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Politisch korrekt

Knorr benennt „Zigeunersauce“ um

Nicht nur die Firma Kelly’s nennt ihre „Zigeunerräder“ um: Auch Knorr beugt sich nun der „Political Correctness“.

3 Minuten Lesezeit
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hn-knorr-kochzentrum.jpg" title="via Wikimedia Commons">p.schmelzle</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA</a> [Bild zugeschnitten]</p>

p.schmelzle / CC BY-SA [Bild zugeschnitten]

Heilbronn. – Im Zuge der aktuellen Rassismus-Debatte weicht auch der Lebensmittelhersteller Knorr dem anhaltenden Druck und benennt seine „Zigeunersauce“ um. „In ein paar Wochen finden Sie diese als ,Paprikasauce Ungarische Art‘ im Regal“, teilte der Mutterkonzern Unilever auf Anfrage von „Bild am Sonntag“ mit. Begründet wurde der Schritt damit, dass der Begriff ‚Zigeunersauce‘ negativ interpretiert werden könne. Daher habe man sich entschieden, „unserer Knorr-Sauce einen neuen Namen zu geben“.

Diskussion vor Jahren angetreten

2013 hatte der Konzern sich noch gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Damals verwies man auf die lange Tradition des Begriffs und erklärte, keinen negativen Beiklang zu erkennen. Zudem sei es nicht klar, ob sich wirklich eine Mehrheit der Sinti und Roma an der Bezeichnung stört, teilte ein Unilever-Sprecher damals mit.

Aus „Zigeunerrädern“ werden „Zirkusräder“

Erst kürzlich kündigte auch der österreichische Knabbergebäck-Hersteller Kelly’s an, die beliebten „Zigeunerräder“ umzubenennen (Die Tagesstimme berichtete). Ab Ende August werden sie „Zirkusräder“ heißen, teilte das Unternehmen mit.


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