Brandsatz-Fund vor Tönnies-Villa

Spur führt zu Linksextremisten

Nach dem Brandsatz-Fund tauchte ein Bekennerschreiben der linksextremen Gruppe „Revolutionäre Aktionszellen“ (RAZ) auf. Die Ermittler halten das Schreiben für echt.

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<p>Der Unternehmer Clemens Tönnies ist offenbar ins Visier von Linksextremen geraten. Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Clemens_T%C3%B6nnies_2017.jpg" title="via Wikimedia Commons">Susanne Freitag (susi@fotodesignfreitag.de)</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Der Unternehmer Clemens Tönnies ist offenbar ins Visier von Linksextremen geraten. Bild: Susanne Freitag ([email protected]) / CC BY-SA [Bild zugeschnitten]

Rheda-Wiedenbrück. – In der Nacht auf vergangenen Donnerstag wurde in der Nähe der Privatvilla des Fleischunternehmers Clemens Tönnies mehrere Brandsätze gefunden. Laut Bericht des Westfalen-Blatts ging am Freitag zudem ein Bekennerschreiben ein. Darin sei von einem „feurigen Besuch in der Nacht“ die Rede. Der Anschlag wurde allerdings nicht durchgeführt – warum, ist noch unklar.

Geplanter Anschlag mit RAF-Widmung

Der Nachrichtenagentur dpa zufolge bekannte sich die linksextreme Gruppe „Revolutionäre Aktionszellen“ (RAZ) zu dem geplanten Brandanschlag. Außerdem tauche in dem Schreiben auch noch die „Westfälische Animal Liberation Front“ auf. Demnach warfen die Verfasser Tönnies unter anderem die Überwachung seiner Mitarbeiter, Tierquälerei in den Zuliefererbetrieben, „50 Millionen ermorderte Schweine“ und seine als „rassistisch“ empfundenen Äußerungen über Afrikaner vor.

Enthüllungen über die ÖVP

Weiters hätten die Urheber den geplanten Anschlag namentlich genannten RAF-Terroristen gewidmet, die sie als „Genossen im Untergrund“ bezeichneten. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Bekennerschreiben echt ist.

Verdacht auf Gründung einer terroristischen Vereinigung

Die Bundesanwaltschaft ermittelt bereits länger gegen die RAZ. Die linksextreme Gruppe soll seit 2009 mehrere Brand- und Sprengstoffanschläge verübt haben. Außerdem bekannte sich die Gruppe dazu, Drohbriefe samt Patronenhülsen an Politiker verschickt zu haben. Die Behörden werfen der RAZ deshalb die Gründung einer terroristischen Vereinigung und Mitgliedschaft darin vor.

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