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Kultur

Nach Wiederaufbau: Sankt-Elias-Kathedrale in Aleppo erneut eingeweiht

Stefan Juritz

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Die maronitisch-katholische Kathedrale war während des Syrienkriegs von Islamisten zerstört worden.

Aleppo. – Am Montag ist die maronitisch-katholische Kathedrale Sankt Elias im syrischen Aleppo erneut eingeweiht und wiedereröffnet worden. Die im 19. Jahrhundert errichtete Kirche war zwischen 2012 und 2016 durch mehrere Raketeneinschläge und weitere Kampfhandlungen schwer beschädigt worden, wie die internationale Hilfsorganisation „Kirche in Not“ berichtete. Die größten Schäden seien 2013 bei einem Angriff islamistischer Kämpfer entstanden. Die Islamisten hätten dabei versucht, alle christlichen Wahrzeichen zu zerstören.

Nur noch 30.000 Christen in Aleppo

Kurz vor Weihnachten 2016 konnten die Islamisten schließlich aus Aleppo vertrieben werden. Dies ermöglichte es der christlichen Gemeinde, zu Weihnachten den ersten Gottesdienst nach fünf Jahren zu feiern und in den Trümmern der Kathedrale eine Krippe zu errichten. Anschließend begann der Wiederaufbau, der hauptsächlich von „Kirche in Not“ unterstützt wurde.

Nach mehreren Jahren der Restauration war es am Montag endlich soweit und die Sankt-Elias-Kathedrale wurde wiedereröffnet. „Die Eröffnung unserer Kathedrale ist eine Botschaft für die Christen in Aleppo und der ganzen Welt. Der Wiederaufbau ist ein Beweis, dass wir trotz unserer schwindenden Zahl immer noch in diesem Land leben. Unsere Stimmen werden Gott an diesem Ort trotz aller Schwierigkeiten weiterhin loben“, teilte der zuständige Erzbischof Joseph Tobji mit.

Vor Ausbruch des Syrienkrieges im Jahr 2011 lebten etwa 180.000 Christen in Aleppo. Heute sind es laut Angaben von „Kirche in Not“ nur noch 30.000.


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