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Polizisten als Abfall

Journalistin schockiert mit umstrittener Kolumne

Für einen mittleren Eklat sorgte eine Journalistin der linken taz in Form eines polizeifeindlichen Kommentars. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) erwägt daher sogar rechtliche Mittel. 

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<p>Polizei. Symbolbild: Pixabay.</p>

Polizei. Symbolbild: Pixabay.

Berlin. – Der Artikel von Hengameh Yaghoobifarah hatte es in sich. Die Autorin stellte in einer Kolumne Überlegungen an zur Verwendung heutiger Polizisten für den Fall, dass „die Polizei abgeschafft wird, nicht aber der Kapitalismus“. Am Ende kam sie zum Schluss, dass diese für keine nützliche Arbeit tauglich wären – und bediente sich dabei durchwegs grenzwertiger Sprachbilder und Vergleiche.

Yaghoobifarah liefert Tirade gegen Ordnungshüter

Kostprobe gefällig? Arbeiten, wo es ein Machtgefälle gäbe, wie in der Medizin oder im Schulbetrieb, seien sowieso undenkbar. Auch in die Nähe von Tieren sollte man sie nicht lassen. Weiters spricht sie Exekutivbeamten die Eignung für einen Job auch als Postzusteller ab, weil sie an deren Potenzial zu politischer Gewalt glaubt. Wörtlich: „Zwischen Bücherlieferung und Schuhbestellung passt immer eine Briefbombe.“

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Die sich eigentlich als nicht-binär identifizierende Yaghoobifarah kann sich auch im Verkauf oder handwerklichen Betrieb keinen Polizisten vorstellen. Im Baumarkt sorgt sie sich um die Beschaffung von Material von Brandbomben – und sogar Pediküre sei tabu: „Eine Nagelfeile ist eine Waffe.“ Auch in der Gastronomie wünscht sie keine Ex-Ordnungshüter zu sehen – sie sorgt sich um die Verabreichung vergifteter Getränke.

Journalistin will Polizisten auf Misthaufen entsorgen

So geht die Tirade des einstigen Sternchens des intersektionalen Haltungsjournalismus weiter im Takt. Am Ende hat sie dann so ziemlich jedes Berufsfeld ausgeschlossen und will damit ihre Prämisse bestätigen: „All Cops are berufsunfähig“, wohl auch nicht zufällig als „ACAB“ abkürzbar. Damit bleibt für sie nur mehr eine Lösung der Polizeifrage: die Mülldeponie.

Und zwar nicht als Beschäftigte, sondern als Unrat: „Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.“ An dieser Stelle endet die umstrittene Kolumne – und Yaghoobifarah erhoffte sich wohl Applaus aus der eigenen Filterblase dafür.

DPolG-Chef erstattet Anzeige wegen Volksverhetzung

Tatsächlich war der Beitrag aber sogar der linkslastigen taz-Leserschaft ein zu starkes Stück. Das liberal-konservative Meinungsmagazin Tichys Einblick sammelte einige der wütenden Kommentare von Stammlesern, einige stellten sogar die Kündigung ihres Abos in den Raum. Allerdings könnte die Unzufriedenheit ihrer Leser schon bald das kleinste Problem der taz-Journalistin sein.

Denn der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, will sich auch juristisch gegen das „üble Machwerk“ zur Wehr setzen. In einem Facebook-Beitrag spricht er davon, eine Strafanzeige gegen Yaghoobifarah wegen mutmaßlicher Volksverhetzung zu erstatten. Bei einer Verurteilung nach diesem Paragraphen würden bis zu fünf Jahre Haft drohen.


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