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Gesellschaft

Solidarität: Belohnung für Hinweise zu Antifa-Hinterhalt in Stuttgart

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Nach dem schockierenden linksextremen Angriff in Stuttgart formiert sich eine Welle der Solidarität mit dem schwer verletzten Mann, der weiter im Krankenhaus liegt. 

Stuttgart. – Über eine Woche ist die gemeingefährliche Attacke auf drei Demogänger nahe des Daimler-Betriebsgeländes jetzt bereits her. Einer von ihnen, Andreas Ziegler, erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, dass er weiterhin ums Überleben kämpft – Die Tagesstimme berichtete. Damit der fürchterliche Überfall zur Aufklärung kommt, hat die patriotische Gewerkschaft „Zentrum Automobil” jetzt eine Belohnung ausgelobt – 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise plus der Erlös aus einer Spenden-Kampagne.

Bewegend: Attackierter schildert den Vorfall

Begleitet wurde der Aufruf nach Hinweisen von einem 18-minütigen Solidaritätsvideo, das die Umstände des Angriffs aufarbeitet. Darin lässt unter anderem ein weiterer Betroffener die Geschehnisse von Samstag, dem 16. Mai, erneut Revue passieren. Das fällt ihm nicht leicht: „Ich kriege jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke. Es tut mir in der Seele weh, wie man wildfremde Leute, unschuldige Menschen so attackiert.”

Den Angriff erlebte er wie folgt: „Die Linken kamen auf der gegenüberliegenden Straßenseite […] und waren circa 40 Leute. Sie haben sich gruppiert. Auf der Höhe des VfB-Heims sah ich einen roten BMW mit fünf Personen. Ich sagte noch zum Kollegen:  ‚Du, kuck mal, da drüben sind lauter schwarz vermummte’.”

Später lösten sich zwei aus dieser Gruppe, zeigten auf ihn und seine Begleiter: „Hey, kommt her, hier sind sie, die müssen wir uns schnappen.”

Fehlendes Polizeiaufgebot als möglicher Faktor

Zu diesem Zeitpunkt war auf dieser als Brennpunkt absehbaren Straße laut seinem Bericht keine Polizeistreife am Weg. Der Antifa-Mob lief heran und die Meute stürzte sich auf die drei Männer. Diese leisteten Gegenwehr, bekamen aber eigenen Angaben zufolge Schläge und Tritte gegen den Kopf und eine Pfefferspraysalve ab. Plötzlich habe es bei seinen Kollegen einen Knall gegeben, ehe man ihn zu einem Auto leitete, bei dem er in Sicherheit kam. Für die Eskalation glaubt der Attackierte das fehlende Polizeiaufgebot verantwortlich.

Hoffnung auf Änderung des gesellschaftlichen Klimas

Der Vorsitzende von Zentrum Automobil, Oliver Hilburger – vor wenigen Wochen selbst Ziel eines Antifa-Überfalls im Umkreis der Demos in Stuttgart – bekundete das Vertrauen seiner Gewerkschaften in die Ermittlungsbehörden, Gleichzeitig müsse man aber feststellen, dass viele Akteure dieses Klima geschafft hätten. Insbesondere Beteiligte der IG Metall und das Management der betroffenen Firmen hätten „aktiv oder passiv mitgewirkt an Hetzen und Lügen” über seine Gewerkschaft und deren Mitglieder.

Dabei sieht er die traurige Tat als möglichen Weckruf: „Vielleicht ändert sich im Angesicht dieser Tat jetzt etwas. Wir alle würden uns das wünschen, damit sich das Klima in unserer Gesellschaft nicht weiter vergiftet.” Bestürzend und entlarvend sei das Schweigen weiter Teile der Öffentlichkeit. Es gäbe weder Soli-Konzerte noch Sondersendungen. Hilburger bedankt sich bei vielen Leserbriefschreibern, alternativen Medien und, mit etwas Zeitverzug, den etablierten Printmedien, die allesamt den Vorfall bekannt gemacht hätten.

