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Musiker unterzeichnen Brief gegen politische Nutzung ihrer Lieder

Erst unlängst hatten etwa die Rolling Stones damit gedroht, den US-Präsidenten zu klagen, sollte er eines ihrer Lieder erneut verwenden.

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<p>Bild: Mick Jagger vor zwei Jahren bei einem Konzert in London / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mick_Jagger_sings_during_London_Rolling_Stones_concert_-_22_May_2018_(42291976032).jpg" title="via Wikimedia Commons">Raph_PH</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Mick Jagger vor zwei Jahren bei einem Konzert in London / Bild: Raph_PH / CC BY (Bild zugeschnitten)

Große Künstler aus der Musikszene wie Mick Jagger, Elton John, Aerosmith, Lorde, Linkin Park und Sheryl Crow wollen verhindern, dass Politiker ungefragt und nach Belieben ihre Musik bei Wahlkampfveranstaltungen nutzen können. Wie die Organisation „Artist Rights Alliance“ via Twitter mitteilte, forderten die Künstler in einem offenen Brief, dass Parteien und Politiker die Zustimmung der Urheber einholen müssen, bevor sie deren Songs bei politischen Veranstaltungen abspielen dürfen. Fast 60 Künstler unterzeichneten den Brief, der am Dienstag an Gremien der Republikaner und Demokraten geschickt wurde.

Keine Verbindung zwischen Künstler und Politiker

Bereits in der Vergangenheit hatten etwa die Rolling Stones und andere Weltstars insbesondere gegen die Nutzung ihrer Lieder durch US-Präsident Donald Trump protestiert und sich gewehrt. „Kein Künstler sollte gezwungen sein, seine Werte preiszugeben oder mit Politikern in Verbindung gebracht zu werden, die er nicht respektiert oder unterstützt“, erklärte die „Artist Rights Alliance“ auf Twitter.

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Künstler sollten zudem in der Lage sein, die Kontrolle über ihre Werke zu haben und diesbezüglich freie Entscheidungen treffen zu können, wie es in dem offenen Brief weiter heißt. Denn kein Politiker würde davon profitierern, wenn sich ein Künstler öffentlich gegen ihn stelle.

Musiker protestierten immer wieder

Im Juni hatten die Rolling Stones damit gedroht, US-Präsident Donald Trump zu klagen, sollte dieser im Wahlkampf noch einmal ihren Song „You Can’t Always Get What You Want“ verwenden. Kurz zuvor hatte auch die Familie des verstorbenen Künstlers Tom Petty gegen Trumps Verwendung von „I Won’t Back Down“ bei seinem Wahlkampfauftritt in Tulsa Ende Juni protestiert. Der Nutzung ihrer Musik durch Trump haben auch internationale Größen wie Pharell Williams, Rihanna, Adele, Neil Young sowie die Band „Queen“ widersprochen.

Bereits vor Jahrzehnten wehrten sich Künstler gegen die Verwendung ihrer Musik bei politischen Wahlkampfveranstaltungen. Im Jahr 1984 stellten sich Bruce Springsteen und John Mellencamp gegen die Verwendung ihrer Lieder „Born in the U.S.A.“ bzw. „Pink Houses“. Auch Politiker wie George H. W. Bush und Barack Obama, die Senatoren Mitt Romney und John McCain wurden für ihren Umgang mit musikalischen Werken bei Wahlkampfveranstaltungen kritisiert.

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