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Facebook löscht Wahlkampfanzeige von Donald Trump

Monika Šimić

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Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump hat in einem Posting vor der Antifa gewarnt. Dabei verwendete er unter anderem ein Zeichen, das laut Facebook an ein NS-Symbol erinnern soll. 

Das soziale Netzwerk Facebook hat Anzeigen des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump gesperrt. Die Beiträge hätten gegen die Regeln gegen „organisierten Hass“ verstoßen, erklärte der Konzern am Donnerstag. In den Anzeigen war ein rotes Dreieck zu sehen, das an ein Symbol erinnere, das politische Häftlinge in NS-Konzentrationslagern tragen mussten.

Zu Petition gegen Antifa verlinkt

„“Wir erlauben keine Symbole, die hasserfüllte Organisationen oder hasserfüllte Ideologien repräsentieren, wenn sie nicht mit Kontext oder einer Verurteilung verbunden sind“, sagte Facebook-Sicherheitschef Nathaniel Gleicher, als er bei einer Kongressanhörung in Washington nach den Vorgängen gefragt wurde. „Das ist es, was wir in diesem Fall mit dieser Werbeanzeige gesehen haben. Egal, wo dieses Symbol verwendet würde, würden wir die gleichen Maßnahmen ergreifen.“

In einem der Beiträge warnte das Wahlkampfteam vor „gefährlichen Mobs und linksradikalen Gruppen“, die „durch die Straßen rennen und Chaos verursachen“. Sie würden Städte zerstören und seien für Krawalle verantwortlich. Laut Bericht der Wahington Post waren die Anzeigen mit einer Petition zur linksextremen Antifa verlinkt. Trump hat Antifa-Gruppen wiederholt für Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen nach dem Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz verantwortlich gemacht. Vor drei Wochen hatte Trump deshalb erneut gefordert, die Antifa als Terrororganisation einzustufen (Die Tagesstimme berichtete).

Historisches Symbol

Trumps Kampagnen-Kommunikationsdirektor, Tim Murtaugh, erklärte in einer Reaktion, dass das umgekehrte Dreieck selbst von der Antifa genutzt worden sei und man dieses Symbol deshalb auch für die Anzeige verwendet habe. Zudem befinde sich das Symbol nicht in einer Datenbank der „Anti-Defamation-League“ (ADL), die gegen Diskriminierung und Diffamierung von Juden eintritt. Bei dem Symbol handele es sich zudem um ein Emoji, hieß es in der Argumentation weiter.

Die ADL betonte indes, dass das Dreieck deshalb nicht in ihrer Datenbank sei, weil es sich dabei um ein historisches Symbol handele und nicht um ein Symbol, „dass häufig von modernen Extremisten und weißen Rassissten in den USA“ verwendet würde.


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