Über 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise

Außerdem gehe sein Dank an die Kollegen, die mit Bestürzung reagiert hätten und Solidarität bekundet haben. Weil es unzählige Anfragen gäbe, wie man helfen könne, habe man sich überlegt, wie man dies koordiniere. Das wichtige sei dabei, dass Andreas Ziegler überlebe. Man werden aber alles unternehmen, um die Täter zu überführen. Zu diesem Zweck werde ein Konto eingerichtet, in das man selbst 10.000 Euro einzahle. Bürger können dort spenden, um die Summe zu erhöhen.

Davon erhofft sich Zentrum Automobil, dass ein Mittäter vielleicht die Tragweite bereue, sich davon distanzieren und sich bei der Polizei melden wolle. Wie ein weiterer Sprecher darstellt: „Ansonsten macht sich jeder, der davon weiß und Kenntnis hat – nicht nur die Beteiligten – und sich nicht äußert, mitschuldig an den Verletzungen des Kollegen.” Der Dank der Gewerkschaft gilt auch zwei mutigen Frauen, die couragiert einschritten. Dies sei der einzige Grund, dass man auf ein Überleben des Kollegen hoffen könne.

Als Daten für das Spendenkonto wurden angegeben:

IBAN: DE10 7603 0080 0950 1251 07
Empfänger: Andreas Brandmeier

BIC:  CSDBDE71XXX
Verwendungszweck: Solidarität mit Andy Ziegler


Weiterlesen: 

Brutale Antifa-Attacke in Stuttgart: Kritik an Polizei und Daimler (19.5.2020)

Stuttgart: Vermummte Linksextreme überfallen rechten Gewerkschafter (28.4.2020)


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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    a. friend

    25. Mai 2020 at 21:39

    Ich wünschte, ich würde so stabile Mitstreiter in meinem Umfeld kennen. Stuttgart ist einfach zu weit weg, um mich an Aktionen beteiligen zu können. Aber was ich beitragen kann, sind meine kameradschaftlichen Grüße in Form einer Spende, die heute versandt wurde, in der Hoffnung, dass der gute Andreas Ziegler schnell wieder auf die Beine kommt und die Täter überführt werden können.

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Gesellschaft

Rückendeckung für Neuer nach Aufregung um kroatisches Patrioten-Lied

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Nachdem deutschsprachige Medien das feierliche Mitsingen von Manuel Neuer bei einem patriotischen, kroatischen Lied skandalisierten, springt ihm mit Ivan Rakitić einer der kroatischen Fußball-Helden der letzten WM zur Seite. 

Wien/Zagreb. – Am Wochenende hat ein etwa zweiminütiges Video vor allem im deutschsprachigen Raum für Aufregung gesorgt, das den FC-Bayern Star und Fußballnationaltorwart Manuel Neuer dabei zeigt, wie er gemeinsam mit einer gut gelaunten Gruppe das Lied „Lijepa li si” („Du bist schön”) der kroatischen Band „Thompson” mitsingt.

Vizeweltmeister Rakitić verteidigt Neuer und Lied

Das patriotische Lied, das 1998 veröffentlicht wurde und als inoffizielle Hymne des Landes gilt, besingt die Schönheit der verschiedenen Regionen des Landes. Viele werfen der Band vor, rechtsextrem zu sein. Der kroatische Fußballspieler Ivan Rakitić (FC Barcelona) hat nun sowohl Neuer als auch das Lied selbst verteidigt. „Manu ist in Kroatien wie einer von uns. Wir sind unheimlich stolz, dass er immer wieder nach Kroatien kommt und sich bei uns so wohl fühlt”, erklärte Rakitić gegenüber Sport1.

