeit zum Ziel führt, braucht es keine gesetzliche Pflicht.”

Allerdings waren in der Vergangenheit auch Stimmen laut geworden, die eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten. „Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen”, sagte etwa Bayerns Ministerpräsident Manfred Söder (CSU).

Sieben Milliarden Impfdosen benötigt

Aktuell wird weltweit mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geforscht. Die Verteilung des entwickelten Serums dürfe dann aber nicht der freie Markt regeln, warnte Montgomery. Für die gesamte Weltbevölkerung würden sieben Milliarden Impfdosen benötigt: „Dazu brauchen wir eine internationale Regelung.”

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    GS

    20. Mai 2020 at 14:18

    Was für ein Gutmensch
    Es ist toll wie 80 Mill. Bürger in Geiselhaft genommen werden nur um die Impfpflicht durchzusetzen.
    Kein Krankenhaus wird geschlossen bei 40.000 Tote durch deren multiresistente Keime (ohne Dunkelziffer)
    Kein Lock down bei der Grippe 58 die nur in der BRD über 30.000 Tote gefordert hat Oder 2017/18. Wir leben damit.
    Warum entwickeln sie Impfstoffe nicht auf eigene Kosten und geben ihn Kostenfrei ab. Wenn sie um das Wohl der Bürger besorgt sind. Ehrenamtlich. Kostenlos. Wie es in den Medien für die Masken für Krankenhäuser und Altenheime gefordert wurde. Stoff selber stellen, Arbeitszeit fürs nähen natürlich kostenlos. Warum nicht bei dem Impfstoff?
    Was bringt eine Corona Impfung wenn Personen schon zum 3. oder 4. Mal Corona-Gefährder wurden!
    Jetzt zahlen wir 2mal, 3 mal mit unseren Steuergeldern und Krankenkassenbeitrage
    Seit März sind über 200.000 incl. Risikogruppe, Kinder,.. natürlich verstorben.
    Wenn der Impfstoff für Covid-19 bei Covid-20 nicht funktioniert gibt es wieder Hausarrest mit Kontaktsperre wie Ai Weiwei damals! Und wenn die nächste Grippewelle 20.000 Tote fordert ist das in Ordnung?

  2. Avatar

    André Frost

    21. Mai 2020 at 18:15

    Meine Impfdosis kann er sich gerne in den Allerwertesten spritzen,ich lebe seit 1989 ohne jegliche Impfung,kein Grippe,kein Tetanus oder sonstwas und mir gehts prächtig. Als ich noch Grippeimpfungen bekam hatte ich ständig mit Angina und Grippeinfekten zu kämpfen, seit dem ich mich nicht mehr dagegen impfen lasse,hab ich keine Probleme mehr mit Grippeinfekten und anderen Erkältungskrankheiten. Und Wundstarrkrampf hab ich auch nicht bekommen…soviel zu Impfungen sind zwingend nötig.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deutschland

Pegida-Gründer Lutz Bachmann will AfD beitreten

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Sollte seine Beschäftigung bei Pegida zum Problem werden, wolle er bei den Veranstaltungen der Bewegung künftig nur noch als Gastredner auftreten.

Dresden. – Der Gründer der patriotischen Bürgerbewegung Pegida, Lutz Bachmann, hat sich dazu entschlossen, in der Parteipolitik aktiv zu werden. Aus diesem Grund will er nun der AfD in Sachsen beitreten.

Bachmann: „Partei der Basisdemokratie“

In einem Beitrag auf Facebook teilte Bachmann am Donnerstag einen ausgefüllten Beitrittsantrag der AfD Sachsen. Dazu schrieb er: „Der Mitglieder-Antrag geht morgen früh raus!“ Die AfD bezeichnete der Pegida-Gründer als „Partei der Basisdemokratie”. Sollte es für den Beitritt nötig sein, als Vorsitzender von Pegida zurückzutreten, wolle er dies tun. Ganz will Bachmann seine Präsenz bei Pegida jedoch nicht ruhen lassen: Im schlimmsten Fall werde er eben als „Gastredner“ bei künftigen Veranstaltungen auftreten, kündigte Bachmann an.

Weiterlesen

Gesellschaft

Wien: Provokante Impf-Plakate mit Kurz aufgetaucht

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Da dürften einige Bürger ihren Augen nicht getraut haben: Als sie am Donnerstag in Wien an der ÖVP-Zentrale nahe des Rathauses vorbeigingen, hing dort ein täuschend echt ausschauendes Sujet mit Bundeskanzler Sebastian Kurz. 

