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Gesellschaft

Tendenz steigend: Jeder Vierte in Deutschland hat fremde Wurzeln

Julian Schernthaner

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Einen neuerlichen Anstieg gab es auch im vergangenen Jahr in Deutschland beim Anteil von Personen mit Migrationshintergrund. Erstmals machten Menschen mit fremden Wurzeln somit mehr als ein Viertel der Wohnbevölkerung aus. 

Wiesbaden. – Es sind eindeutige Zahlen, über welche die Junge Freiheit unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts berichtet. Denn bereits 21,2 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund – das sind 26 Prozent, was einen neuen Höchststand bedeutet. Schon seit Jahren wächst der Migrantenanteil in der Bundesrepublik stark an. Die Personen sind vor allem im Niedriglohnsektor – etwa in der Reinigungsbranche, in der Produktion oder im Lager überrepräsentiert.

Zwei Drittel aus Europa – aber Türken größte Gruppe

Über diesen Umstand kann auch nicht hinwegtäuschen, dass der Anstieg von 2,1 Prozent den kleinsten relativen Zuwachs seit 2011 bedeuten. Dabei machen gerade auch Personen mit Wurzeln in nicht-europäischen Ländern einen erklecklicken Anteil aus. Nicht weniger als 4,6 Millionen Menschen – oder 22 Prozent der Migranten stammt aus Asien (darunter ein großer Anteil aus der Türkei), etwa eine Million stammt vom afrikanischen Kontinent.

Der größte Anteil – nämlich zwei Drittel – hat seine Vorfahren aber immerhin im europäischen Ausland. Auf einzelne Länder gerechnet stellten türkischstämmige Personen die größte Gruppe mit 13 Prozent, gefolgt von Polen mit 11 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte haben den deutschen Pass und gelten statistisch somit nicht als „Ausländer“. Tatsächlich wuchsen bereits 54 Prozent dieser Gruppe in Deutschland auf, bei ausländischen Staatsbürgern machen Zuwanderer hingegen 85 Prozent aus.

Über 40 Prozent bei Kindern unter fünf Jahren

Besonders häufig konzentrieren sich die Cluster eingewanderter Personen freilich auch weiterhin auf den städtischen Raum. Dabei stellen Personen mit Migrationshintergrund etwa in Frankfurt, der fünftgrößten Stadt Deutschlands bereits die statistische Mehrheit. Auch in München und Nürnberg ist der Anteil mittlerweile über 40 Prozent.

Bei den Jüngsten ist der Anteil teilweise viel höher – im Jahr 2019 berichtete die Welt aus der Vorjahresstatistik, dass damals bereits 41 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren fremde Wurzeln haben. Die Schlussfolgerung: Der Migrantenanteil würde demnach auch dann steigen, wenn es fortan gar keine Zuwanderung mehr gäbe.

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