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Schwarze Aktivistin: „George Floyd ist nicht mein Märtyrer“

Monika Šimić

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Die „Black-Lives-Matter“-Bewegung hat in den vergangenen Tagen viel Unterstützung erfahren. Eine schwarze Aktivistin hat nun aber in einem Video erklärt, warum George Floyd für sie kein Held ist.

Candace Owens, eine konservative US-amerikanische Aktivistin, die für ihre Kritik an der „Black-Lives-Matter“-Bewegung bekannt wurde, hat in einem Video erklärt, warum sie sich weigert, George Floyd als Märtyrer für die afroamerikanische Gemeinschaft zu akzeptieren. Er sei auch kein Held. Für seine Familie wünsche sie sich aber Gerechtigkeit, erklärte Owens.

Floyds kriminelle Vergangenheit

In dem 18-minütigen Video, das auf YouTube bereits über vier Millionen Mal angeklickt wurde, spricht sich Owens zwar ganz klar für eine angemessene Strafe für den Polizeibeamten Derek Chauvin aus, verweist aber gleichzeitig auch auf Floyds Strafregister und stellt das Narrativ rund um ihn in Frage. „Ich werde dieses Narrativ nicht akzeptieren, dass dies das Beste ist, was die schwarze Gemeinde zu bieten hat“, betont sie. „Niemand ist der Meinung, dass er bei dieser Verhaftung hätte sterben sollen, aber was ich verabscheuungswürdig finde, ist, dass jeder so tut, als hätte dieser Mann einen heldenhaften Lebensstil gehabt, obwohl er das nicht tat.“

Dabei verweist sie auch auf die Tatsache, dass Floyd zum Zeitpunkt seines Todes laut Autopsiebericht einen hohen Fentanyl- und Methamphetaminspiegel aufwies. Sie erwähnt auch seine Polizeiakte, die mehrere Haftstrafen und andere Delikte umfasst. Seine Verhaftung im Jahr 2007 etwa, wie sie im Video betont, erfolgte wegen eines gemeinsamen bewaffneten Einbruchs bei einer schwangeren Afroamerikanerin, wobei Floyd der Frau auch seine Waffe an den Bauch gehalten hätte.

„“Nicht mein Märtyrer“

„“Wir sind die einzigen Menschen, die sich für Unterstützung und Gerechtigkeit für jene Menschen aus unserer Gemeinschaft einsetzen, die nichts Gutes im Schilde führen“, kritisiert sie. „Uns werden viele Lügen aufgetischt“, so Owens. Das sei nicht nur zum Nachteil der afroamerikanischen, sondern auch der weißen Gemeinschaft und letztlich zum Nachteil von ganz Amerika. Die Aktivistin stellt in dem Video außerdem das Narrativ von Polizeibrutalität in Frage. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Polizeibeamter von einem Schwarzen getötet wird, ist 18,5-Mal höher als umgekehrt“, betont sie. Auf die Frage, ob manche Polizeibeamte das Falsche tun, antwortet sie mit „Ja“. Solche werde es aber immer geben, „weil sie Menschen sind“. Die Gesellschaft sei „nicht perfekt“. Zum Schluss erklärt sie: „George Floyd ist nicht mein Märtyrer … er kann Ihrer sein“. Das sei alles, was sie dem „schwarzen Amerika“ zu sagen hätte.


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