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USA steigen nun offiziell aus WHO aus

Monika Šimić

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Nun ist es amtlich: In einem Jahr wollen die USA die Weltgesundheitsorganisation verlassen.

New York. – Im Streit um die Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump offiziell den Austritt seines Landes aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeleitet. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres bestätigte den Eingang des entpsrechenden Dokuments am Sitz der Vereinten Nationen in New York. Den Austritt hatte Trump bereits Ende Mai angekündigt.

Trump erhebt Vorwürfe

Der US-Präsident wirft der WHO schwere Versäumnisse vor und beschuldigt sie, die internationale Gemeinschaft zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in China zu stehen. Mehrfach verwies er darauf, dass Washington höhere Beiträge an die in Genf ansässige Organisation zahle als Peking. Die WHO habe sich zudem notwendigen Reformen verschlossen.

USA waren wichtigster Geldgeber

Die Zahlungen an die WHO hatte Trump bereits im April eingefroren und damit international Kritik auf sich geszogen. Bislang waren die USA wichtigster Geldgeber. Die Beiträge sollten in diesem Jahr eigentlich knapp 116 Millionen Dollar betragen. Im Finanzjahr 2018/2019 unterstützte Washington die Weltgesundheitsorganisation mit 893 Millionen Dollar (804 Millionen Euro) und stemmte damit rund 15 Prozent des Gesamtbudgets.

Eine Bedingung für das Ausscheiden der USA aus der Organisation sei, dass alle Beiträge für die UN-Unterorganisation beglichen seien. Derzeit überprüft Guterres gemeinsam mit der WHO alle Papiere. Auch der US-Kongress in Washington ist über den Schritt informiert worden. Der Rückzug der USA wird allerdings erst in einem Jahr, am 6. Juli 2021, wirksam.


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