Wien. – Auf dem Plakat trägt der Regierungschef dabei einen Arztkittel und hält eine türkise Spritze mit einem Serum. In der typischen Schrift seiner Partei steht darauf geschrieben: „Ich spiele mit eurer Angst und nehme euch eure Rechte” – also wohl eine kreative Protest-Aktion gegen die Maßnahmen der türkis-grünen Koalition. Dass der Kanzler eine Spritze hält, könnte eine Anspielung darauf sein, dass einige Parteigranden wie der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer eine Impfpflicht befürworten.

Rätsel in sozialen Medien um Plakat-Herkunft

Wie der Wochenblick berichtet, verbreitete sich das Fake-Plakat am Freitag wie ein Lauffeuer in sozialen Medien. Und tatsächlich: Das Netz rätselt mittlerweile nicht nur über die Echtheit, sondern auch über die Urheberschaft. Diverse Spekulationen, von politischen Gegnern der Türkisen bis hin zu verärgerten Bürgern, machen dabei die Runde.

Dabei könnte die Aktion tatsächlich aus mehreren Richtungen kommen. Denn galt Österreichs im März dank seiner schnellen Reaktion noch als Vorreiter in Europa, mehren sich mittlerweile kritische Stimmen aus allen Richtungen. Viele halten die Maßnahmen derzeit überzogen, es formiert sich zunehmender Widerstand in Form von Protestkundgebungen – Die Tagesstimme berichtete.

Patriotische Protestgruppe als Urheber?

Eine dünne Spur konnte die Tagesstimme dann aber doch noch bis auf Telegram verfolgen. Dort teilte die Wiener Gruppe von „Die Österreicher” (DO5) das Sujet bereits am Donnerstag in ihrem Kanal. Ob es sich bei der patriotischen Protest-Gruppe tatsächlich um die Urheber der Aktion handelt, ist vorerst noch unklar. Laut dem Posting hätten sie das „neue Werbesujet von Gottkanzler Kurz” selbst „überrascht” bei einem Spaziergang entdeckt.

Unabhängig davon, ob sie nun dafür verantwortlich sind, dürfte die Gruppe der Stoßrichtung zustimmen: „Die ÖVP hat scheinbar beschlossen, endlich Klartext mit ihren Untertanen zu sprechen! Keine geheimen Gespräche mehr in denen man plant wie man ihnen Angst einjagt, sondern brutale Offenheit,” so die Protestgruppe süffisant in ihrem Beitrag. DO5 gründete sich im Jänner in Wien unter der Leitung von Jakob Gunacker, auch Identitären-Chef Martin Sellner mobilisiert regelmäßig zu deren Bürgertreffpunkten.


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

Heimat als Trumpf: Beliebtheit regionaler Produkte bekommt neuen Schub

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Zu wissen, woher die einzelnen Produkte und Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, kommen, wird für viele Menschen immer wichtiger. Besondere Bedeutung hat Regionalität und ganz allgemein die Herkunft von Lebensmitteln aber während der Coronavirus-Krise bekommen. Aus diesem Grund möchte die Tagesstimme dieses Thema kurz näher beleuchten, bevor der Fokus in den nächsten Wochen wieder stärker auf lokale und überregionale Nachhaltigkeitsthemen gelenkt wird.

Die Regionalität eines Produktes ist für viele Menschen ein zentraler Faktor beim ökologischen, nachhaltigen Einkaufen von Lebensmitteln. Bereits seit einigen Jahren steht der Begriff im Grunde für ein Gegenmodell zur Globalisierung und damit zur räumlichen und sozialen Entfremdung der Menschen. Auch aufgrund der Coronavirus-Krise war in den vergangenen Wochen und Monaten wieder verstärkt von einem Trend in diese Richtung die Rede, weil vielen erst da bewusst wurde, wie wichtig eine starke regionale Wirtschaft, wie wichtig die Verfügbarkeit regionaler Produkte ist.

Einkaufen in der Krise

Das österreichische Gallup Institut hat Anfang April insgesamt 1.000 Personen befragt, um herauszufinden, wie während der Krise einkauft wird und inwiefern sich die Einkaufsgewohnheiten der Menschen verändert haben. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass der Onlinehandel – wie zu erwarten war – insgesamt zugelegt hat. Auch wenn die heimischen Onlineshops Österreicher nur in einigen Produktgruppen mehr anziehen können als internationale, hat sich gezeigt, dass das Angebot regionaler Produkte das Einkaufsverhalten der Menschen ändern könnte.

Auf die Frage über die Motivation, in Zukunft häufiger bei österreichischen Online-Shops zu kaufen, nannten 61 Prozent das Angebot regionaler oder heimischer Produkte. Zudem gaben 67 Prozent der Befragten an, auch nach der Krise mehr regionale Produkte kaufen zu wollen. Bei heimischen Unternehmen wollen nach der Krise 63 Prozent kaufen. „Die Bedeutung regionaler Produkte und heimischer Unternehmen wird sich auf einem höheren Niveau als vor der Krise einpendeln“, meint Handelsforscher Prof. Dr. Peter Schnedlitz.

