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Deutschland

Schwarze Grünen-Politikerin Touré fordert Offensive gegen Rassismus

Julian Schernthaner

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Die aktuellen Debatten über angeblichen Rassismus und Polizeigewalt in den USA haben längst Europa erreicht. Jetzt fordert eine grüne Landespolitikerin entsprechende Konsequenzen auch in Deutschland.

Kiel. –  Aminata Touré schwarze Grünen-Vizepräsidentin des Landtages in Schleswig-Holstein fordert ein verstärktes Engagement gegen Rassismus in Deutschland. Sie möchte eine Aufklärung über dessen Entstehung und eine Strategien prüfen, wie man sich dagegen „immunisieren“ könne. Man müsse „Rassismus entlernen“. Touré gehörte auch zu jenen Grün-Politikern, die unlängst für die Aufnahme der Floskel „Vielfalt in Einheit“ als deutsches Staatsziel plädierten.

Änderung der Lehrpläne erwünscht

Wie die Junge Freiheit berichtet, freut sich Touré zwar über den Zuspruch, welche die „Black Lives Matter“-Kampagne erhalte. Allerdings ist das für sie nicht genug: Alleine damit sei niemandem geholfen. Es reiche nicht aus, sich aus Solidarität bei einer Kundgebung einer Social-Media-Aktion zu beteiligen. Denn: „Das macht einen Menschen nicht zum Antirassisten. Wir wachsen alle in einer Gesellschaft auf, in der Rassismus üblich ist“.

Als möglichen Ansatz sieht sie eine Änderung der Lehrpläne in deutschen Schulen. Sie wünscht sich daher, dass der Bildungsbereich die Themen Kolonialismus und Rassismus eine intensivere Bearbeitung erfahren. Auch die Lehrerausbildung müsse in diese Richtung abzielen. Sie verstehe, dass sich „keine Gesellschaft […] gerne mit dem eigenen Rassismus“ auseinandersetze. Man müsse besser über Fremdenhass aufklären, anstelle auf „schlimmere Zustände“ andernorts zu verweisen.

Touré: Weiße sollen eigene Erfahrungen nicht gleichsetzen

In ihrem Plädoyer ruft sie insbesondere weiße Menschen in die Pflicht. Diese sollten Solidarität zeigen – und gleichzeitig nicht deren eigene Diskriminierungserfahrungen ins Feld zu führen. „Ich erwarte von nicht schwarzen Menschen, uns zuzuhören […] ohne eigene Erfahrungen im Ausland mit struktureller Diskriminierung gleichzusetzen“, so die Fraktionssprecherin für Antirassismus. Damit redet sie wohl auch jenen Personen das Wort, welche derzeit die Darstellung pflegen, dass es keinen anti-weißen Rassismus gäbe.

Insgesamt möchte sie Menschen mit Migrationshintergrund zudem sichtbarer machen. Diese müssten stärker in „entscheidenden Stellen“ wie etwa der Politik auftauchen. Minderheiten müssten „in politische Räume reinströmen“. Mit dieser Stoßrichtung ist sie nicht alleine – erst kürzlich erhoben die „Neuen Deutschen Medienmacher“ eine ähnliche Forderung im Bezug auf deutsche Medienredaktionen – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen:

Nach dem Tod von George Floyd: Bereits mehrere Tote bei Unruhen in den USA (3.6.2020)

Migranten-Medienverein sieht mangelnde Diversität in Redaktionen (13.5.2020)

Grüne wollen Floskel „Vielfalt in Einheit“ als Staatsziel festschreiben (3.3.2020)


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1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Peter Aschbacher

    5. Juni 2020 at 12:07

    „Rassismus“ ist ein konstruierter „Fake“-Begriff, der sich selbst ad absurdum führt: Da es nach der herrschenden pseudo-wissenschaftlichen Meinung keine Rassen geben soll, ist natürlich auch ein sich daraus ableitender Begriff logischerweise Unsinn. Doch das ist nur die erste Stufe des Irrsinns. Der Pseudo-Begriff „Rassismus“ wird weiterhin in der Praxis nicht als differenzierende Kategorie verwendet, sondern hauptsächlich als pseudo-moralische Wertung. Dadurch erhält er jene dehnbare Beliebigkeit, die für so viele linke Vokabeln charakteristisch ist: Ein Propaganda-Schlagwort, das die niedersten Instinkte des Menschen anspricht und sich zur massenhaften VERHETZUNG eignet. Aufgrund dieser toxischen Eigenschaften müsste die Verwendung des Wortes „Rassismus“ in den Medien und auf Plakaten (außer zur kritischen Begriffsanalyse) eigentlich verboten werden.

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