Perković liebt Kroatien – Kroatien liebt Perković

Einen rechtsextremen Hintergrund hat das Lied nach Meinung von Rakitić nicht. „Das Lied hat damit nichts zu tun und Manu auch nicht. In dem Video singen sie über die Liebe zu Kroatien. Man sieht, wie wohl sich Manu fühlt. Mich haben hunderte von Leuten angerufen und mir erzählt, wie dankbar sie sind, dass er da ist. Es ist schade, was daraus jetzt gemacht wird. Manu hat doch nichts gemacht. Er fühlt sich wohl bei uns und er bringt die Kroaten näher zusammen”, erklärte der kroatische Fußballspieler

Über Marko Perković Thompson, den Frontmann der kroatischen Band, sagte der Starkicker: „Der Sänger ist ein unglaublich bekannter Mann, der in Kroatien geliebt wird”. Er gebe im ganzen Land immer wieder Konzerte. Im Jahr 2018 fuhr der Sänger im Rahmen des Empfangs des WM-Vizeweltmeisters, bei dem sich über 60.000 Menschen versammelt hatten, sogar in einem Bus bis zum Ban-Jelačić-Platz, dem Hauptplatz von Zagreb, mit. Dort sang er gemeinsam mit der Mannschaft und dem Publikum unter anderem die Lieder „Lijepa li si” und „Geni kameni” („Gene aus Stein”).

Medienreaktionen unterscheiden sich nach Kulturraum

Auffallend unterschiedlich waren die medialen Reaktionen, deutschsprachige Medien wählten eher tendenziösen Schlagzeilen, um ihren Lesern den Sachverhalt näherzubringen. Sie titelten etwa:  „Hier singt Neuer das Lied einer rechtsextremen Skandal-Band” (Bild), „Bayern-Tormann Neuer singt in Kroatien-Urlaub Lied einer rechtsextremen Band” (Standard), „Manuel Neuer singt Lied einer rechten Skandal-Band” (Krone).

Kroatische und bosnische Medien hingegen thematisierten eher den Angriff deutschsprachiger Medienkollegen auf den Fußballer. So etwa: „Deutsche Medien attackierten Neuer wegen Thompson-Lied heftig (…)” (klix.ba), „Deutsche attackierten Neuer: Das Lied verherrliche Faschismus (…)” (Večernji list), „Manuel Neuer äußert sich nach Angriff seitens deutscher Medien (…) auch Thompson wäre stolz” (tportal.hr). 

Fanklub verteidigt Lied, unterstellt „böswillige Absicht”

Mittlerweile meldete sich in einem offenen Brief an die Bild-Zeitung auch der kroatische Fanklub „Mi Hrvati” („Wir Kroaten”) zu Wort. Darin heißt es, dass die Zeitung Neuer in böswilliger Absicht und fälschlicherweise beschuldigt hätte, ein Lied gesungen zu haben, das eine Nähe zur  faschistischen Ustaša-Bewegung aufweisen würde.

Das einzige, das im Artikel stimme, sei die Information, dass Neuer das Lied „Lijepa li si” gesungen hat. Über das Lied schreibt der Fanklub, dass es sich um eine Fanhymne handele, die sowohl aus dem Radio als auch bei den unterschiedlichsten Anlässen aus den Lautsprechern töne.


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Gesellschaft

Nächster Schlag: Martin Sellner jetzt auch auf YouTube gesperrt

Stefan Juritz

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Erst vor wenigen Tagen sperrte ihn Twitter. Jetzt hat auch YouTube nachgezogen und die Konten von Martin Sellner geschlossen.

Am Montag hat die Social-Media-Plattform die Konten des identitären Aktivisten und Influencers Martin Sellner gesperrt, weil dieser mit seinen „Kontoaktivitäten” die YouTube-Nutzungsbedingungen verletzt habe. Sellner kündigte indes an, sich gegen diese „grundlosen Sperrungen” juristisch zu wehren. „Wieder einmal erweist sich, dass die sogenannte ‚Meinungsfreiheit’ im westlichen Staaten eine reine Farce ist”, kommentierte er auf seiner Homepage am Montagabend. Auf YouTube folgten dem Identitären über 140.000 Menschen.

Twitter sperrt Identitäre aus

Erst am Freitag hatte der Kurznachrichtendienst Twitter in einem großen Schlag mehr als 50 Konten gesperrt bzw. eingeschränkt. Die meisten der gesperrten Profile gehörten zur Identitären Bewegung – auch Sellner war betroffen.

