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Mit diesem Add-on verschwindet Gendersprache aus Texten

Das Add-on „Binnen-I be gone“ entfernt gendergerechte Formulierungen aus Texten und erfreut sich dadurch bei vielen Nutzern bereits seit Jahren stetiger Beliebtheit.

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<p>Symbolbild: Nick Youngson / Image Creator  via <a href="http://www.thebluediamondgallery.com/typewriter/g/gender.html">The Blue Diamond Gallery</a> [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Nick Youngson / Image Creator via The Blue Diamond Gallery [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Der Internetbrowser Mozilla Firefox stellt Nutzern verschiedene Add-ons zur Verfügung, die optional zur Erweiterung für die benutzte Software dienen und eine personalisierte Programmnutzung ermöglichen. Eines dieser Add-ons nennt sich „Binnen-I be gone“ und entfernt auf deutschen Websites das Binnen-I aus den angezeigten Texten.

Add-on entfernt auch Gendersternchen

Das Add-on, das sich bei Nutzern schon seit mehr als zehn Jahren stetiger Beliebtheit erfreut, wird regelmäßig aktualisiert und bietet auch die Möglichkeit, nur ausgewählte Seiten zu filtern. Dabei wird mittlerweile aber nicht mehr nur bei der Schreibweise mit dem Binnen-I gefiltert, auch die  Schreibweisen „Lehrer“, „Lehrer“ oder „Lehrer“ haben keine Chance und werden mithilfe des Add-ons auf die Form des generischen Maskulinums , also „Lehrer“, reduziert.

Screenshot: ÖH Uni Wien Website

„Binnen-Is sind der Versuch, Geschlechtergerechtigkeit in geschriebener Sprache auszudrücken, allerdings wirkt sich deren Verwendung in den Augen mancher negativ auf den Lesefluss von Texten aus. Dieses Add-on ermöglicht es, die meisten eingestreuten Binnen-Is auf besuchten Webseiten herauszufiltern, um so eine bessere Lesbarkeit zu erreichen“, heißt es im Beschreibungstext des Add-ons.

Nutzer zeigen sich begeistert

In einem bereits älteren Beitrag der Tageszeitung Der Standard wurde allerdings kritisiert, dass es den Nutzern von „Binnen-I be gone“ nicht um die Bewahrung der Sprache gehe, sondern um Politik. Sprache sei auch „kein statisches System“ und verändere sich laufend. Vor allem im Zusammenhang mit Texten im Internet würde es oft „eine große Toleranz“ geben, etwa gegenüber den vielen Abkürzungen oder auch gegenüber der manchmal fehlenden Großschreibung in E-Mails. Diese Toleranz müsse es daher auch beim Gendern geben, wird im Beitrag gefordert.

Von manchen Nutzern im Standard-Forum kommt Kritik an dem Add-on: „Schon ein ausgemachter Schwachsinn so ein Tool“. Das Benutzen des Binnen-Is sei ein Statement, wer es wegmanipulieren lasse, verfälsche den Inhalt, ist sich ein Leser sicher. Auf der anderen Seite stehen dem Add-on jedoch sehr viele Leser durchwegs positiv gegenüber. Diese  Zufriedenheit spiegelt sich bei Firefox mit 4,7 Sternen auch in der Bewertung wieder.

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