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Politik

US-Wahl: Joe Biden offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert

Monika Šimić

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Am Donnerstag wird der 77-Jährige die Nominierung offiziell annehmen und verspricht, das Land als Präsident zu einen.

Milwaukee (Wisconsin). – Die US-Demokraten haben am Dienstagabend (Ortszeit) Joe Biden offiziell als ihren Kandidaten im Rennen um das Weiße Haus nominiert. Der ehemalige US-Vizepräsident erhielt bei dem weitgehend virtuell veranstalteten Parteitag wie erwartet die dafür notwendige Zahl an Delegiertenstimmen. Damit tritt er am 3. November gegen den amtierenden Präsidenten Donald Trump an.

Glückwünsche von Obama

„Es bedeutet die Welt für mich und meine Familie“, sagte Biden nach der Nominierung im Beisein seiner Frau Jill und seinen Enkeln. Auf Twitter schrieb er, „es st die Ehre meines Lebens“, die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten anzunehmen. Er verspricht, das Land als Präsident zu einen. Er will es aus der Corona-Pandemie führen und die Wirtschaft wieder aufbauen, die durch die Krise erheblichen Schaden genommen hat. Zudem verspricht er, sich für mehr Gerechtigkeit einzusetzen und gegen systematischen Rassismus einzutreten. In landesweiten Umfragen liegt Biden vor Präsident Trump. Diese haben aufgrund des komplizierten Wahlsystems aber nur begrenzte Aussagekraft.

Der ehemalige Präsident Barack Obama hat Biden zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten beglückwünscht. Auf Twitter schrieb er: „Gratuliere, Joe. Ich bin stolz auf dich“.

Kritik an Trump

Auch Jimmy Carter und Bill Clinton stehen klar hinter Biden. „Joe hat die Erfahrung, die Charakterstärke und die Anständigkeit, uns zusammenzuführen und Amerikas Großartigkeit wieder herzustellen“, sagte Carter in einer am Dienstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Audiobotschaft anlässlich des Parteitags. „Wir verdienen jemanden mit Integrität und Urteilsvermögen, jemanden, der ehrlich und fair ist, jemanden, der dem verpflichtet ist, was das Beste für die Amerikaner ist.“

Scharfe Kritik an Trump übte indes Clinton. „In Zeiten wie diesen sollte das Oval Office eine Kommandozentrale sein. Stattdessen ist es ein Unruheherd“, sagte Clinton in einer Videoansprache. „Es herrscht nur Chaos. Nur eine Sache ändert sich nie: Seine (Trumps) Entschlossenheit, Verantwortung abzustreiten und die Schuld abzuwälzen.“

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