Die Sperren erfolgten nur wenige Tage nachdem der US-Sender NBC News über ein Dossier mit dem Titel „Generation Identity – International White Nationalist Movement Spreading On Twitter And YouTube” berichtet hatte. Die linke NGO „Global Project Against Hate and Extremism” (GPAHE, Globales Projekt gegen Hass und Extremismus) habe insgesamt 67 Twitter-Accounts aus 14 Ländern identifiziert, die folglich vom Kurznachrichtendienst gesperrt bzw. eingeschränkt wurden, wie es in dem Bericht heißt.

Vor drei Jahren hatte bereits Facebook sämtliche Identitären-Seiten gelöscht.


Weiterlesen:

Die Hintergründe zur Twitter-Löschwelle gegen die Identitären (11.07.2020)

Aktion scharf: Twitter sperrt zahlreiche rechte Accounts (10.07.2020)


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Niedersachsen: Verfassungsschutz soll künftig Polizei-Anwärter überprüfen

Julian Schernthaner

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Ab sofort müssen sich alle Polizisten in Niedersachsen einem Check des Verfassungsschutz unterziehen, ehe sie in den Landesdienst eintreten.

Hannover. – Wie der Innenminister des Bundeslandes, Boris Pistorius (SPD), erklärte, habe dies mit der Sorge zu tun, dass „Extremisten oder Clanmitglieder unsere Polizei unterwandern”. Dies berichtet die Junge Freiheit unter Berufung auf die Neue Osnabrücker Zeitung. Bislang war eine solche Überprüfung nur dann möglich, wenn Bewerber dieser Maßnahme ausdrücklich zustimmten.

Charakterliche Anforderungen als Argument

Begründung für die neuen Pläne ist der Umstand der hohen charakterlichen Anforderungen der Polizeiarbeit sowie deren Waffentracht im Dienst. Das niedersächsische Innenministerium arbeitet deshalb an einem gesetzlichen Erlass, womit automatische Abfragen beim Verfassungsschutz vor jedem Neueintritt möglich werden.

Pistorius kritisierte einst AfD-Polizisten

Im Bezug auf den neuen „Radikalenerlass” in Niedersachsen fürchten Kritiker nun, dass dieser über kurz oder lang gegen politische Mitbewerber missbraucht werden könnte. Denn immerhin war es auch Pistorius, der sich erst im Vorjahr kritisch über Beamte wie Lehrer oder Polizisten geäußert hatte, die sich bei Wahlen für die AfD aufstellen lassen – insbesondere, wenn diese mit dem „Flügel” oder der „Jungen Alternative” sympathisierten.

Vorauseilender Charakter der Erlasses denkbar

Die Jugendorganisation der größten Oppositionspartei sowie der ehemalige Zusammenschluss der Nationalkonservativen in der Partei gelten seit Kurzem als „Verdachtsfälle” des Verfassungsschutzes. Beobachter sehen dies als Schritt der Behörde, irgendwann die Gesamtpartei ins Visier zu nehmen.

Dieser Eindruck verstärkte sich nicht zuletzt nach den jüngsten Beobachtung der beiden AfD-Landesgruppen in Brandenburg und Thüringen. Gut möglich also, dass Niedersachsen bereits vorauseilende Fakten schaffen will, wenn entweder die Bundespartei oder zumindest die Landespartei ins Visier gerät.

Pistorius für Studie zu Rassismus bei Polizei

Neben der neuen Einstellungspolitik bei der Polizei bezog Pistorius auch Stellung zur derzeit virulenten Debatte über angeblichen Rassismus bei der Polizei. Die Ansicht seiner Parteichefin Saskia Esken, wonach bei deutschen Ordnungskräften ein „latenter Rassismus” existiere, teilt er zwar nicht. Dennoch würde er eine – von Bundesinnenminister Seehofer (CSU) schließlich doch abgesagte –  Studie zu sogenanntem „racial profiling” befürworten. Sich diese Frage zu stellen sei seiner Ansicht nach „vernünftig und vertrauensbildend” und könne mittelfristig die Qualität der Polizeiarbeit verbessern.


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