Österreicher mit Sympathien für Regionalität

Dass die Mehrheit der Österreicher den Begriff Regionalität sympathisch findet und von einer steigenden Bedeutung der Regionalität ausgeht, hat sich jedoch schon vor Ausbruch der Coronavirus-Krise gezeigt.

In einer vom Institut für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) durchgeführten Umfrage, die vom Österreichischen Genossenschaftsverband in Auftrag gegeben, erklärten 89 Prozent der Befragten den Begriff nicht nur sympathisch zu finden, sondern regionale Produkte und Dienstleistungen auch als Beitrag für die heimische Wirtschaft zu sehen.

In der unter 1.000 Befragten durchgeführten Umfrage zeigte sich somit ein deutlicher Trend hin zum regionalen Wirtschaften, wie auch Peter Haubner, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Genossenschaftsverbandes, erklärte.

Bonus für regionale Produkte geplant

Doch auch die heimische Politik widmet sich dem Thema Regionalität nun anscheinend intensiver. Mitte Mai trafen nämlich Vertreter der türkis-grünen Regierung bei einem „Regionalitätsgipfel“ mit Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger und Vertretern der Gastronomie, Nahrungsmittelindustrie und des Lebensmitteleinzel- und Lebensmittelgroßhandels zusammen, um über das Erzielen von mehr regionaler Wertschöpfung in der und über die Coronavirus-Krise zu sprechen.

Geplant ist nun ein „Regional-Bonus“, an dem die Regierung aktuell noch arbeitet. Damit soll der Konsum regionaler Produkte gestärkt werden, wodurch folglich auch die gesamte Volkswirtschaft profitieren würde.

Regionale Produkte auch via Internet kaufen

Aufgrund der Coronavirus-Krise konnten sich verschiedene Plattformen, die Informationen über regionale Unternehmen geben oder regionale Produkte auch direkt anbieten, kürzlich wachsender Beliebtheit erfreuen. Ein Beispiel ist hier etwa die Plattform „Netzwerk Kulinarik“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, nicht nur Produkte, sondern auch Leistungen aus österreichischen Regionen „noch bekannter“ zu machen, wie es auf der Website heißt.

Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die Plattform „markta“, die urbane Konsumenten direkt mit regionalen Lebensmittelproduzenten verbindet. Kunden können ihre frischen Produkte einfach über die Plattform bestellen und direkt nach Hause liefern lassen. So werden regionale Bio-Bauernhöfe, Familienbetriebe und Kleinproduzenten, die gegen die etablierte Konkurrenz und die großen Lebensmittelketten kaum Chancen haben, unterstützt und gefördert.

Herkunftskennzeichnung immer wieder Thema

Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch die Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln eine wichtige Rolle. Bereits des Öfteren hat etwa die FPÖ eine Verbesserung in diesem Bereich gefordert. Erst am Mittwoch stand ein Antrag betreffend die lückenlose Herkunftskennzeichnung auf der Tagesordnung im Landwirtschaftsausschuss des Nationalrates.

Bis jetzt sei eine Verbesserung bei der Herkunftsauslobung insbesondere von der ÖVP abgelehnt worden, erklärte der freiheitliche Landwirtschaftssprecher und Nationalratsabgeordnete Peter Schmiedlechner. „Wir hoffen diesmal auf breite Unterstützung, es wurde nämlich wiederholt während der Corona-Krise versprochen, die heimischen Betriebe zu unterstützen. Wie wertvoll unsere Lebensmittel sind, haben wir jetzt alle gesehen“, so Schmiedlechner.

Abwarten, ob sich Bewusstsein ändert

Auf die Wichtigkeit der Herkunftskennzeichnung wies auch der freiheitliche Tourismussprecher Gerald Hauser hin. Für viele Touristen würde der Einsatz regionaler Landwirtschaftsprodukte das Erlebnis erst so richtig abrunden. Zudem würde durch die Land- und Forstwirtschaft auch Pflege der Kulturlandschaft betrieben.

Letztendlich bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit sich die durch die Coronavirus-Krise ins Rollen geratenen Entwicklungen etwa auf die Wirtschaft oder auch das Bewusstsein der Menschen bezüglich der Fragen etwa zu Globalisierung, Regionalität und auch der damit einhergehenden Nachhaltigkeit auswirken werden.


Weiterlesen: 

Österreichische Regierung plant „Regional-Bonus” für heimische Lebensmittel (13.5.2020)

Heimat und Regionalität dürfen keine reinen Worthülsen sein! (Kolumne, 13.5.2020)


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt