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Rufe nach Rücktritt

CDU-Mann bezeichnete Floyd als „Gewaltverbrecher“

Dass die Hinterfragung der Umstände und Hintergründe des Todes von George Floyd, die gerade weltweit zu Protesten und Unruhen führen, derzeit ein riskantes Unterfangen ist, musste ein CDU-Politiker nun feststellen.

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<p>Erfährt derzeit relativ unkritische Idolisierung: Der bei einem Polizeieinsatz verstorbene Afroamerikaner George Floyd. Bild: Lorie Shaull via <a href="https://www.flickr.com/photos/number7cloud/49972844848/">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a></p>

Erfährt derzeit relativ unkritische Idolisierung: Der bei einem Polizeieinsatz verstorbene Afroamerikaner George Floyd. Bild: Lorie Shaull via Flickr [CC BY-SA 2.0

Stuttgart. – Denn Thaddäus Kunzmann, ehemaliger Landtagsabgeordneter der Union und nunmehriger baden-württembergischer Demografiebeauftragter, übte öffentliche Kritik. In sozialen Medien erinnerte er an die kriminelle Vita des bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis (USA) tragisch verstorbenen Afroamerikaner George Floyd.

„“Gewaltverbrecher mit beträchtlichem Vorstrafenregister“

Zwar strich Kunzmann heraus, dass er dessen Tod schlimm finde und attestierte der US-amerikanischen Polizei ein Gewaltproblem. Aber: „Zur Wahrheit gehört auch, dass Floyd ein Gewaltverbrecher mit beträchtlichem Vorstrafenregister war.“ Niemand wolle einer solchen Person in der Nacht begegnen. Wenn nun tausende Leute in dessen Ehren auf der Straße gegen angeblichen Rassismus protestierten, gehe ihm das „zu weit“.

SPD-Generalsekretär fordert Kunzmann-Rücktritt

Diese Äußerung dürfte dem politische Mitbewerber als so etwas wie Gotteslästerung vorgekommen sein. Denn in der Folge forderte etwa SPD-Generalsekretär Sascha Binder den sofortigen Rücktritt Kunzmanns. Eine solche Person dürfe ein „weltoffenes Land nicht mehr repräsentieren“. Daher müsse er den Hut nehmen – und zwar „am besten heute, bevor die Sonne untergeht“, so der rote Politiker am Montag laut eines Berichts der Jungen Freiheit.

Sozialministerium distanziert sich scharf

Damit war er nicht der einzige, denn auch das grün-geführte Ministerium für Soziales und Integration bemühte sich um Abstand. Das Ressort von Manfred „Manne“ Lucha erklärte auf Twitter, man distanziere sich „aufs Schärfste“ von den Aussagen. Zwar sei Kunzmann unabhängig und daher nicht weisungsgebunden. Dennoch widerspreche der Inhalt des Posts der „Antidiskriminierungspolitik“ des Ministeriums.

Kriminelle Karriere von Floyd ist gut belegt

Freilich basiert unabhängig dieser Einstufungen die Kritik von Kunzmann auf einem unwiderlegbaren Faktensubstrat. Denn in den vergangenen 22 Jahren wurde George Floyd mehrfach polizeilich und juristisch auffällig. Nach mehreren Strafen wegen Drogendelikten und eines Diebstahls beteiligte er sich im Jahr 2007 an einem Raubüberfall auf eine schwangere Frau. Für diese Straftat sollte er fünf Jahre ins Gefängnis, wurde allerdings nach vier Jahren vorzeitig entlassen.


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